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Energie & Management > E&M Vor 20 Jahren - Bundesnetzagentur kürzt weiter Entgelte 
Quelle: Bundesnetzagentur
E&M Vor 20 Jahren

Bundesnetzagentur kürzt weiter Entgelte 

Im Jahr 2006 gab es noch eine kostenorientierte Entgeltregulierung, wie diese E&M-Meldung vom September 2006 zeigt. Die Anreizregulierung wurde erst 2009 eingeführt. 
Die Bundesnetzagentur hat im September 2006 weiteren vier Verteilnetzbetreibern erheblich niedrigere Stromnetzentgelte genehmigt, als sie beantragt hatten. Doch nicht alle vier wollen deshalb die Strompreise senken.
 
Rückwirkend zum 1. September 2006 seien der EnBW Regional AG, Stuttgart, Entgelte genehmigt worden, die auf einer Kostenkürzung von gut 14 % beruhen und in Einzelfällen zu einer Absenkung der Nettoentgelte für die Netznutzung von 18 % führen, teilte die Behörde mit. Auch die von der NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen der Frankfurter Mainova AG und der Stadtwerke Hanau vorgelegten Kostenansätze für die Stromnetzentgelte in den beiden Städten wurden um 14 % nach unten korrigiert. Die Netznutzungsentgelte reduzieren sich dadurch für einen durchschnittlichen Haushaltskunden um rund 20 %.

Auch die Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH (früher Bewag) und die Vattenfall Europe Distribution Hamburg GmbH (früher HEW) müssen sich mit Kürzungen ihrer Kostenansätze um 15 % und daraus resultierenden Abschlägen auf die beantragten Netzentgelte eines durchschnittlichen Haushaltskunden (Jahresverbrauch von 3 500 kWh) von knapp 16 % in Berlin und fast 25 % in Hamburg abfinden.

Die Unternehmen haben vertriebsbezogen unterschiedlich reagiert: Vattenfall kündigte unverzüglich an, ab 18. September die Strompreise für Privat- und Gewerbekunden um durchschnittlich 4,9 % in Berlin beziehungsweise 7,8 % in Hamburg zu senken.

EnBW Regional will rechtliche Schritte gegen den Bescheid prüfen und erst dann über weitere Schritte entscheiden. Die Stadtwerke Hanau teilten mit, der Bescheid der Bundesnetzagentur werde voraussichtlich nicht zu einer Senkung des Strompreises im laufenden Jahr führen. Begründung: Die Strompreise der Stadtwerke Hanau seien seit 1. Februar 2005 konstant geblieben, obwohl die Bezugspreise zum 1. Januar 2006 deutlich gestiegen seien. Diese Erhöhung sei nicht an die Kunden weitergegeben worden, da man in Hanau die jetzt eingetretene Absenkung der Netznutzungsentgelte erwartet hatte.

Ein Sprecher der Frankfurter Mainova erklärte zwar, dass das Unternehmen „die abgesenkten Netzentgelte zu 100 % in die Kalkulation der Endkundenpreise einfließen lassen“ werde, gab aber auch zu erkennen, dass Mainova wenig Spielraum für Senkungen sehe, nachdem das hessische Wirtschaftsministerium Ende letzten Jahres die beantragten Preiserhöhungen für 2006 abgelehnt hatte.

Sonntag, 13.09.2026, 15:55 Uhr
Peter Focht
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Im Jahr 2006 gab es noch eine kostenorientierte Entgeltregulierung, wie diese E&M-Meldung vom September 2006 zeigt. Die Anreizregulierung wurde erst 2009 eingeführt. 
Die Bundesnetzagentur hat im September 2006 weiteren vier Verteilnetzbetreibern erheblich niedrigere Stromnetzentgelte genehmigt, als sie beantragt hatten. Doch nicht alle vier wollen deshalb die Strompreise senken.
 
Rückwirkend zum 1. September 2006 seien der EnBW Regional AG, Stuttgart, Entgelte genehmigt worden, die auf einer Kostenkürzung von gut 14 % beruhen und in Einzelfällen zu einer Absenkung der Nettoentgelte für die Netznutzung von 18 % führen, teilte die Behörde mit. Auch die von der NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen der Frankfurter Mainova AG und der Stadtwerke Hanau vorgelegten Kostenansätze für die Stromnetzentgelte in den beiden Städten wurden um 14 % nach unten korrigiert. Die Netznutzungsentgelte reduzieren sich dadurch für einen durchschnittlichen Haushaltskunden um rund 20 %.

Auch die Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH (früher Bewag) und die Vattenfall Europe Distribution Hamburg GmbH (früher HEW) müssen sich mit Kürzungen ihrer Kostenansätze um 15 % und daraus resultierenden Abschlägen auf die beantragten Netzentgelte eines durchschnittlichen Haushaltskunden (Jahresverbrauch von 3 500 kWh) von knapp 16 % in Berlin und fast 25 % in Hamburg abfinden.

Die Unternehmen haben vertriebsbezogen unterschiedlich reagiert: Vattenfall kündigte unverzüglich an, ab 18. September die Strompreise für Privat- und Gewerbekunden um durchschnittlich 4,9 % in Berlin beziehungsweise 7,8 % in Hamburg zu senken.

EnBW Regional will rechtliche Schritte gegen den Bescheid prüfen und erst dann über weitere Schritte entscheiden. Die Stadtwerke Hanau teilten mit, der Bescheid der Bundesnetzagentur werde voraussichtlich nicht zu einer Senkung des Strompreises im laufenden Jahr führen. Begründung: Die Strompreise der Stadtwerke Hanau seien seit 1. Februar 2005 konstant geblieben, obwohl die Bezugspreise zum 1. Januar 2006 deutlich gestiegen seien. Diese Erhöhung sei nicht an die Kunden weitergegeben worden, da man in Hanau die jetzt eingetretene Absenkung der Netznutzungsentgelte erwartet hatte.

Ein Sprecher der Frankfurter Mainova erklärte zwar, dass das Unternehmen „die abgesenkten Netzentgelte zu 100 % in die Kalkulation der Endkundenpreise einfließen lassen“ werde, gab aber auch zu erkennen, dass Mainova wenig Spielraum für Senkungen sehe, nachdem das hessische Wirtschaftsministerium Ende letzten Jahres die beantragten Preiserhöhungen für 2006 abgelehnt hatte.

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Peter Focht

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