Die Vorstände der Stadtwerke und die Geschäftsführer von Iqony haben die Partnerschaft besiegelt. Quelle: Stadtwerke Essen
Stadtwerke Essen und Iqony Fernwärme wollen ihre Zusammenarbeit beim Umbau der Wärmeversorgung in Essen ausbauen.
Die Stadtwerke Essen und die Iqony Fernwärme GmbH haben eine Partnerschaftsvereinbarung zur Weiterentwicklung der Wärmeversorgung in Essen unterzeichnet. Hintergrund ist die kommunale Wärmeplanung der Stadt, auf deren Grundlage beide Unternehmen gemeinsam Lösungen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung entwickeln wollen.
Die nun vereinbarte Kooperation soll vor allem die technische Weiterentwicklung der Wärmeinfrastruktur vorbereiten. Geprüft werden soll unter anderem, wie Niedertemperatur-Wärmenetze mit bestehenden Hochtemperatur-Fernwärmesystemen verbunden werden können und inwieweit sich Wärmeerzeugungsanlagen künftig gemeinsam nutzen lassen.
Nach Angaben der beteiligten Unternehmen soll die Kooperation dazu beitragen, den Umbau der Wärmeversorgung technisch zuverlässig, ökologisch nachhaltig und sozialverträglich umzusetzen. Dabei gehe es insbesondere darum, vorhandene Infrastruktur und Kompetenzen zu bündeln sowie unterschiedliche Versorgungsoptionen zu prüfen.
Überwiegend aus KWK-Anlagen
Beide Unternehmen verfügen über eigene Netzinfrastrukturen in der Region. Iqony Fernwärme versorgt nach eigenen Angaben seit Jahrzehnten Städte wie Essen, Bottrop und Gelsenkirchen mit Fernwärme. Die Stadtwerke Essen betreiben unter anderem Gas- und Wassernetze sowie kleinere Wärmenetze in der Stadt. In mehreren Quartieren prüfen sie zudem den Aufbau sogenannter Niedertemperatur-Wärmenetze unter dem Namen „StadtWärme“. Diese könnten etwa über Großwärmepumpen gespeist werden, die Gruben- oder Flusswasser, Umweltwärme oder industrielle Abwärme nutzen.
Bereits heute arbeiten die Stadtwerke und Iqony in einem gemeinsamen Unternehmen zusammen, das Haushalte, Gewerbekunden und Immobilienunternehmen in Teilen Essens mit Fernwärme versorgt. Die Wärme stammt nach Unternehmensangaben überwiegend aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. An dem Joint Venture sind beide Partner jeweils zur Hälfte beteiligt.
Freitag, 6.03.2026, 17:51 Uhr
Fritz Wilhelm
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