Manfred Anderson (links) führt das Überlandwerk Eppler. Quelle: Gemeinde Dotternhausen
Ein kommunaler Stromversorger aus der Mitte Baden-Württembergs verzeichnet nach knapp drei Jahrzehnten eine Veränderung an der Unternehmensspitze.
Das als GmbH geführte Überlandwerk Eppler hat einen neuen Chef. Er heißt Manfred Anderson und ist seit Anfang Juli im Amt. Der Versorger beliefert die Gemeinden Dotternhausen und Dormettingen sowie die Stadt Schömberg im Zollernalb-Kreis mit Strom und ist dort Netzbetreiber.
Ausgeschieden ist zum Monatswechsel der langjährige Geschäftsführer Theo Haug. Er gehörte dem Überlandwerk 41 Jahre lang an und fungierte seit 1997 als dessen Leiter. Sein Nachfolger kommt von den Stadtwerken aus dem etwa 50 Kilometer entfernten Herrenberg (Landkreis Böblingen), wo er laut Mitteilung ebenfalls leitende Funktionen innehatte. Anderson habe sich in einem starken Bewerberfeld durchgesetzt, er bringe Expertise in Energiebeschaffung, Portfoliomanagement und strategischer Unternehmensführung mit.
Für die drei Kommunen als Gesellschafter sprach Dotternhausens Bürgermeisterin Marion Maier (parteilos) dem verabschiedeten Geschäftsführer ihren Dank aus. Er habe das Unternehmen vom klassischen Stromversorger hin zu einem modernen Netzbetreiber und Stromhändler weiterentwickelt. In seine Amtszeit fiel auch der Aufbau regionaler Kooperationsstrukturen wie der TWOS-Gasnetz GmbH.
Für Manfred Anderson gelte es, das Überlandwerk durch die Herausforderungen der Energiewende, Digitalisierung und regulatorischen Anpassung zu führen. Der Versorger befinde sich zum Beispiel im Transformationsprozess hin zu einem digitalisierten und nachhaltigen Netzbetrieb. Der Name Eppler geht auf den früheren Netzbetreiber zurück, die Joh. Eppler KG, Überlandwerk aus Balingen. Der Versorgungsauftrag ging 1994 auf das kommunale Unternehmen über. (vs)
Mittwoch, 8.07.2026, 17:30 Uhr
Volker Stephan
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