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Energie & Management > Baden-Württemberg - Studie zeigt Finanzierungsmodelle für Wärmenetze auf
Quelle: Pixabay / USA-Reiseblogger
Baden-Württemberg

Studie zeigt Finanzierungsmodelle für Wärmenetze auf

Die baden-württembergische Landesenergieagentur KEA-BW hat eine Studie zur Finanzierung von Wärmenetzen für Kommunen veröffentlicht. Auch die Entwicklung eines Excel-Tools gehört dazu.
Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) hat eine Studie zur Finanzierung von Wärmenetzen veröffenticht, teilte die KEA-BW am 23. März mit. „Wir wollen Städten und Gemeinden eine Entscheidungshilfe an die Hand geben. Sie zeigt, welches Betriebs-, Finanzierungs- und Geschäftsmodell geeignet ist, um vor Ort Wärmenetze aufzubauen und langfristig erfolgreich zu betreiben“, sagt Matthias Neumeier von der KEA-BW.

Darüber hinaus soll ein eigens entwickeltes Excel-Tool helfen, die Wirtschaftlichkeit eines Netzes zu kalkulieren. Die GEF Ingenieur AG, die IBS Ingenieurgesellschaft sowie das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) haben die Untersuchung „Finanzierung von Wärmenetzen“ für die KEA-BW erstellt.

Diese Studie schließt demnach eine Lücke. Die kommunale Wärmeplanung zeigt laut den Studienautoren zwar die Potenziale für Wärmenetze auf. Die KWP könne aber keine belastbaren Aussagen zu Kosten und Umsetzbarkeit individueller Projekte machen. Hier setzt nun nach Auskunft der KEA-BW die Untersuchung an. Sie soll Kommunen und Planer beim Klären der wichtigsten Fragen rund um Planungsphasen und Geschäftsmodelle, Finanzierung und Wirtschaftlichkeit eines Wärmenetzes vor Ort unterstützen.

Wahl des Betreibermodells 

Die Studie geht unter anderem darauf ein, welches Betreibermodell zu welcher Kommune passen könnte. Zu diesem Zweck hat sie zum Beispiel verschiedene Rechts- und Organisationsformen wie den kommunalen Eigenbetrieb sowie Pacht- und Drittinvestorenmodelle wie Contracting gegenübergestellt.

Pacht- und Drittinvestorenmodelle haben den Vorteil, dass die Kommunen die technische Betriebsführung sowie die Geschäftsführung auslagern können. Eine positive Folge ist auch die personelle Entlastung, insbesondere bei kleineren Kommunen. „Drittinvestorenmodelle wie Contracting ermöglichen Kommunen eine finanzielle und personelle Entlastung, indem professionelle Wärmenetzbetreiber die Planung, Entwicklung und auch den Betrieb von Wärmenetzen übernehmen“, erklärt Anders Berg von der KEA-BW. Im kommunalen Eigentumsmodell liege die Steuerung hingegen stärker in den Händen der Kommune.

Die Untersuchung geht auch darauf ein, welche Finanzierungsquellen für Kommunen und andere Wärmenetzbetreiber unter welchen Voraussetzungen in Frage kommen. Dazu gehören Darlehen, Investitionsfonds, Inhaberschuldverschreibungen, die Ausgabe von Genussrechten sowie Bürgschaften des Landes oder des Bundes.

Die Studie zeigt auch auf, dass aufgrund der erheblichen Investitionen etwa im Sozial- und Bildungsbereich die Kommunen zur Finanzierung entsprechender Projekte neben Eigenkapitalquellen und Fördermitteln immer stärker auch weiteres Kapital von externen Geldgebern und Akteuren erschließen müssen.

Die Wirtschaftlichkeit berechnen

Das neu entwickelte Excel-Tool ist Teil der Untersuchung. Es soll Kommunen ermöglichen, die finanzielle Auswirkung eines neuen Wärmenetzes auf ihren Haushalt zu ermitteln. Auch die Einflussfaktoren auf die Wirtschaftlichkeit eines Wärmenetzes, wie eine hohe Anschlussquote oder unterschiedliche Zinssätze, sind ersichtlich. Die Tabellenkalkulation umfasst erklärende und dokumentierende Elemente, hat eine detaillierte Eingabestruktur und führt automatisierte Berechnungen durch. 

Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) ist die zentrale Kompetenzstelle des Landes für Klimaschutz und Energiewende auf kommunaler Ebene.

Die Studie „Finanzierung der Wärmende“ sowie das Tool sind auf der Homepage der KEA-BW abrufbar. Für das Tool werden auch Schulungen angeboten. 

Montag, 23.03.2026, 14:10 Uhr
Heidi Roider
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Studie zeigt Finanzierungsmodelle für Wärmenetze auf
Die baden-württembergische Landesenergieagentur KEA-BW hat eine Studie zur Finanzierung von Wärmenetzen für Kommunen veröffentlicht. Auch die Entwicklung eines Excel-Tools gehört dazu.
Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) hat eine Studie zur Finanzierung von Wärmenetzen veröffenticht, teilte die KEA-BW am 23. März mit. „Wir wollen Städten und Gemeinden eine Entscheidungshilfe an die Hand geben. Sie zeigt, welches Betriebs-, Finanzierungs- und Geschäftsmodell geeignet ist, um vor Ort Wärmenetze aufzubauen und langfristig erfolgreich zu betreiben“, sagt Matthias Neumeier von der KEA-BW.

Darüber hinaus soll ein eigens entwickeltes Excel-Tool helfen, die Wirtschaftlichkeit eines Netzes zu kalkulieren. Die GEF Ingenieur AG, die IBS Ingenieurgesellschaft sowie das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) haben die Untersuchung „Finanzierung von Wärmenetzen“ für die KEA-BW erstellt.

Diese Studie schließt demnach eine Lücke. Die kommunale Wärmeplanung zeigt laut den Studienautoren zwar die Potenziale für Wärmenetze auf. Die KWP könne aber keine belastbaren Aussagen zu Kosten und Umsetzbarkeit individueller Projekte machen. Hier setzt nun nach Auskunft der KEA-BW die Untersuchung an. Sie soll Kommunen und Planer beim Klären der wichtigsten Fragen rund um Planungsphasen und Geschäftsmodelle, Finanzierung und Wirtschaftlichkeit eines Wärmenetzes vor Ort unterstützen.

Wahl des Betreibermodells 

Die Studie geht unter anderem darauf ein, welches Betreibermodell zu welcher Kommune passen könnte. Zu diesem Zweck hat sie zum Beispiel verschiedene Rechts- und Organisationsformen wie den kommunalen Eigenbetrieb sowie Pacht- und Drittinvestorenmodelle wie Contracting gegenübergestellt.

Pacht- und Drittinvestorenmodelle haben den Vorteil, dass die Kommunen die technische Betriebsführung sowie die Geschäftsführung auslagern können. Eine positive Folge ist auch die personelle Entlastung, insbesondere bei kleineren Kommunen. „Drittinvestorenmodelle wie Contracting ermöglichen Kommunen eine finanzielle und personelle Entlastung, indem professionelle Wärmenetzbetreiber die Planung, Entwicklung und auch den Betrieb von Wärmenetzen übernehmen“, erklärt Anders Berg von der KEA-BW. Im kommunalen Eigentumsmodell liege die Steuerung hingegen stärker in den Händen der Kommune.

Die Untersuchung geht auch darauf ein, welche Finanzierungsquellen für Kommunen und andere Wärmenetzbetreiber unter welchen Voraussetzungen in Frage kommen. Dazu gehören Darlehen, Investitionsfonds, Inhaberschuldverschreibungen, die Ausgabe von Genussrechten sowie Bürgschaften des Landes oder des Bundes.

Die Studie zeigt auch auf, dass aufgrund der erheblichen Investitionen etwa im Sozial- und Bildungsbereich die Kommunen zur Finanzierung entsprechender Projekte neben Eigenkapitalquellen und Fördermitteln immer stärker auch weiteres Kapital von externen Geldgebern und Akteuren erschließen müssen.

Die Wirtschaftlichkeit berechnen

Das neu entwickelte Excel-Tool ist Teil der Untersuchung. Es soll Kommunen ermöglichen, die finanzielle Auswirkung eines neuen Wärmenetzes auf ihren Haushalt zu ermitteln. Auch die Einflussfaktoren auf die Wirtschaftlichkeit eines Wärmenetzes, wie eine hohe Anschlussquote oder unterschiedliche Zinssätze, sind ersichtlich. Die Tabellenkalkulation umfasst erklärende und dokumentierende Elemente, hat eine detaillierte Eingabestruktur und führt automatisierte Berechnungen durch. 

Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) ist die zentrale Kompetenzstelle des Landes für Klimaschutz und Energiewende auf kommunaler Ebene.

Die Studie „Finanzierung der Wärmende“ sowie das Tool sind auf der Homepage der KEA-BW abrufbar. Für das Tool werden auch Schulungen angeboten. 

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Heidi Roider

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