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Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Netze BW testet netzorientiertes Laden für E-LKW-Flotten
E-Lkw der Spedition Stickel. Quelle: Netze BW
Elektrofahrzeuge

Netze BW testet netzorientiertes Laden für E-LKW-Flotten

Die EnBW-Tochter untersucht mit Partnern, wie E-Lkw-Flotten netzdienlich geladen werden können. Ziel: Netzkapazitäten effizienter zu nutzen und Anschlüsse schneller zu ermöglichen.
Während E-Autos schon zum Alltag gehören und häufig an der heimischen Wallbox geladen werden, sind batterieelektrische Lkw noch im Kommen. Ihr Ladeverhalten birgt eine Reihe von Herausforderungen entlang der Autobahnen und in Logistik-Depots.

Netze BW, die Verteilnetz-Tochter von EnBW, erprobt im Innovationsprojekt „FlexCharge BW – Netzlabor E-Lkw“, wie sich große Elektro-Lkw-Flotten besser in das bestehende Verteilnetz integrieren lassen. Ziel sei es, Ladevorgänge so zu steuern, dass sie sich an der aktuell verfügbaren Netzkapazität orientieren, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden, teilte das Unternehmen mit. Besonders relevant sei dies in Zeiten niedriger Netzlast oder bei hoher Einspeisung erneuerbarer Energien.

Nach Angaben von Netze BW knüpft das Projekt an bisherige Aktivitäten im Bereich Elektromobilität an. Der technische Geschäftsführer Martin Konermann erklärte, Netze BW habe bereits in Reallaboren Impulse für den Aufbau von Ladeinfrastruktur für PKW gesetzt und vollelektrische Pilotbaustellen realisiert. Nun zeige sich ein Hochlauf der E-LKW. „Und wir rechnen in den nächsten Jahren mit starkem Wachstum. Deshalb legen wir jetzt einen Schwerpunkt darauf, die Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge optimal in das Verteilnetz einzubinden“, wird Konermann zitiert.
Hintergrund des Projekts ist dem Unternehmen zufolge die Herausforderung, für die Elektrifizierung von LKW hohe Anschlussleistungen bereitzustellen, die oft erst nach einem Netzausbau verfügbar seien.

Erprobung an vier Depot-Standorten

Projektleiterin Kathrin Walz erklärte, mit „FlexCharge BW“ würden Lösungen getestet, die einen schnelleren Netzanschluss ermöglichen könnten. Dazu arbeite Netze BW mit zwei Logistikunternehmen aus Baden-Württemberg zusammen: der Spedition Stickel aus Nagold und Logistik Schmitt aus Bietigheim bei Karlsruhe.

Das Konzept des netzorientierten Ladens basiert darauf, Lastspitzen zu vermeiden und vorhandene Kapazitäten besser auszunutzen. Nadine Eisinger, stellvertretende Projektleiterin, wies darauf hin, dass es zu bestimmten Zeiten mehr freie Kapazitäten gibt. Netzorientiertes Laden könne diese Zeitfenster nutzbar machen. „Und so ermöglichen, dass zusätzliche Leistung bereits vor Abschluss eines Netzausbaus genutzt werden kann“, fügte sie hinzu.

Im Projekt werden dafür dynamische Ladefahrpläne entwickelt. Der Netzbetreiber stellt Informationen zur aktuellen Netzsituation bereit, die in konkrete Ladepläne für die Fahrzeuge übersetzt werden. Dabei werden betriebliche Faktoren wie Standzeiten, Tourenplanung und Energiemanagement berücksichtigt. Ziel ist eine bessere Auslastung des Netzes durch flexible Anpassung von Ladeleistung und -zeitpunkten.

Die Erprobung erfolgt an vier Depot-Standorten mit insgesamt 20 Schnellladepunkten und 40 Elektro-Lkw. Neben dem praktischen Betrieb werden die Ergebnisse durch Datenanalysen und Simulationen ergänzt, um die Übertragbarkeit auf weitere Standorte zu prüfen. Das Projekt soll nach aktuellem Stand bis Jahresende laufen.

Freitag, 24.04.2026, 16:15 Uhr
Fritz Wilhelm
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E-Lkw der Spedition Stickel. Quelle: Netze BW
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Die EnBW-Tochter untersucht mit Partnern, wie E-Lkw-Flotten netzdienlich geladen werden können. Ziel: Netzkapazitäten effizienter zu nutzen und Anschlüsse schneller zu ermöglichen.
Während E-Autos schon zum Alltag gehören und häufig an der heimischen Wallbox geladen werden, sind batterieelektrische Lkw noch im Kommen. Ihr Ladeverhalten birgt eine Reihe von Herausforderungen entlang der Autobahnen und in Logistik-Depots.

Netze BW, die Verteilnetz-Tochter von EnBW, erprobt im Innovationsprojekt „FlexCharge BW – Netzlabor E-Lkw“, wie sich große Elektro-Lkw-Flotten besser in das bestehende Verteilnetz integrieren lassen. Ziel sei es, Ladevorgänge so zu steuern, dass sie sich an der aktuell verfügbaren Netzkapazität orientieren, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden, teilte das Unternehmen mit. Besonders relevant sei dies in Zeiten niedriger Netzlast oder bei hoher Einspeisung erneuerbarer Energien.

Nach Angaben von Netze BW knüpft das Projekt an bisherige Aktivitäten im Bereich Elektromobilität an. Der technische Geschäftsführer Martin Konermann erklärte, Netze BW habe bereits in Reallaboren Impulse für den Aufbau von Ladeinfrastruktur für PKW gesetzt und vollelektrische Pilotbaustellen realisiert. Nun zeige sich ein Hochlauf der E-LKW. „Und wir rechnen in den nächsten Jahren mit starkem Wachstum. Deshalb legen wir jetzt einen Schwerpunkt darauf, die Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge optimal in das Verteilnetz einzubinden“, wird Konermann zitiert.
Hintergrund des Projekts ist dem Unternehmen zufolge die Herausforderung, für die Elektrifizierung von LKW hohe Anschlussleistungen bereitzustellen, die oft erst nach einem Netzausbau verfügbar seien.

Erprobung an vier Depot-Standorten

Projektleiterin Kathrin Walz erklärte, mit „FlexCharge BW“ würden Lösungen getestet, die einen schnelleren Netzanschluss ermöglichen könnten. Dazu arbeite Netze BW mit zwei Logistikunternehmen aus Baden-Württemberg zusammen: der Spedition Stickel aus Nagold und Logistik Schmitt aus Bietigheim bei Karlsruhe.

Das Konzept des netzorientierten Ladens basiert darauf, Lastspitzen zu vermeiden und vorhandene Kapazitäten besser auszunutzen. Nadine Eisinger, stellvertretende Projektleiterin, wies darauf hin, dass es zu bestimmten Zeiten mehr freie Kapazitäten gibt. Netzorientiertes Laden könne diese Zeitfenster nutzbar machen. „Und so ermöglichen, dass zusätzliche Leistung bereits vor Abschluss eines Netzausbaus genutzt werden kann“, fügte sie hinzu.

Im Projekt werden dafür dynamische Ladefahrpläne entwickelt. Der Netzbetreiber stellt Informationen zur aktuellen Netzsituation bereit, die in konkrete Ladepläne für die Fahrzeuge übersetzt werden. Dabei werden betriebliche Faktoren wie Standzeiten, Tourenplanung und Energiemanagement berücksichtigt. Ziel ist eine bessere Auslastung des Netzes durch flexible Anpassung von Ladeleistung und -zeitpunkten.

Die Erprobung erfolgt an vier Depot-Standorten mit insgesamt 20 Schnellladepunkten und 40 Elektro-Lkw. Neben dem praktischen Betrieb werden die Ergebnisse durch Datenanalysen und Simulationen ergänzt, um die Übertragbarkeit auf weitere Standorte zu prüfen. Das Projekt soll nach aktuellem Stand bis Jahresende laufen.

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