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Die Investmentgesellschaft KGAL löst den Infrastrukturfonds „klimaSUBSTANZ“ auf. Das Unternehmen begründet den Schritt mit zu geringem Investoreninteresse.
Der Versuch, das Fondsvolumen in wirtschaftlich ertragreiche Höhe zu bekommen, ist beendet. Die Investmentgesellschaft KGAL hat die Reißleine beim offenen Infrastrukturfonds „klimaSUBSTANZ“ gezogen, nachdem die Kapitalverwaltungsgesellschaft ihr Mandat zum 28. September 2026 gekündigt hat.
Mit der Kündigung werden keine neuen Anteile mehr ausgegeben und keine Anteile mehr zurückgenommen, teilt die Investmentgesellschaft mit Sitz im Münchner Vorort Grünwald mit. Der Fonds hat nach Unternehmensangaben rund 12,5 Millionen Euro eingesammelt. Das Geld steckt zum einen im Windpark Bliestorf nahe Lübeck und zum anderen im Solarpark Eiderstede im Kreis Rendsburg-Eckernförde.
Der Windpark besteht aus zwei Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 9,6 MW und ist seit Juni 2025 in Betrieb. Für den erzeugten Strom besteht eine Mindestvergütung von mehr als 20 Jahren. Der Solarpark verfügt über eine Leistung von 14,2 MW und ist seit Oktober 2024 in Betrieb. Die Stromerlöse sind über einen 20-jährigen Abnahmevertrag mit einem kommunalen Versorgungsbetrieb zu einem Festpreis abgesichert.
Die beiden Anlagen für erneuerbare Energien im Fonds sollen während der Abwicklung weiter betrieben und zu geeigneten Zeitpunkten verkauft werden. Verfügbare Liquidität soll schrittweise an die Anleger ausgezahlt werden, teilt KGAL mit. Ausschlaggebend für die Auflösung sei „die fehlende Aussicht auf ausreichende Neuzeichnungen, um den Fonds langfristig auf eine wirtschaftlich sinnvolle Größe zu entwickeln und das Portfolio weiter zu diversifizieren“, heißt es. Die Nachfrage nach nachhaltigen Anlageprodukten sei seit der Auflage des Fonds im Jahr 2023 zurückgegangen. Zudem seien Festgeld und Anleihen infolge der gestiegenen Zinsen für Anleger wieder attraktiver geworden.
„In dieser Situation halten wir es für verantwortungsvoller, frühzeitig Klarheit zu schaffen, statt den Fonds in der Hoffnung auf eine mögliche Vertriebsbelebung weiterzuführen“, wird KGAL-Anlageberater Michael Kohl zitiert. „Wir wollen geeignete Marktbedingungen nutzen, um bestmögliche Verkaufsergebnisse für alle Anleger zu erzielen“, so Kohl weiter.
KGAL hatte das Finanzprodukt „klimaSUBSTANZ“ im November 2023 als offenes Infrastruktur-Sondervermögen für Privatanleger aufgelegt. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft hatte sich im Verkaufsprospekt ausdrücklich das Recht vorbehalten, die Verwaltung des Fonds zu kündigen. Als einen möglichen Grund nennt sie einen Nettoinventarwert von weniger als 300 Millionen Euro nach vier Jahren. Die Kündigung führt laut Anlagebedingungen zur Einstellung von Ausgabe und Rücknahme und zur Abwicklung des Fonds.
Kapitalverwaltungsgesellschaft ist die Universal Investment mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. (mf)
Montag, 28.09.2026, 17:45 Uhr
Manfred Fischer
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