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Die Bundesnetzagentur hat in der Juni-Ausschreibung 209 MW für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden bezuschlagt. Trotz höherer Gebotsmenge blieb die Runde unterzeichnet.
Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der Ausschreibung für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden zum 1. Juni 2026 veröffentlicht. Die Behörde vergab Zuschläge für 108 Gebote mit einem Volumen von insgesamt 209 MW. Von der ausgeschriebenen Menge blieben damit 87 MW unbezuschlagt.
Die Unternehmen hatten 125 Gebote über zusammen 238 MW eingereicht. Das waren 61 MW mehr als in der Vorrunde vom Februar dieses Jahres, in der die Gebotsmenge 177 MW erreicht hatte. Rechnerisch stieg das eingereichte Volumen damit um gut 34 Prozent. Die Gebotsmenge entsprach dennoch nur rund 80 Prozent des ausgeschriebenen Volumens. Gegenüber der Zielmenge fehlten 58 MW.
In der Ausschreibungsrunde zum 1. Juni schloss die Bundesnetzagentur 17 Gebote vom Zuschlagsverfahren aus. Das entsprach knapp 14 Prozent aller eingereichten Gebote und betraf rechnerisch ein Volumen von 29 MW. Sämtliche 108 zugelassenen Gebote erhielten einen Zuschlag. Das bezuschlagte Volumen deckte damit knapp 71 Prozent der ausgeschriebenen Menge ab.
Zuschlagswert steigt leicht
Die Zuschlagswerte reichen von 8,40 bis 10 Cent/kWh. Der mengengewichtete Durchschnitt liegt bei 9,72 Cent/kWh und damit 0,16 Cent/kWh über dem Wert der Vorrunde. Im Februar hatte die Bundesnetzagentur im Mittel 9,56 Cent/kWh ermittelt. Das entspricht einem Anstieg um rund 1,7 Prozent. Laut der Behörde liegt der Durchschnitt nur knapp unter dem Höchstwert.
Das größte Zuschlagsvolumen entfällt auf Nordrhein-Westfalen. Dort erhielten 21 Gebote mit zusammen 49 MW einen Zuschlag. Es folgen Niedersachsen mit 36 MW und 19 Zuschlägen sowie Baden-Württemberg mit 22 MW und 13 Zuschlägen.
Für Standorte in Bayern vergab die Bundesnetzagentur elf Zuschläge mit einem Gesamtvolumen von 21 MW. In Hessen waren zehn Gebote über zusammen 20 MW erfolgreich. Auf die fünf genannten Bundesländer entfallen insgesamt 148 MW und 74 der 108 erfolgreichen Gebote. Das entspricht rund 71 Prozent des gesamten Zuschlagsvolumens.
Die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden ist für den 1. Oktober dieses Jahres vorgesehen. (ds)
Donnerstag, 16.07.2026, 15:46 Uhr
Davina Spohn
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