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Enerige & Management > Startklar - Nachhaltige Mobilität für Kommunen
Bild: E&M
STARTKLAR:
Nachhaltige Mobilität für Kommunen
In unserer Rubrik Startklar stellen wir immer wieder Start-ups aus der Energiewirtschaft vor. Dieses Mal: "Hub2Go" aus Hamburg.
 
Mobilitäts-Sharing und Elektromobilität sind weltweite Megatrends, die zunehmend auch für Stadtwerke zu einem Geschäftsmodell werden können. Mit einer neu entwickelten Mobilitätsplattform will das Hamburger Start-up Hub2Go kommunalen Versorgern und anderen Unternehmen Starthilfe geben.

„Mit dem Aufbau von Ladeinfrastruktur können Stadtwerke derzeit kaum Geld verdienen, aber unsere Lösung versetzt die Versorger in die Lage, selbst aktiv zu werden und mit Sharing-Modellen der Elektromobilität neuen Schub zu geben“, sagt Jan Maciejanski, Geschäftsführer von Hub2Go.

Die Idee: White Label Mobility Sharing as a Service. Gemeinsam mit seinem achtköpfigen Team hat Maciejanski daher eine skalier- und individualisierbare Sharing-Plattform entwickelt. Diese können Stadtwerke, Kommunen und Unternehmen als White-Label-Lösung in ihr Angebot integrieren.

In die Plattform lassen sich neben Elektroautos auch E-Bikes, E-Roller und elektrische Tretroller einbinden und die Kunden können unterschiedliche Sharingmodelle wie Freefloating, Pool-gebundenes oder stationäres Sharing parallel betreiben. Auch Ride-Hailing und Angebote für den ÖPNV werden noch in diesem Jahr entwickelt.

Hub2Go bietet ihren Kunden neben einer Internetseite und App auch Kunden- und Fahrzeugservices sowie digitale Leistungen wie Bonitätsprüfung, Abrechnung, Bezahldienste, Inkasso und die Identifizierung von Personalausweisen und Führerscheinen. Für die Kunden steht eine Administrationsplattform bereit, mit der sie ihre Angebote steuern und auswerten können.

„Unsere Kunden erwarten, dass Mobility Sharing digitalisiert und ohne Medienbrüche funktioniert“, so Maciejanski. „Wir geben Stadtwerken dieselben Werkzeuge, die globalen Playern zur Verfügung stehen. Mit dem Unterschied, dass die Daten jederzeit in der Hand unserer kommunalen Partner bleiben.“
Die Mobilitätsplattform lässt sich als klassisches B2C-Geschäft nutzen. „Der eigentliche Mehrwert für Stadtwerke liegt aber darin, Mobility Sharing als B2B-Geschäftsmodell zu verstehen“, fügt Maciejanski hinzu.

So können Stadtwerke die Lösung auch ihren Geschäftskunden anbieten, etwa als innerbetriebliches Mobility Sharing. „Zusätzliche Einnahmen und eine bessere Fuhrparkauslastung können sie dadurch generieren, dass sie eigenen Mitarbeitern oder Endkunden nach Geschäftsschluss Poolfahrzeuge anbieten“, erklärt Produktmanager Marvin-Curtis Tarasiewicz die vielfältigen Möglichkeiten. Natürlich werde die Plattform immer in der Brand des jeweiligen Kunden gestaltet. Auch die Verträge für die unterschiedlichen Anwendungen liefert Hub2Go gleich mit.

Als gemeinsame Tochter der Aequitas AG und der NEW Smart City GmbH fühlt sich Hub2Go dem kommunalen Gedanken verpflichtet. „Wir spüren einfach mehr Verantwortung für eine nachhaltige Lösung“, unterstreicht Maciejanski sein Konzept.
 
Jan Maciejanski und Marvin-Curtis Tarasiewicz wollen Stadtwerken mit ihrer Mobilitäts-Plattform einen Mehrwert verschaffen
Bild: Hub2Go


Große Hoffnungen setzt die Hub2Go auf das Thema Micro Scooter. Die kleinen elektrischen Mini-Tretroller liegen international voll im Trend. Hierzulande gibt es für sie noch keine Straßenzulassung, aber die Hamburger haben mit strategischen Partnern schon vielversprechende Verbindungen zu verschiedenen europäischen Städten geknüpft. „Wenn die Gesetzgebung in Deutschland soweit ist, möchten wir schnell Micro Scooter in den Markt bringen. Dafür sind Stadtwerke die perfekten Partner.“

Mit einem ersten Mobility-Sharing-Angebot für Elektroautos und -Scooter ist Hub2Go am Niederrhein bereits in Betrieb gegangen: Die NEW nutzt das Angebot für ihren Sharing-Dienst Wheesy.

„Wir können liefern“, sagt Maciejanski mit Blick auf Wettbewerber, die ähnliche Plattformkonzepte entwickeln. „Vom Projektstart bis Go-live vergehen in der Regel nicht mehr als sechs Wochen“, fügt Produktmanager Tarasiewicz hinzu.
Die beiden Hamburger wollen nun möglichst viele Stadtwerke und Kommunen als Betreiber für ihre Plattform gewinnen und so der nachhaltigen Mobilität zum Durchbruch verhelfen.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Freitag, 15.03.2019, 11:38 Uhr

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