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Energie & Management > E&M Vor 20 Jahren - Erstes CO2-freie Kohlekraftwerk wohl in NRW mit Braunkohle 
Quelle: Fotolia / Claudia Otte
E&M Vor 20 Jahren

Erstes CO2-freie Kohlekraftwerk wohl in NRW mit Braunkohle 

Vor 20 Jahren träumten die deutschen Kraftwerksbetreiber noch davon, fossile Kraftwerke mit CO2-Abscheidung zu bauen, wie ein E&M-Bericht zeigt. Dazu kam es bis heute nicht.
Das erste CO2-freie Kohlekraftwerk auf deutschem Boden, das die RWE bis zum Jahr 2014 errichten will, wird wahrscheinlich mit nordrhein-westfälischer Braunkohle befeuert werden. Zwar werde die endgültige Entscheidung erst im 2. Halbjahr 2007 fallen, aber aus Sicht der RWE spräche vieles dafür, sich eher für Braunkohle als für Steinkohle zu entscheiden, sagte der Leiter Energiewirtschaft bei der RWE Power, Dr. Hans-Wilhelm Schiffer, in Berlin.

„Wir verfügen bereits über großes Know-How bei der Braunkohlevergasung, Braunkohle ist bei uns verfügbar und preisgünstig, da sind die Transportkosten für die CO2-Verbringung aus NRW Richtung Norddeutschland nicht so entscheidend.“ RWE will rund 1 Mrd. Euro in das CO2-freie Kraftwerk investieren, 800 Mio. Euro veranschlagt Schiffer für die Anlage, etwa 200 Mio. für den CO2-Transport.

Das Kohlendioxid soll vor der Verbrennung der Kohle herausgezogen werden. Als Lagerstätten sind ehemalige Gasreservoire der RWE-DEA vorgesehen. Baubeginn könnte nach Abschluss der Genehmigungsverfahren 2009/2010 sein, die Inbetriebnahme soll 2014 erfolgen.

RWE hatte bereits vor mehreren Jahren mit der Braunkohlevergasung begonnen, diese aber nach der Strommarkt-Liberalisierung wieder aufgegeben.

Sonntag, 6.09.2026, 09:42 Uhr
Angelika Nikionok-Ehrlich
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Erstes CO2-freie Kohlekraftwerk wohl in NRW mit Braunkohle 
Vor 20 Jahren träumten die deutschen Kraftwerksbetreiber noch davon, fossile Kraftwerke mit CO2-Abscheidung zu bauen, wie ein E&M-Bericht zeigt. Dazu kam es bis heute nicht.
Das erste CO2-freie Kohlekraftwerk auf deutschem Boden, das die RWE bis zum Jahr 2014 errichten will, wird wahrscheinlich mit nordrhein-westfälischer Braunkohle befeuert werden. Zwar werde die endgültige Entscheidung erst im 2. Halbjahr 2007 fallen, aber aus Sicht der RWE spräche vieles dafür, sich eher für Braunkohle als für Steinkohle zu entscheiden, sagte der Leiter Energiewirtschaft bei der RWE Power, Dr. Hans-Wilhelm Schiffer, in Berlin.

„Wir verfügen bereits über großes Know-How bei der Braunkohlevergasung, Braunkohle ist bei uns verfügbar und preisgünstig, da sind die Transportkosten für die CO2-Verbringung aus NRW Richtung Norddeutschland nicht so entscheidend.“ RWE will rund 1 Mrd. Euro in das CO2-freie Kraftwerk investieren, 800 Mio. Euro veranschlagt Schiffer für die Anlage, etwa 200 Mio. für den CO2-Transport.

Das Kohlendioxid soll vor der Verbrennung der Kohle herausgezogen werden. Als Lagerstätten sind ehemalige Gasreservoire der RWE-DEA vorgesehen. Baubeginn könnte nach Abschluss der Genehmigungsverfahren 2009/2010 sein, die Inbetriebnahme soll 2014 erfolgen.

RWE hatte bereits vor mehreren Jahren mit der Braunkohlevergasung begonnen, diese aber nach der Strommarkt-Liberalisierung wieder aufgegeben.

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