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Energie & Management > Stromnetz - Netzbetreiber wollen bei Offshore-Kabeln kooperieren
Einbau von Offshore-Kabeln am Nordseestrand. Quelle: Tennet
Stromnetz

Netzbetreiber wollen bei Offshore-Kabeln kooperieren

Fünf europäische Übertragungsnetzbetreiber haben in Madrid eine Absichtserklärung zur Kooperation bei Offshore-Kabelprojekten in der Nordsee unterzeichnet.
Durch die verstärkte Zusammenarbeit sollen Bezahlbarkeit, Effizienz und Zuverlässigkeit des künftigen Stromsystems verbessert werden, wie die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und 50 Hertz mitteilen. Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung starte eine gemeinsame europäische Initiative, um die strukturelle Widerstandsfähigkeit der kritischen Infrastruktur weiter zu stärken, die für das Gelingen der Energiewende erforderlich ist. 

Schnellere und effizientere Reparaturen

Mit der Absichtserklärung verpflichten sich die fünf Übertragungsnetzbetreiber – Elia (Belgien), Energinet (Dänemark), 50 Hertz (Deutschland) sowie Tennet (Deutschland und Niederlande) – für mindestens ein Jahr, strategisches und technisches Know-how auszutauschen. Durch das Teilen von Wissen zu Reparaturprozessen, Ersatzteilen und Fehlererkennung sowie durch eine gemeinsame Bestandsaufnahme verfügbarer Schiffe, Materialien und technischer Fähigkeiten sollen potenzielle Effizienzgewinne und Optimierungsmöglichkeiten identifiziert werden. Ziel sind schnellere und effizientere Reparaturen mit geringeren Auswirkungen auf das Stromsystem und niedrigeren Kosten. 

„Europäische Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg beim Ausbau und eben auch beim Betrieb der Offshore-Infrastruktur auf der Nordsee. Daher ist es sinnvoll, mit den Übertragungsnetzbetreibern der Anrainerstaaten nicht nur Vorschläge über die technische und regulatorische Umsetzung von grenzüberschreitenden Netzanbindungen zu unterbreiten, sondern auch gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie Kabelsysteme im Fall von Störungen, Havarien oder Sabotage möglichst schnell und kosteneffizient behoben werden können,“ sagt Stefan Kapferer, CEO von 50 Hertz. 

„Gerade in geopolitisch herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, kritische Infrastruktur in der Nordsee gemeinsam robuster aufzustellen“, so Tim Meyerjürgens, CEO von Tennet Germany.

Vier thematische Arbeitsgruppen 

Die Zusammenarbeit soll in vier thematischen Arbeitsgruppen mit den Schwerpunkten Reparaturlogistik, Ersatzteile und Ausrüstung, Fehlererkennung sowie rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen erfolgen. Bestätigt die Machbarkeitsphase, dass ein gemeinsames Vorgehen signifikante Vorteile bietet, kann sich die Initiative nach Einschätzung der beteiligten Netzbetreiber zu einer nachhaltigen und strukturellen Zusammenarbeit weiterentwickeln. 

Die Initiative steht weiteren Übertragungsnetzbetreibern aus der Offshore TSO Collaboration (OTC) offen.

Donnerstag, 23.04.2026, 16:09 Uhr
Günter Drewnitzky
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Einbau von Offshore-Kabeln am Nordseestrand. Quelle: Tennet
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Netzbetreiber wollen bei Offshore-Kabeln kooperieren
Fünf europäische Übertragungsnetzbetreiber haben in Madrid eine Absichtserklärung zur Kooperation bei Offshore-Kabelprojekten in der Nordsee unterzeichnet.
Durch die verstärkte Zusammenarbeit sollen Bezahlbarkeit, Effizienz und Zuverlässigkeit des künftigen Stromsystems verbessert werden, wie die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und 50 Hertz mitteilen. Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung starte eine gemeinsame europäische Initiative, um die strukturelle Widerstandsfähigkeit der kritischen Infrastruktur weiter zu stärken, die für das Gelingen der Energiewende erforderlich ist. 

Schnellere und effizientere Reparaturen

Mit der Absichtserklärung verpflichten sich die fünf Übertragungsnetzbetreiber – Elia (Belgien), Energinet (Dänemark), 50 Hertz (Deutschland) sowie Tennet (Deutschland und Niederlande) – für mindestens ein Jahr, strategisches und technisches Know-how auszutauschen. Durch das Teilen von Wissen zu Reparaturprozessen, Ersatzteilen und Fehlererkennung sowie durch eine gemeinsame Bestandsaufnahme verfügbarer Schiffe, Materialien und technischer Fähigkeiten sollen potenzielle Effizienzgewinne und Optimierungsmöglichkeiten identifiziert werden. Ziel sind schnellere und effizientere Reparaturen mit geringeren Auswirkungen auf das Stromsystem und niedrigeren Kosten. 

„Europäische Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg beim Ausbau und eben auch beim Betrieb der Offshore-Infrastruktur auf der Nordsee. Daher ist es sinnvoll, mit den Übertragungsnetzbetreibern der Anrainerstaaten nicht nur Vorschläge über die technische und regulatorische Umsetzung von grenzüberschreitenden Netzanbindungen zu unterbreiten, sondern auch gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie Kabelsysteme im Fall von Störungen, Havarien oder Sabotage möglichst schnell und kosteneffizient behoben werden können,“ sagt Stefan Kapferer, CEO von 50 Hertz. 

„Gerade in geopolitisch herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, kritische Infrastruktur in der Nordsee gemeinsam robuster aufzustellen“, so Tim Meyerjürgens, CEO von Tennet Germany.

Vier thematische Arbeitsgruppen 

Die Zusammenarbeit soll in vier thematischen Arbeitsgruppen mit den Schwerpunkten Reparaturlogistik, Ersatzteile und Ausrüstung, Fehlererkennung sowie rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen erfolgen. Bestätigt die Machbarkeitsphase, dass ein gemeinsames Vorgehen signifikante Vorteile bietet, kann sich die Initiative nach Einschätzung der beteiligten Netzbetreiber zu einer nachhaltigen und strukturellen Zusammenarbeit weiterentwickeln. 

Die Initiative steht weiteren Übertragungsnetzbetreibern aus der Offshore TSO Collaboration (OTC) offen.

Donnerstag, 23.04.2026, 16:09 Uhr
Günter Drewnitzky

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