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Energie & Management > Stromnetz - EnBW baut 400-MW-Speicher in Philippsburg
Die Lithium-Ionen-Batterien im Batteriecontainer. Quelle: EnBW / Alexander Vogel
Stromnetz

EnBW baut 400-MW-Speicher in Philippsburg

Im Energiepark Philippsburg baut die EnBW einen der größten Batteriespeicher Deutschlands. Er soll Strom aus Wind- und Sonnenenergie aufnehmen und bei Bedarf ins Netz abgeben. 
Mit einer Leistung von 400 MW und einer Kapazität von 800 MWh kann der Speicher den täglichen Strombedarf von rund 100.000 Haushalten decken. Die Anlage entsteht neben den beiden Kernkraftwerksblöcken, die zurzeit zurückgebaut werden. Hier hat der Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW auch den Konverter für die Gleichstromtrasse Ultranet errichtet, die ab 2027 über den Korridor A-Nord rund 2.000 MW Windkraftstrom in den Südwesten der Republik liefern soll. Ultranet selbst verbindet Philippsburg und Meerbusch-Osterath in Nordrhein-Westfalen und soll Ende 2026 in Betrieb gehen. 

„Erneuerbare Energien brauchen flexible Partner. Batteriespeicher sorgen zusammen mit wasserstofffähigen Gaskraftwerken für eine sichere und bezahlbare Stromversorgung. Beide Technologien leisten einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit, indem sie die Schwankungen von Wind- und Sonnenenergie ausgleichen“, erklärte Peter Heydecker, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur bei der EnBW. Während Gaskraftwerke in der Lage seien, auch längere Dunkelflauten zu überbrücken, könnten Batteriespeicher bei kürzeren Zeiträumen einspringen.

Philippsburgs Bürgermeister Stefan Martus (CDU) betonte: „Philippsburg gehört seit einem halben Jahrhundert zu den wichtigsten Energiestandorten in Deutschland – und diese starke Position wird durch den Batteriespeicher weiter gestärkt.“

Die Finanzierung des Batteriespeichers kommt ohne Förderung aus und erfolgt über Erlöse aus der Stromvermarktung und den netzdienlichen Leistungen, die dafür sorgen, dass das Stromnetz stabil bleibt.
 
Einer der Testspeicher wird in Philippsburg von einem Autokran abgeladen
Quelle: EnBW / Alexander Vogel

Um zwei verschiedene Speichertypen zu testen, errichtet die EnBW zunächst eine Pilotanlage. Im kommenden Jahr wird sie um weitere Einheiten ergänzt, die dann gemeinsam bis Ende 2027 in Betrieb gehen werden. EnBW betreibt nach eigenen Angaben aktuell 20 Batteriespeicher mit über 100 MWh installierter Kapazität in Deutschland. Zusätzlich werden derzeit Batteriespeicher mit insgesamt 1.800 MWh entwickelt. Jeder neue Solarpark soll standardmäßig mit Batteriespeichern ausgerüstet werden.

Freitag, 26.06.2026, 09:32 Uhr
Günter Drewnitzky
Energie & Management > Stromnetz - EnBW baut 400-MW-Speicher in Philippsburg
Die Lithium-Ionen-Batterien im Batteriecontainer. Quelle: EnBW / Alexander Vogel
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Im Energiepark Philippsburg baut die EnBW einen der größten Batteriespeicher Deutschlands. Er soll Strom aus Wind- und Sonnenenergie aufnehmen und bei Bedarf ins Netz abgeben. 
Mit einer Leistung von 400 MW und einer Kapazität von 800 MWh kann der Speicher den täglichen Strombedarf von rund 100.000 Haushalten decken. Die Anlage entsteht neben den beiden Kernkraftwerksblöcken, die zurzeit zurückgebaut werden. Hier hat der Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW auch den Konverter für die Gleichstromtrasse Ultranet errichtet, die ab 2027 über den Korridor A-Nord rund 2.000 MW Windkraftstrom in den Südwesten der Republik liefern soll. Ultranet selbst verbindet Philippsburg und Meerbusch-Osterath in Nordrhein-Westfalen und soll Ende 2026 in Betrieb gehen. 

„Erneuerbare Energien brauchen flexible Partner. Batteriespeicher sorgen zusammen mit wasserstofffähigen Gaskraftwerken für eine sichere und bezahlbare Stromversorgung. Beide Technologien leisten einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit, indem sie die Schwankungen von Wind- und Sonnenenergie ausgleichen“, erklärte Peter Heydecker, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur bei der EnBW. Während Gaskraftwerke in der Lage seien, auch längere Dunkelflauten zu überbrücken, könnten Batteriespeicher bei kürzeren Zeiträumen einspringen.

Philippsburgs Bürgermeister Stefan Martus (CDU) betonte: „Philippsburg gehört seit einem halben Jahrhundert zu den wichtigsten Energiestandorten in Deutschland – und diese starke Position wird durch den Batteriespeicher weiter gestärkt.“

Die Finanzierung des Batteriespeichers kommt ohne Förderung aus und erfolgt über Erlöse aus der Stromvermarktung und den netzdienlichen Leistungen, die dafür sorgen, dass das Stromnetz stabil bleibt.
 
Einer der Testspeicher wird in Philippsburg von einem Autokran abgeladen
Quelle: EnBW / Alexander Vogel

Um zwei verschiedene Speichertypen zu testen, errichtet die EnBW zunächst eine Pilotanlage. Im kommenden Jahr wird sie um weitere Einheiten ergänzt, die dann gemeinsam bis Ende 2027 in Betrieb gehen werden. EnBW betreibt nach eigenen Angaben aktuell 20 Batteriespeicher mit über 100 MWh installierter Kapazität in Deutschland. Zusätzlich werden derzeit Batteriespeicher mit insgesamt 1.800 MWh entwickelt. Jeder neue Solarpark soll standardmäßig mit Batteriespeichern ausgerüstet werden.

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