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Enerige & Management > Stadtwerke - Pfalzwerke gewinnen den Stadtwerke-Zukunftspreis 2022
Freude beim Gewinner Pfalzwerke, links Vertreter der zweitplatzierten Sachsenenergie, rechts Laudator Stefan Sagmeister (Chefradakteur E&M), Quelle: Euroforum / Marc Hergenröder
STADTWERKE:
Pfalzwerke gewinnen den Stadtwerke-Zukunftspreis 2022
Auf dem Stadtwerkekongress in Berlin wurde der Zukunftspreis 2022 von Euroforum, Handelsblatt und Energie&Management verliehen. Gewinner waren die Pfalzwerke mit einer App für Prosumer.
 
Handelsblatt, Euroforum und Energie & Management haben am 10. Mai den Stadtwerke Zukunftspreis 2022 verliehen. Er stand unter dem Motto „Innovative Lösungen umsetzen: Mit Vollgas und Kreativität aus der Krise“. E&M-Chefredakteur Stefan Sagmeister sagte in seiner Laudatio, dass der Preis unter dem Eindruck der Corona-Pandemie ausgeschrieben worden sei. “Die aktuelle weltpolitische und ökologische Lage erfordert, die eingeschlagenen Wege konsequent weiter zu beschreiten: Neue Geschäftsmodelle, neue Technologien, New-Work oder Transformationen und Fusionen”, unterstrich er.

Drei Finalisten wurden geehrt: Die Pfalzwerke mit der “Enercloud”, die Sachsenenergie mit “Einfach.Machen” und die Stadtwerke Trier mit dem Projekt “Biogas”. Doch die neunköpfige Jury dankte ausdrücklich allen eingereichten Projekten. Sie bewiesen die hohe Innovationskraft der Stadtwerke in Deutschland.

Die drei Finalisten

Die Pfalzwerke “EnerCloud” ist ein moderner Stromtarif und intuitive App in einem und richtet sich an Pioniere mit Photovoltaik und Speicher. Sie informiert die Kundinnen und Kunden über Energieflüsse im Haushalt. Sie zeigt die Produktion der Anlage und den Verbrauch, so dass Nutzerinnen und Nutzer sehen, ob der Strom momentan aus der eigenen Batterie oder durch Ökostrom aus dem Netz gedeckt wird. Die Enercloud schärfe das Bewusstsein für den eigenen Energieverbrauch. “Die Jury hat vor allem der umfassende Ansatz überzeugt”, erläuterte Sagmeister. Das Projekt setze besonders die Anforderungen Citizen Value und Costumer Value, Übertragbarkeit auf andere Stadtwerke, Leadership und Kommunikation gut um.

Zweitplatzierte wurde die Sachsenenergie mit „Einfach.Machen“. Das bezeichnet den Fusionsprozess der Mitarbeiter von Drewag und Enso zur Sachsenenergie, die vor zwei Jahren begann. Damals gab es “eine großen Vision mit ungewissem Ausgang”. Galt es doch Geschäftsfelder neu auszurichten und interne Prozesse zu integrieren, zu harmonisieren und zu verschlanken. Zeitgleich musste der Weg für die fristgerechte Transposition der beiden Netzgesellschaften geebnet werden. Das gelang während der Corona-Pandemie mit viel Vertrauen und Leistungsbereitschaft zum Jahresbeginn 2021. Heute ist Sachsenenergie der größte Kommunalversorger Ostdeutschlands und der viertgrößte in Deutschland.

In der aktuellen Gaskrise besonders aktuell ist das Projekt der Stadtwerke Trier mit „Biogas“. In einer Biogas-Aufbereitungsanlage am Flugplatz Bitburg veredeln die Stadtwerke Trier regionales Biogas aus sieben Anlagen zu grünem Bio-Erdgas. Dieses speichern sie im vorhandenen Erdgasnetz ein und verwenden es flexibel und sektorübergreifend im Sinne der Energiewende. So verdrängen die SWT fossiles Importgas. Der Standort am Flugplatz bietet optimale Voraussetzungen für den Aufbau einer Power-to-Gas-Anlage, um das Konzept zu erweitern und regionalen Überschuss-Strom aus Wind und Sonnenkraft zu nutzen. Der Ansatz sei in andere Regionen skalierbar und biete vorhandenen Biogasanlagen, die aus der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz laufen eine wirtschaftliche Perspektive.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Donnerstag, 12.05.2022, 09:44 Uhr

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