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Energie & Management > Wasserstoff - Wasserstoff wird an 15 Tankstellen günstiger
Quelle: Shutterstock / Audio und werbung
Wasserstoff

Wasserstoff wird an 15 Tankstellen günstiger

Der Tankstellenbetreiber H2 Mobility reduziert an 15 deutschen Standorten den Preis für grünen Wasserstoff. Ausschlaggebend sind vor allem die Erlöse aus der THG-Quote.

 

Zum 1. Oktober passt H2 Mobility seine Tarife an weiteren 15 Standorten nach unten an. Nach Angaben des Berliner Tankstellenbetreibers trägt vor allem die Vermarktung von Treibhausgasminderungen dazu bei, dass sich grüner Wasserstoff günstiger anbieten lässt.

Die betroffenen Tankstellen waren ursprünglich vor allem für Brennstoffzellen-Pkw ausgelegt. H2 Mobility hat sie eigenen Angaben nach inzwischen so umgerüstet, dass dort auch Busse und Lkw tanken können. Die Preissenkung betrifft damit nicht nur Pkw-Fahrer, sondern auch Verkehrsunternehmen und Logistikbetriebe mit Wasserstofffahrzeugen.

H2 Mobility betreibt mehr als 90 Wasserstofftankstellen in Deutschland und Österreich. Das Unternehmen bietet darüber hinaus Dienstleistungen rund um Betankungsanlagen und Flottenlösungen an. Bis 2028 will H2 Mobility seine Stationen vollständig mit grünem Wasserstoff versorgen, der die europäischen Anforderungen an erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs erfüllt.

Zweite Senkung innerhalb weniger Monate

Die neue Preisrunde umfasst unter anderem Stationen in München, Bayreuth, Saarbrücken, Sindelfingen sowie an den Flughäfen Köln/Bonn und Stuttgart. Weitere Standorte liegen etwa in Düren, Frechen, Leverkusen, Herten und Wesseling.

Bereits Anfang Juni hatte H2 Mobility an fünf anderen Stationen die Preise um rund zehn Prozent reduziert. Betroffen waren Mannheim, Heidelberg, Frankenthal, Ludwigshafen und Düsseldorf-Höherweg. Dort begründete H2 Mobility die Preissenkung neben den THG-Quotenerlösen auch damit, dass sich an den leistungsstarken Stationen die Betriebskosten auf größere Wasserstoffmengen verteilen.

„Es ist wichtig, dass die Wirkung im Markt ankommt und insbesondere Verkehrsunternehmen und die Logistik von niedrigeren Betriebskosten profitieren“, sagt Martin Jüngel, Geschäftsführer und Finanzchef von H2 Mobility.

THG-Quote schafft zusätzliche Erlöse

Hinter der Preissenkung steht ein regulatorischer Mechanismus aus dem Verkehrssektor. Unternehmen, die fossile Kraftstoffe in Verkehr bringen, müssen ihre Treibhausgasemissionen schrittweise mindern. Emissionsminderungen durch erneuerbare Energieträger können dabei über den THG-Quotenhandel einen wirtschaftlichen Wert erhalten. Für Anbieter von grünem Wasserstoff entstehen dadurch zusätzliche Einnahmen.

H2 Mobility nutzt die Erlöse aus dem THG-Quotenhandel, um einen Teil der wirtschaftlichen Vorteile an die Tankkunden weiterzugeben. Voraussetzung dafür ist, dass der Wasserstoff die EU-Kriterien für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs, sogenannte RFNBO, erfüllt. Dazu muss er per Elektrolyse mit erneuerbarem Strom hergestellt werden.

Die EU verlangt zudem unter anderem, dass hierfür grundsätzlich zusätzliche erneuerbare Stromerzeugung zur Verfügung steht und Stromerzeugung und Elektrolyse zeitlich sowie geografisch aufeinander abgestimmt sind. (ds)

Montag, 28.09.2026, 12:12 Uhr
Davina Spohn
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Wasserstoff wird an 15 Tankstellen günstiger
Der Tankstellenbetreiber H2 Mobility reduziert an 15 deutschen Standorten den Preis für grünen Wasserstoff. Ausschlaggebend sind vor allem die Erlöse aus der THG-Quote.

 

Zum 1. Oktober passt H2 Mobility seine Tarife an weiteren 15 Standorten nach unten an. Nach Angaben des Berliner Tankstellenbetreibers trägt vor allem die Vermarktung von Treibhausgasminderungen dazu bei, dass sich grüner Wasserstoff günstiger anbieten lässt.

Die betroffenen Tankstellen waren ursprünglich vor allem für Brennstoffzellen-Pkw ausgelegt. H2 Mobility hat sie eigenen Angaben nach inzwischen so umgerüstet, dass dort auch Busse und Lkw tanken können. Die Preissenkung betrifft damit nicht nur Pkw-Fahrer, sondern auch Verkehrsunternehmen und Logistikbetriebe mit Wasserstofffahrzeugen.

H2 Mobility betreibt mehr als 90 Wasserstofftankstellen in Deutschland und Österreich. Das Unternehmen bietet darüber hinaus Dienstleistungen rund um Betankungsanlagen und Flottenlösungen an. Bis 2028 will H2 Mobility seine Stationen vollständig mit grünem Wasserstoff versorgen, der die europäischen Anforderungen an erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs erfüllt.

Zweite Senkung innerhalb weniger Monate

Die neue Preisrunde umfasst unter anderem Stationen in München, Bayreuth, Saarbrücken, Sindelfingen sowie an den Flughäfen Köln/Bonn und Stuttgart. Weitere Standorte liegen etwa in Düren, Frechen, Leverkusen, Herten und Wesseling.

Bereits Anfang Juni hatte H2 Mobility an fünf anderen Stationen die Preise um rund zehn Prozent reduziert. Betroffen waren Mannheim, Heidelberg, Frankenthal, Ludwigshafen und Düsseldorf-Höherweg. Dort begründete H2 Mobility die Preissenkung neben den THG-Quotenerlösen auch damit, dass sich an den leistungsstarken Stationen die Betriebskosten auf größere Wasserstoffmengen verteilen.

„Es ist wichtig, dass die Wirkung im Markt ankommt und insbesondere Verkehrsunternehmen und die Logistik von niedrigeren Betriebskosten profitieren“, sagt Martin Jüngel, Geschäftsführer und Finanzchef von H2 Mobility.

THG-Quote schafft zusätzliche Erlöse

Hinter der Preissenkung steht ein regulatorischer Mechanismus aus dem Verkehrssektor. Unternehmen, die fossile Kraftstoffe in Verkehr bringen, müssen ihre Treibhausgasemissionen schrittweise mindern. Emissionsminderungen durch erneuerbare Energieträger können dabei über den THG-Quotenhandel einen wirtschaftlichen Wert erhalten. Für Anbieter von grünem Wasserstoff entstehen dadurch zusätzliche Einnahmen.

H2 Mobility nutzt die Erlöse aus dem THG-Quotenhandel, um einen Teil der wirtschaftlichen Vorteile an die Tankkunden weiterzugeben. Voraussetzung dafür ist, dass der Wasserstoff die EU-Kriterien für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs, sogenannte RFNBO, erfüllt. Dazu muss er per Elektrolyse mit erneuerbarem Strom hergestellt werden.

Die EU verlangt zudem unter anderem, dass hierfür grundsätzlich zusätzliche erneuerbare Stromerzeugung zur Verfügung steht und Stromerzeugung und Elektrolyse zeitlich sowie geografisch aufeinander abgestimmt sind. (ds)

Montag, 28.09.2026, 12:12 Uhr
Davina Spohn

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