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Enerige & Management > Kohle - Braunkohle war 2018 auf dem Rückzug
Bild: Fotolia.com, TwilightArtPictures
KOHLE:
Braunkohle war 2018 auf dem Rückzug
Im vergangenen Jahr ist die Braunkohleförderung in Deutschland um rund 3 % zurückgegangen. 
 
 
In den drei Abbaugebieten im Rheinland, in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier wurden 2018 rund 166 Mio. Tonnen Braunkohle gefördert, teilte der Deutsche Braunkohlen-Industrie-Verein (Debriv) mit. Durch den dreiprozentigen Rückgang bei Förderung und Verwendung seien etwa 5 Mio. t CO2 eingespart worden.

Wesentlichen Anteil daran hatte die Überführung weiterer Kraftwerksblöcke in die Sicherheitsbereitschaft. Zum 1. Oktober seien zwei Blöcke des Kraftwerks Niederaußem im Rheinland sowie ein Block des Kraftwerks Jänschwalde in der Lausitz vom Netz gegangen. Durch die Überführung von insgesamt 2 730 MW Nettoleistung in die Sicherheitsbereitschaft werde der Braunkohleeinsatz an der Stromerzeugung in Deutschland bis 2020 insgesamt um etwa 13 % zurückgehen. Laut dem Fraunhofer-Institut ISE hatte Braunkohle 2018 einen Anteil von rund 24 % an der Nettostromerzeugung in Deutschland.

„Die klimapolitisch gewünschte Minderung des CO2-Ausstoßes wird allerdings von energiewirtschaftlichen Risiken und Nachteilen begleitet, die im abgelaufenen Jahr besonders deutlich zutage traten,“ erklärte der Debriv-Hauptgeschäftsführer Thorsten Diercks. In der Hitzeperiode des Sommers 2018 sei die Energieerzeugung aus Wind und Photovoltaik deutlich eingeschränkt gewesen. 

Auch Kraftwerke, die ihr Kühlwasser aus Oberflächengewässern entnehmen, mussten ihre Kapazität herunterfahren und das Niedrigwasser erschwerte die Brennstoffversorgung verschiedener Anlagen. Da Braunkohlenkraftwerke standortnah mit Brennstoff versorgt und mit Sümpfungswasser aus den Tagebauen gekühlt werden, war ihr Betrieb zu keinem Zeitpunkt gefährdet oder eingeschränkt, betonte der Debriv.
 

Peter Koller
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Freitag, 11.01.2019, 10:26 Uhr

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