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Energie & Management > Stadtwerke - Weiterer Partner für die Bramstedter Stadtwerke möglich
Quelle: Jonas Rosenberger
Stadtwerke

Weiterer Partner für die Bramstedter Stadtwerke möglich

Die wirtschaftlich guten Zeiten bei den Stadtwerken Bad Bramstedt sind vorerst vorbei. Um die Lage zu verbessern, denken die Holsteiner nun auch an einen dritten Gesellschafter.
Die Stadtwerke Bad Bramstedt stellen die Weichen für einen Umbau des Versorgers. Die Gedankenspiele reichen hin bis zur Akquise eines neuen strategischen Gesellschafters, es wäre der dritte im Bunde beim Unternehmen aus dem Süden Schleswig-Holsteins.

Grund für die Überlegungen sind anhaltend schlechte Jahresbilanzen. Das Geschäftsmodell des Energie- und Wasserversorgers leidet seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine. Mit dem Einstieg eines weiteren Partners, so eine Hoffnung, könnten die Stadtwerke auch bessere Konditionen bei der Strom- und Gasbeschaffung erwirken.

Wie die Kommune, mit 64 Prozent Mehrheitsgesellschafter der Stadtwerke, in einer Mitteilung erklärt, sei der Weg für „Kooperationsmodelle“ nun frei. Der Hauptausschuss der Kommune habe am 27. Januar in nicht-öffentlicher Sitzung einem entsprechenden Antrag zugestimmt, der noch die Stadtverordnetenversammlung am 17. Februar passieren muss.

Auch der Mitgesellschafter Service Plus, eine Hansewerk-Tochter aus dem Eon-Konzern, trage diese Idee mit. Ziel sei es, einen „verantwortungsvollen Partner“ zu finden, der über wirtschaftliche Stärke, Branchen-Know-how und eine sichere Position im Energiesektor verfüge. Die Zusammenarbeit solle sich gleichermaßen gesellschaftsrechtlich als auch operativ niederschlagen, also in gemeinsamen Vorhaben.

2023 hatten die Stadtwerke erstmals ein Minus von 1,15 Millionen Euro eingefahren – es sind aktuell die letzten testierten Zahlen. Auch im Folgejahr sollen es mehr als eine halbe Million Euro Verlust sein, wollen örtliche Medien in Erfahrung gebracht haben.

Die Kommune verweist darauf, in der Vergangenheit mit Gesellschafterdarlehen und Verlustausgleichen Verantwortung übernommen zu haben. Die Stadtwerke müssten allerdings „langfristig verlässlich und erfolgreich am Energiemarkt bestehen können“, so Bürgermeister Felix Carl (parteilos) in der Mitteilung.

Die finanzielle Situation, so heißt es unwidersprochen in Bad Bramstedt, sei auch der Grund für ein überraschend kurzes Engagement des vormaligen Geschäftsführers Mathias Eik gewesen. Er hatte nach nicht einmal einem Jahr im Moorheilbad bereits wieder das Handtuch geworfen. Seither ist Natalie Heinrichs als Geschäftsführerin im Amt.

Aus ihren Gewinnen subventionierten die Stadtwerke früher üblicherweise auch das chronisch defizitäre Freibad im Ort. Diese Last obliegt nun der Kommune, die das Bad erhalten möchte, auch um der Beschäftigten willen. Allerdings sei dies im Lichte der laufenden Gesellschaftersuche und der wirtschaftlich angespannten Lage „ergebnisoffen“.

Dienstag, 3.02.2026, 17:05 Uhr
Volker Stephan
Energie & Management > Stadtwerke - Weiterer Partner für die Bramstedter Stadtwerke möglich
Quelle: Jonas Rosenberger
Stadtwerke
Weiterer Partner für die Bramstedter Stadtwerke möglich
Die wirtschaftlich guten Zeiten bei den Stadtwerken Bad Bramstedt sind vorerst vorbei. Um die Lage zu verbessern, denken die Holsteiner nun auch an einen dritten Gesellschafter.
Die Stadtwerke Bad Bramstedt stellen die Weichen für einen Umbau des Versorgers. Die Gedankenspiele reichen hin bis zur Akquise eines neuen strategischen Gesellschafters, es wäre der dritte im Bunde beim Unternehmen aus dem Süden Schleswig-Holsteins.

Grund für die Überlegungen sind anhaltend schlechte Jahresbilanzen. Das Geschäftsmodell des Energie- und Wasserversorgers leidet seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine. Mit dem Einstieg eines weiteren Partners, so eine Hoffnung, könnten die Stadtwerke auch bessere Konditionen bei der Strom- und Gasbeschaffung erwirken.

Wie die Kommune, mit 64 Prozent Mehrheitsgesellschafter der Stadtwerke, in einer Mitteilung erklärt, sei der Weg für „Kooperationsmodelle“ nun frei. Der Hauptausschuss der Kommune habe am 27. Januar in nicht-öffentlicher Sitzung einem entsprechenden Antrag zugestimmt, der noch die Stadtverordnetenversammlung am 17. Februar passieren muss.

Auch der Mitgesellschafter Service Plus, eine Hansewerk-Tochter aus dem Eon-Konzern, trage diese Idee mit. Ziel sei es, einen „verantwortungsvollen Partner“ zu finden, der über wirtschaftliche Stärke, Branchen-Know-how und eine sichere Position im Energiesektor verfüge. Die Zusammenarbeit solle sich gleichermaßen gesellschaftsrechtlich als auch operativ niederschlagen, also in gemeinsamen Vorhaben.

2023 hatten die Stadtwerke erstmals ein Minus von 1,15 Millionen Euro eingefahren – es sind aktuell die letzten testierten Zahlen. Auch im Folgejahr sollen es mehr als eine halbe Million Euro Verlust sein, wollen örtliche Medien in Erfahrung gebracht haben.

Die Kommune verweist darauf, in der Vergangenheit mit Gesellschafterdarlehen und Verlustausgleichen Verantwortung übernommen zu haben. Die Stadtwerke müssten allerdings „langfristig verlässlich und erfolgreich am Energiemarkt bestehen können“, so Bürgermeister Felix Carl (parteilos) in der Mitteilung.

Die finanzielle Situation, so heißt es unwidersprochen in Bad Bramstedt, sei auch der Grund für ein überraschend kurzes Engagement des vormaligen Geschäftsführers Mathias Eik gewesen. Er hatte nach nicht einmal einem Jahr im Moorheilbad bereits wieder das Handtuch geworfen. Seither ist Natalie Heinrichs als Geschäftsführerin im Amt.

Aus ihren Gewinnen subventionierten die Stadtwerke früher üblicherweise auch das chronisch defizitäre Freibad im Ort. Diese Last obliegt nun der Kommune, die das Bad erhalten möchte, auch um der Beschäftigten willen. Allerdings sei dies im Lichte der laufenden Gesellschaftersuche und der wirtschaftlich angespannten Lage „ergebnisoffen“.

Dienstag, 3.02.2026, 17:05 Uhr
Volker Stephan

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