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Bild: Fotolia.com, WoGi
GAS:
LNG-Terminal Brunsbüttel stößt auf Widerstand
In Schleswig-Holstein formiert sich Widerstand gegen den Bau eines Import- und Distributionsterminals für verflüssigtes Erdgas.
 
Bürgerinitiativen haben dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) eine Online-Petition mit mehr als 67 000 Unterschriften gegen das geplante Importterminal für Flüssigerdgas (LNG) in Brunsbüttel übergeben. Wie NDR und andere Medien berichten, richtet sich die Petition gegen die Verwendung von Steuergeldern für das Terminal.

LNG trage als fossiles Gas maßgeblich zur Klimaerwärmung bei, so die Gegner des Terminalbaus, ein Bündnis aus Umwelt- und Klimaschützern sowie Anti-Fracking-Aktivisten.

Das Industriekonsortium German LNG Terminal GmbH will in Brunsbüttel ein Import- und Distributionsterminal bauen, an dem große LNG-Tanker anlegen können. Für den 13. und 20. Februar kündigt German LNG zwei Informationsveranstaltungen an, bei denen das Unternehmen zusammen mit dem Klimabündnis gegen LNG und Bürgern aus Brunsbüttel und der Region über Fragen zum geplanten LNG-Terminal diskutieren will.

Die schleswig-holsteinische Landesregierung befürwortet den Bau des Terminals in Brunsbüttel. Studien kämen zu dem Schluss, dass Gas im zukünftigen Energiemix unverzichtbar sei, wenn Deutschland seine Klimaziele aus volkswirtschaftlicher Sicht optimiert erreichen wolle.

Vor dem Hintergrund der sinkenden Erdgasförderung in Nord- und Westeuropa könne ein LNG-Terminal dazu beitragen, die Liefersicherheit für Gas in ganz Deutschland zu erhöhen und das Land unabhängiger von einzelnen Gaslieferanten zu machen, heißt es in der Staatskanzlei. Langfristig könne Erdgas dann durch grünes Gas ersetzt werden.

Auch auf Bundesebene gibt es Unterstützung für eine eigene Importinfrastruktur für Flüssigerdgas. Die Bundesregierung werde dafür sorgen, dass es in Deutschland ein LNG-Terminal geben werde, hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Januar versichert. Als weitere Standorte sind Wilhelmshaven und Stade in Niedersachsen im Gespräch.

 
 

Peter Focht
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Freitag, 01.02.2019, 16:01 Uhr

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