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Ein gewichtiger Windkraft-Player in Deutschland meldet einen Rekord für jährliche Inbetriebnahmen. Mittelfristig will die UKA-Gruppe mit dem Dreifachen die 1.000-MW-Marke überschreiten.
So viel Windkraft wie noch nie in einem Kalenderjahr hat die UKA-Gruppe 2025 ans Netz gebracht. 350,2 MW an installierter Leistung durch 55 verwirklichte Anlagen seien Firmenrekord, teilt das Meißener Unternehmen mit. Die Ziele sind gleichwohl größer: 1.000 MW pro Jahr sollen es „mittelfristig“ werden.
Die Gigawatt-Marke an installierter Leistung für den Bereich Onshore zu überschreiten sei realistisch, heißt es weiter. Denn durch Zuschläge in den Jahren 2024 und 2025 seien aktuell Projekte mit mehr als 1.500 MW in Bau. Klar sei laut dem geschäftsführenden Gesellschafter Gernot Gauglitz damit, dass es „auch 2026 und 2027 einen steilen Anstieg bei den Inbetriebnahmen geben wird“.
Die UKA-Gruppe kam allein in der August‑Ausschreibung der Bundesnetzagentur auf Zuschläge für 104 Turbinen mit einer Gesamtleistung von über 700 MW. Entsprechend profitieren auch die Hersteller. Bei Nordex habe die UKA-Gruppe im vergangenen Jahr 132 Windenergieanlagen verbindlich bestellt.
Ab sofort gehen die Meißener von einem intensiveren Wettbewerb auf dem Onshore-Markt aus, weil zum Beispiel die Behörden den „Genehmigungsstau“ aufgelöst hätten und die Ausschreibungsrunden perspektivisch überzeichnet seien. Die UKA-Gruppe wolle darauf nach dem Motto „Kooperation schlägt Konkurrenz“ reagieren.
Das bedeute konkret, Projektrechte zuzukaufen und mit Partnern zusammenzuarbeiten. „Wir öffnen unsere Lieferketten und Bankkontakte, damit gute Projekte schneller ans Netz kommen“, so Gernot Gauglitz. Das Unternehmen plant, errichtet, betreibt und veräußert Wind- und Solarparks sowie Batteriespeicher.
Mittwoch, 14.01.2026, 08:56 Uhr
Volker Stephan
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