Quelle: Jonas Rosenberger
Bundesweit hat die Bundesnetzagentur zum 1. Juli mehr als 209.000 Ladepunkte verzeichnet. Die Zahl der Schnellladepunkte und die verfügbare Ladeleistung sind weiter gestiegen.
Die öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland ist im zweiten Quartal 2026 weiter gewachsen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur waren zum 1.
Juli bundesweit 209.605 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Betrieb. Das entspricht einem Zuwachs von 6.097 Ladepunkten verglichen dem Stichtag 1.
April. Davon entfielen 155.264 auf Normalladepunkte und 54.341 auf Schnellladepunkte.
An den öffentlichen Ladepunkten steht derzeit eine Ladeleistung von insgesamt 9.040
MW zur Verfügung. Die Daten stammen aus dem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur, in dem Betreiber ihre öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur melden müssen. Die Statistik unterscheidet zwischen Ladeeinrichtungen und Ladepunkten. Eine Ladeeinrichtung ist eine Ladesäule, die über mehrere Ladepunkte verfügen kann. An einem Ladepunkt kann gleichzeitig nur ein Fahrzeug geladen werden.
Der Bestand an Normalladepunkten erhöhte sich innerhalb des zweiten Quartals um 3.819 auf 155.264. Die Zahl der Schnellladepunkte nahm um 2.278 auf 54.341 zu. Damit entfielen rund 37
Prozent des Zuwachses auf Normalladepunkte und rund 63
Prozent auf Schnellladepunkte. Seit Jahresbeginn ist die öffentliche Ladeinfrastruktur um 11.877 Ladepunkte gewachsen. Die Zahl der Normalladepunkte stieg seit dem 1.
Januar um 7.437, die der Schnellladepunkte um 4.440.
Die meisten Ladepunkte sind in Nordrhein-Westfalen installiert. Dort stehen insgesamt 41.309 Ladepunkte zur Verfügung, gefolgt von Bayern mit 39.970 und Baden-Württemberg mit 35.346 Ladepunkten.
EnBW mit den meisten Ladepunkten Die fünf größten Anbeiter sind nach den Zahlen der Bundesnetzagentur EnBW Mobility, Eon Drive, Tesla, EWE Go sowie die BP Europe.
Nach Angaben der Bundesnetzagentur soll das Ladesäulenregister der Öffentlichkeit valide Daten zur öffentlichen Ladeinfrastruktur bereitstellen. Behörden, Forschungseinrichtungen und weitere Akteure nutzen die Daten unter anderem, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu beobachten und Planungen zu unterstützen.
Grundlage des Registers sind die Meldungen der Betreiber öffentlich zugänglicher Ladepunkte. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die angezeigten Standorte und überprüft anhand der Meldungen die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen der Ladesäulenverordnung.
Parallel wächst der Bestand an Elektroautos. Im Jahr 2025 wurden mehr als 545.000 batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Das entsprach 19,1
Prozent aller Neuzulassungen. Zum 1.
Januar 2026 waren damit erstmals mehr als zwei Millionen Elektroautos in Deutschland zugelassen (wir berichteten). Im ersten Halbjahr 2026 entfielen 24,8
Prozent beziehungsweise rund 368.000 der Pkw-Neuzulassungen auf Elektrofahrzeuge.
(hr)
Anzahl der Ladepunkte in Deutschland
(Stand: 1. Juli 2026)| | 1.1.2024 | 1.1.2025 | 1.1.2026 | 1.4.2026 | 1.7.2026 |
| Normalladepunkte | 106.126 | 129.048 | 147.827 | 151.445 | 155.264 |
| Schnellladepunkte | 24.810 | 36.650 | 49.901 | 52.063 | 45.341 |
| Gesamtzahl bundesweit | 130.936 | 165.698 | 197.728 | 203.508 | 209.605 |
Quelle: Bundesnetzagentur
Mittwoch, 5.08.2026, 11:33 Uhr
© 2026 Energie & Management GmbH