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Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Deutschland bei Schnellladern vorn
Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
Elektrofahrzeuge

Deutschland bei Schnellladern vorn

Der Ladereport 2026 von Grid X zeigt ein anhaltendes Wachstum der Elektromobilität in Europa, bei zugleich veränderten Schwerpunkten im Ausbau der Ladeinfrastruktur.
„GridX“, Anbieter von Energiemanagementsystemen und Eon-Tochtergesellschaft, hat seinen „Ladereport 2026“ veröffentlicht, der Daten für das Jahr 2025 aufbereitet hat und sich auf die Staaten der EU sowie die Schweiz, Liechtenstein, Norwegen, Island und das Vereinigte Königreich erstreckt.

Dem Bericht zufolge hat sich das Wachstum bei den Zulassungszahlen batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) zuletzt verlangsamt, bleibt jedoch auf hohem Niveau. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 11,4 Millionen rein elektrische Pkw zugelassen gewesen, ein Zuwachs von rund 2,47 Millionen Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil von BEV an allen Pkw habe 11,3 Prozent erreicht, nach 8,0 Prozent im Jahr 2024.

Parallel dazu habe sich auch das Fahrzeugangebot weiter ausgeweitet. Die Zahl verfügbarer BEV-Modelle sei auf 463 gestiegen, während die durchschnittliche Reichweite leicht auf rund 390 Kilometer zugenommen habe. Der durchschnittliche Einstiegspreis ist dem Bericht zufolge leicht gesunken und habe bei etwa 65.100 Euro gelegen.

Beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur zeigt sich weiterhin ein deutlicher Aufwärtstrend. Die Zahl der Ladepunkte lag 2025 bei rund 1,22 Millionen, was einer Steigerung von 19,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Fünfjahresvergleich hat sich die Zahl nahezu verfünffacht. Gleichzeitig habe sich das Wachstumstempo gegenüber 2024 abgeschwächt. Die Ladepunktdichte habe sich mit 3,9 Ladepunkten pro 1.000 Einwohnern nahezu verdoppelt.

Intelligente Steuerung erfolgsentscheidend

Besonders dynamisch habe sich der Ausbau leistungsstarker Ladeinfrastruktur entwickelt. So sei die Zahl der Gleichstrom-Ladepunkte (DC) deutlich stärker gewachsen als die der Wechselstrom-Ladepunkte (AC). Der Anteil sogenannter Ultra-Fast-Charger mit mindestens 150 kW Leistung sei europaweit auf 11,8 Prozent gestiegen.

Für Deutschland konstatiert der Bericht eine Zunahme der BEV-Neuzulassungen um 18,2 Prozent. Auch der Anteil elektrischer Fahrzeuge am Gesamtbestand habe sich erhöht. Gleichzeitig habe Deutschland im europäischen Vergleich die höchste Zahl an Ultra-Fast-Chargern aufgewiesen – insgesamt 38.138 – und lag damit vor Frankreich (22.858) und dem Vereinigten Königreich (12.246). Während der Anteil dieser Ladepunkte seit 2020 deutlich gestiegen sei, habe der Anteil mittlerer Leistungsklassen kontinuierlich abgenommen.

In absoluten Zahlen sind die Niederlande bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur mit 202.833 Ladepunkten führend. Deutschland folgt auf Platz zwei (200.830 Ladepunkte). Die höchste Ladepunktdichte ist ebenfalls in den Niederlanden mit 11,0 Ladepunkten pro 1.000 Einwohnern zu finden. Die Spitzenposition bei der Verbreitung von Elektrofahrzeugen pro Kopf sowie beim Anteil an den Neuzulassungen hält Norwegen. Die höchste öffentliche Ladeleistung pro Einwohner (57,8 kW) ließ sich für Island feststellen.

„Hin zu intelligenter Vernetzung und Flexibilität“

Eine im Bericht enthaltene Befragung von vier Ladepunktbetreibern (CPO) aus dem Partnernetzwerk von Grid X hat ergeben, dass die Sicherstellung ausreichender Netzkapazitäten als zentrale Herausforderung für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur gesehen wird. Hier setzt die Eon-Tochter mit ihrer Plattform „Xenon“ an. Denn Infrastrukturbetreiber sehen gerade in der Flexibilisierung des Betriebs einen wesentlichen Ansatz, um erfolgreich die netzseitigen Herausforderungen des Lademanagements zu meistern. Entsprechend erwarten sie der Befragung zufolge auch, dass sich Flexibilität bis 2030 zum elementaren Geschäftstreiber entwickeln wird, insbesondere im Hinblick auf Kostenoptimierung und zusätzliche Erlösquellen.

Zugleich hätten alle befragten Betreiber geplant, ihre Ladeinfrastruktur künftig mit Batteriespeichern zu ergänzen. Diese könnten kurzfristig Netzanschlusskosten reduzieren und langfristig neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

„Ohne eine entsprechende Steuerung der wachsenden Ladeinfrastruktur entstünden neue Herausforderungen, sagt Anne Bicking. „Wir bewegen uns daher weg vom reinen Ausbau der Infrastruktur hin zu intelligenter Vernetzung und Flexibilität. Was die Akteure der Energie- und Mobilitätswende heute voneinander unterscheidet, ist nicht die Größe einer Ladestation, sondern die Frage, wie intelligent sie gesteuert und monetarisiert wird“, so die CEO von Grid X.

Grid X selbst gibt an, 2025 europaweit mehr als 1.100 Energiemanagementsysteme im Einsatz zu gehabt zu haben, die rund 12.800 öffentliche Ladepunkte steuerten.

Der Ladereport 2026 steht im Internet zur Verfügung.

Dienstag, 21.04.2026, 16:52 Uhr
Fritz Wilhelm
Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Deutschland bei Schnellladern vorn
Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
Elektrofahrzeuge
Deutschland bei Schnellladern vorn
Der Ladereport 2026 von Grid X zeigt ein anhaltendes Wachstum der Elektromobilität in Europa, bei zugleich veränderten Schwerpunkten im Ausbau der Ladeinfrastruktur.
„GridX“, Anbieter von Energiemanagementsystemen und Eon-Tochtergesellschaft, hat seinen „Ladereport 2026“ veröffentlicht, der Daten für das Jahr 2025 aufbereitet hat und sich auf die Staaten der EU sowie die Schweiz, Liechtenstein, Norwegen, Island und das Vereinigte Königreich erstreckt.

Dem Bericht zufolge hat sich das Wachstum bei den Zulassungszahlen batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) zuletzt verlangsamt, bleibt jedoch auf hohem Niveau. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 11,4 Millionen rein elektrische Pkw zugelassen gewesen, ein Zuwachs von rund 2,47 Millionen Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil von BEV an allen Pkw habe 11,3 Prozent erreicht, nach 8,0 Prozent im Jahr 2024.

Parallel dazu habe sich auch das Fahrzeugangebot weiter ausgeweitet. Die Zahl verfügbarer BEV-Modelle sei auf 463 gestiegen, während die durchschnittliche Reichweite leicht auf rund 390 Kilometer zugenommen habe. Der durchschnittliche Einstiegspreis ist dem Bericht zufolge leicht gesunken und habe bei etwa 65.100 Euro gelegen.

Beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur zeigt sich weiterhin ein deutlicher Aufwärtstrend. Die Zahl der Ladepunkte lag 2025 bei rund 1,22 Millionen, was einer Steigerung von 19,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Fünfjahresvergleich hat sich die Zahl nahezu verfünffacht. Gleichzeitig habe sich das Wachstumstempo gegenüber 2024 abgeschwächt. Die Ladepunktdichte habe sich mit 3,9 Ladepunkten pro 1.000 Einwohnern nahezu verdoppelt.

Intelligente Steuerung erfolgsentscheidend

Besonders dynamisch habe sich der Ausbau leistungsstarker Ladeinfrastruktur entwickelt. So sei die Zahl der Gleichstrom-Ladepunkte (DC) deutlich stärker gewachsen als die der Wechselstrom-Ladepunkte (AC). Der Anteil sogenannter Ultra-Fast-Charger mit mindestens 150 kW Leistung sei europaweit auf 11,8 Prozent gestiegen.

Für Deutschland konstatiert der Bericht eine Zunahme der BEV-Neuzulassungen um 18,2 Prozent. Auch der Anteil elektrischer Fahrzeuge am Gesamtbestand habe sich erhöht. Gleichzeitig habe Deutschland im europäischen Vergleich die höchste Zahl an Ultra-Fast-Chargern aufgewiesen – insgesamt 38.138 – und lag damit vor Frankreich (22.858) und dem Vereinigten Königreich (12.246). Während der Anteil dieser Ladepunkte seit 2020 deutlich gestiegen sei, habe der Anteil mittlerer Leistungsklassen kontinuierlich abgenommen.

In absoluten Zahlen sind die Niederlande bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur mit 202.833 Ladepunkten führend. Deutschland folgt auf Platz zwei (200.830 Ladepunkte). Die höchste Ladepunktdichte ist ebenfalls in den Niederlanden mit 11,0 Ladepunkten pro 1.000 Einwohnern zu finden. Die Spitzenposition bei der Verbreitung von Elektrofahrzeugen pro Kopf sowie beim Anteil an den Neuzulassungen hält Norwegen. Die höchste öffentliche Ladeleistung pro Einwohner (57,8 kW) ließ sich für Island feststellen.

„Hin zu intelligenter Vernetzung und Flexibilität“

Eine im Bericht enthaltene Befragung von vier Ladepunktbetreibern (CPO) aus dem Partnernetzwerk von Grid X hat ergeben, dass die Sicherstellung ausreichender Netzkapazitäten als zentrale Herausforderung für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur gesehen wird. Hier setzt die Eon-Tochter mit ihrer Plattform „Xenon“ an. Denn Infrastrukturbetreiber sehen gerade in der Flexibilisierung des Betriebs einen wesentlichen Ansatz, um erfolgreich die netzseitigen Herausforderungen des Lademanagements zu meistern. Entsprechend erwarten sie der Befragung zufolge auch, dass sich Flexibilität bis 2030 zum elementaren Geschäftstreiber entwickeln wird, insbesondere im Hinblick auf Kostenoptimierung und zusätzliche Erlösquellen.

Zugleich hätten alle befragten Betreiber geplant, ihre Ladeinfrastruktur künftig mit Batteriespeichern zu ergänzen. Diese könnten kurzfristig Netzanschlusskosten reduzieren und langfristig neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

„Ohne eine entsprechende Steuerung der wachsenden Ladeinfrastruktur entstünden neue Herausforderungen, sagt Anne Bicking. „Wir bewegen uns daher weg vom reinen Ausbau der Infrastruktur hin zu intelligenter Vernetzung und Flexibilität. Was die Akteure der Energie- und Mobilitätswende heute voneinander unterscheidet, ist nicht die Größe einer Ladestation, sondern die Frage, wie intelligent sie gesteuert und monetarisiert wird“, so die CEO von Grid X.

Grid X selbst gibt an, 2025 europaweit mehr als 1.100 Energiemanagementsysteme im Einsatz zu gehabt zu haben, die rund 12.800 öffentliche Ladepunkte steuerten.

Der Ladereport 2026 steht im Internet zur Verfügung.

Dienstag, 21.04.2026, 16:52 Uhr
Fritz Wilhelm

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