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Enerige & Management > Veranstaltung - 27 Aussteller fordern: E-world verschieben!
Quelle: Shutterstock / Brian A Jackson
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27 Aussteller fordern: E-world verschieben!
Zwischen dem Bundesverband der Energiemarktdienstleister und dem Messeveranstalter E-world funkt es: Eine BEMD-Arbeitsgruppe hält eine Präsenzmesse im Februar für nicht vertretbar.
 
Mit der E-world als Präsenzmesse im Februar 2022 finden sich 27 Unternehmen nicht ab: Sie fordern den gleichnamigen Veranstalter, namentlich die Unternehmensberatung Conenergy als deren Co-Gesellschafter, öffentlich auf, die mitteleuropäische Leitmesse der Energiewirtschaft in Essen in den Mai zu verschieben - ähnlich wie 2020. Die E-world hatte am 10. Dezember ausdrücklich an der herkömmlichen Form festgehalten.

Als Grund nennt der Bundesverband der Energiedienstleister (BEMD), zu dessen E-world-Arbeitsgruppe die Unternehmen gehören, in der aktuellen Pandemie-Lage sei eine Präsenzmesse "generell nicht durchführbar oder vertretbar". Gerade weil sie "unverzichtbar" sei, solle sie verschoben werden, so BEMD-Vorstandsvorsitzender Dietmar Sperfeld, Geschäftsführer von Soluvia Energy Services.

​Exodus prophezeit

Der Verband prophezeit dem Veranstalter "einen geringen Besucherzuspruch". Dieser ergebe sich daraus, dass viele Konzerne, Stadtwerke, Betreiber kritischer Infrastrukturen (Kritis) und IT-Dienstleister der Energiewirtschaft aus Fürsorge für ihre Beschäftigten Messeauftritte streichen und ihren Beschäftigten Dienstreisen verbieten. 

"In keinster Weise nachvollziehbar"

Offenbar kriselt es zwischen BEMD und E-world: Der Verband erklärt, seine Arbeitsgruppe samt Partnern hätten auf das Festhalten an der Präsenzmesse im Winter "mit Erstaunen" reagiert. Es überrasche, dass der Veranstalter über die in einem Aussteller-Call geäußerten Bedenken eine Woche später hinweggegangen sei und die Appelle von EnBW, SAP und weiteren Konzernen ignoriere, die Messe zu verschieben. Diesen Ideen schließe sich "ein Großteil" der BEMD-Mitglieder und -Partner an. Eine "finanziell tragbare Lösung" für alle müsse her.

Für gar "in keinster Weise nachvollziehbar" hält Steve Hopf, Marketingleiter der IT-Schmiede Wilken, ein Durchziehen der E-world. Andere Veranstalter hätten Branchenmessen "verantwortungsvoll" verschoben, der Weg der E-world sei hier "einzigartig".
 
Die E-world-Arbeitsgruppe des BEMD stehe geschlossen hinter dieser Position. Ihr gehören, alphabetisch geordnet, folgende Unternehmen an:
  • BTC,
  • Comet,
  • Cortility,
  • Cronos Unternehmensberatung,
  • DMS,
  • EnBW,
  • Enet,
  • Enmore Consulting ag,
  • EVE Consulting und Beteiligungsgesellschaft,
  • EVU Zählwerk,
  • Fichtner IT Consulting,
  • Items,
  • GeT AG,
  • Gisa,
  • Natuvion,
  • Phi-Consulting,
  • Prego Services,
  • Regio iT,
  • RKU.it,
  • SAP,
  • Schleupen,
  • SIV AG,
  • Soluvia Energy Services,
  • Sprungwerk,
  • Creditreform
  • Voltaris
  • Wilken
Die E-world bekräftigte am 20. Dezember auf Anfrage dieser Redaktion den Februar-Termin erneut. "Gleichwohl verfolgen wir die Entwicklung der Pandemie und die daraus resultierenden behördlichen Beschlüsse selbstverständlich laufend", erklärte eine Sprecherin.
 

Georg Eble
Redakteur
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Montag, 20.12.2021, 14:27 Uhr

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