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Die Wuppertaler Stadtwerke haben 2025 einen Gewinn von 11,7 Millionen Euro erzielt. Gleichzeitig erhöhten sie ihre Investitionen in Fernwärme, PV, Ladeinfrastruktur und den ÖPNV.
Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 11,7 Millionen Euro abgeschlossen und damit weniger als im Vorjahr verdient, als ein Gewinn von 25 Millionen Euro in der Bilanz stand. Jedoch sei das eigene Planziel leicht übertroffen worden, teilte der Versorger am 29. Juni mit.
Die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe lagen bei rund 1,3 Milliarden Euro und damit etwas unter dem Vorjahreswert von 1,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig erhöhte die WSW ihre Investitionen im Vergleich zu 2024 um rund 10 Millionen Euro auf 107,5 Millionen Euro.
Den größten Ergebnisbeitrag lieferte die WSW Energie & Wasser AG mit einem Gewinn von rund 87 Millionen Euro. Das Unternehmen entwickelte sich besser als geplant. Dagegen weitete sich das strukturelle Defizit der WSW mobil GmbH auf minus 79,8 Millionen Euro aus. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das Minus um mehr als 5 Millionen Euro.
Im vergangenen Jahr bauten die WSW nach eigenen Angaben ihre Erzeugungskapazität aus Photovoltaik um rund 7 MW aus. Dazu trugen mehrere Dachanlagen für Gewerbekunden sowie der erste Solarpark im Wuppertaler Stadtgebiet bei. Die Projekte entstanden gemeinsam mit kommunalen Partnern wie dem Gebäudemanagement der Stadt, der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft und der Stadtsparkasse Wuppertal. Parallel erweiterten die Stadtwerke ihre Quartierslösungen für Photovoltaik, Wärmeversorgung und Elektromobilität, insbesondere für bestehende Wohnquartiere.
Auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur setzten die Wuppertaler Stadtwerke fort. Nach Angaben des Unternehmens wuchs das öffentliche Ladenetz innerhalb eines Jahres um rund 35 Prozent. Für Mehrfamilienhäuser installieren die WSW im Rahmen ihrer Quartierskonzepte Wallboxen mit intelligentem Lastmanagement und flexiblen Stromtarifen.
Fernwärme soll weiter ausgebaut werden
Beim Ausbau der Fernwärme treiben die WSW die Umstellung des Netzes in Elberfeld von Dampf auf Heizwasser voran. Derzeit laufen Arbeiten in drei Bauabschnitten. Die erste Dampfumformstation ist bereits errichtet, der Bau einer zweiten Station hat begonnen. Mit der Modernisierung wollen die Stadtwerke zusätzliche Gebäude an das Fernwärmenetz anschließen und die leitungsgebundene Wärmeversorgung schrittweise umstellen. Für das gesamte Talnetz sowie die Nahwärmenetze erarbeiteten die WSW im vergangenen Jahr Transformationspläne, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.
Im öffentlichen Nahverkehr erweiterten die WSW ihre Wasserstoffflotte auf 52 Brennstoffzellenbusse. Rund um den Jahreswechsel 2024/2025 gingen 32 neue Fahrzeuge in Betrieb. Zusätzlich errichtete das Unternehmen auf dem Betriebshof Nächstebreck eine Wasserstofftankstelle für die Busflotte. Auch die Modernisierung der Schwebebahn setzte sich fort. Das Erneuerungsprogramm für die Stationen läuft bis 2031.
Im Energievertrieb haben die WSW für 2025 nur geringe Veränderungen bei Strom-, Gas- und Fernwärmeabsatz zu verzeichnen, nannten jedoch keine konkreten Zahlen. Das Unternehmen will sich verstärkt auf digitale Dienstleistungen konzentrieren. Dazu zählen unter anderem flexible Stromtarife, digitale Mobilitätsangebote sowie Anwendungen für intelligentes Laden.
Darüber hinaus prüfen die WSW den Einsatz von künstlicher Intelligenz in verschiedenen Unternehmensbereichen. Nach Angaben des Unternehmens soll ein mehrjähriger Umsetzungsplan die Digitalisierung interner Prozesse und kundenbezogener Dienstleistungen unterstützen.
Montag, 29.06.2026, 15:33 Uhr
Heidi Roider
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