Dr. Karin Thelen. Quelle: Stadtwerke München / Stefanie Aumiller
Karin Thelen ist für eine zweite Amtszeit als Präsidentin des Bundesverbands Geothermie wiedergewählt worden. Inga Moeck trat hingegen nicht mehr zur Wahl an.
Karin Thelen ist seit Dezember 2023 Präsidentin des Bundesverbands Geothermie (BVG). Nun wurde sie für eine weitere Amtszeit wiedergewählt, teilte der Verband mit. Sie trat beim BVG die Nachfolge von Helge-Uve Braun an, der das Amt des Präsidenten seit 2021 innehatte.
Thelen ist hauptberuflich seit 2023 Geschäftsführerin Regionale Energiewende der Stadtwerke München. Die gebürtige Münchnerin ist promovierte Biologin und hat berufsbegleitend einen wirtschaftswissenschaftlichen MBA-Abschluss erworben. Sie arbeitet seit elf Jahren bei den SWM, zuletzt mehrere Jahre als Leiterin der Technischen Qualitätssicherung.
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) nahm Karin Thelen zudem im März dieses Jahres in seinen Vorstand auf. Der VKU sieht in ihrer Expertise eine wichtige Ergänzung für die strategische Ausrichtung des Verbandes.
Präsidium des Geothermieverbandes mit drei Mitgliedern
Im Amt beim Bundesverband Geothermie bestätigt wurden außerdem Leonhard Thien als Vizepräsident sowie Christoph Knepel als Vorstandsmitglied. Professorin Inga Moeck kandidierte nicht erneut und schied als Vizepräsidentin aus dem Präsidium aus.
Thien ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IEG tätig und seit 2011 im Präsidium des BVG. Er bringt langjährige Erfahrungen in den Bereichen der Oberflächennahen und Tiefen Geothermie mit. Als Sprecher des Fachausschusses „Oberflächennahe Geothermie“ kennt er insbesondere das breite Themenspektrum der Oberflächennahen Geothermie sehr genau.
Knepel ist Bauingenieur und Mitglied der Geschäftsführung bei der Baugrund Süd Gesellschaft für Geothermie mbH. Er ist Schriftführer und seit zwei Jahren im Verbandspräsidium aktiv.
Mit Blick auf die Zukunft hat sich Thelen vorgenommen, die Geothermie als tragende Säule der Wärmewende fest im Energiesystem zu verankern. „Dazu muss das Geothermiebeschleunigungsgesetz umgesetzt und die Fündigkeitsabsicherung ausgebaut werden. Die installierte geothermische Leistung soll bis 2030 verdoppelt werden. Dafür müssen wir geothermale Wärmelösungen stärken und in die nationale Energieplanung integrieren. Dabei helfen wird uns ein starkes Netzwerk für Innovation, Forschung und Investitionen.“
Montag, 15.12.2025, 10:45 Uhr
Heidi Roider
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