E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Wasserstoff - Polen gründet EU-zertifizierten Wasserstoffnetzbetreiber
Quelle: Shutterstock / petrmalinak
Wasserstoff

Polen gründet EU-zertifizierten Wasserstoffnetzbetreiber

Polen hat von der EU grünes Licht für die Gründung des ersten Wasserstoffnetzbetreibers der EU erhalten.
Dies berichten die „Notes from Poland“ unter Berufung auf Mitteilungen von Gaz-System, dem staatlichen Netzbetreiber. Gaz-System wurde entsprechend von der EU-Kommission zertifiziert.

Der polnische Energieminister Milosz Motyka bezeichnete die Entscheidung als Durchbruch für den polnischen Energiemarkt und erklärte, sie biete „ein konkretes Instrument, das dazu beitragen wird, Investitionen in diesem Bereich zu beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit der polnischen Wirtschaft zu stärken“. Sein Ministerium hob hervor, dass Gaz-System das erste Unternehmen in Europa sei, das das Zertifizierungsverfahren durchlaufen habe, wodurch Polen „an die Spitze des Wandels“ und „zu einem der führenden Akteure der Energiewende in Europa“ werde.

Polen zählt im Verhältnis zu seiner Größe weiterhin zu den emissionsintensivsten Volkswirtschaften der EU. Das Land ist stark von Kohle zur Stromerzeugung abhängig und hat einen der niedrigsten Anteile an Elektrofahrzeugen im Staatenbund. Der staatliche Energiekonzern Orlen verlagert seinen Fokus jedoch schrittweise weg vom Öl hin zu umweltfreundlicheren Alternativen. 2024 eröffnete er seine erste öffentlich zugängliche Wasserstofftankstelle für Pkw und Busse. Im Februar dieses Jahres folgte die fünfte Anlage.

400 Millionen Euro von EU für Wasserstoffprojekte

Im vergangenen Jahr sicherte sich Orlen 1,7 Milliarden Zloty (umgerechnet etwa 400 Millionen Euro) an EU-Fördermitteln für den Ausbau seiner Wasserstoffprojekte. Das Unternehmen plant, bis 2035 eine Produktionskapazität von 900 MW Wasserstoff aufzubauen, größtenteils in Polen. Bis zum Ende dieses Jahrzehnts will Orlen zum regionalen Marktführer im Bereich Wasserstoffinfrastruktur aufsteigen.

az-System besitzt noch kein Wasserstofftransportnetz, erklärte jedoch, dass die EU-Kommission dies angesichts des aktuellen Entwicklungsstands des Wasserstoffmarktes nicht als Hindernis für die Zertifizierung ansehe. Die Zertifizierung bestätigt die Einhaltung der EU-Vorschriften zur Trennung von Transportnetzbetreibern und Energieerzeugung und -vertrieb, im Einklang mit einer positiven Bewertung der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) vom letzten Monat.

Zu den nächsten Schritten gehört die Vorlage eines Zehnjahresplans für den Netzausbau durch Gaz-System und die Einholung einer endgültigen Entscheidung der polnischen Energieregulierungsbehörde (URE). Das Unternehmen hofft außerdem, dass die Zertifizierung „zukünftige Betreiber in die Lage versetzen wird, Wasserstoffnetze zu planen, zu finanzieren und zu bauen, was für das rasante Wachstum dieses Sektors in Europa entscheidend ist“.

Montag, 20.04.2026, 10:44 Uhr
Martin Klingsporn
Energie & Management > Wasserstoff - Polen gründet EU-zertifizierten Wasserstoffnetzbetreiber
Quelle: Shutterstock / petrmalinak
Wasserstoff
Polen gründet EU-zertifizierten Wasserstoffnetzbetreiber
Polen hat von der EU grünes Licht für die Gründung des ersten Wasserstoffnetzbetreibers der EU erhalten.
Dies berichten die „Notes from Poland“ unter Berufung auf Mitteilungen von Gaz-System, dem staatlichen Netzbetreiber. Gaz-System wurde entsprechend von der EU-Kommission zertifiziert.

Der polnische Energieminister Milosz Motyka bezeichnete die Entscheidung als Durchbruch für den polnischen Energiemarkt und erklärte, sie biete „ein konkretes Instrument, das dazu beitragen wird, Investitionen in diesem Bereich zu beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit der polnischen Wirtschaft zu stärken“. Sein Ministerium hob hervor, dass Gaz-System das erste Unternehmen in Europa sei, das das Zertifizierungsverfahren durchlaufen habe, wodurch Polen „an die Spitze des Wandels“ und „zu einem der führenden Akteure der Energiewende in Europa“ werde.

Polen zählt im Verhältnis zu seiner Größe weiterhin zu den emissionsintensivsten Volkswirtschaften der EU. Das Land ist stark von Kohle zur Stromerzeugung abhängig und hat einen der niedrigsten Anteile an Elektrofahrzeugen im Staatenbund. Der staatliche Energiekonzern Orlen verlagert seinen Fokus jedoch schrittweise weg vom Öl hin zu umweltfreundlicheren Alternativen. 2024 eröffnete er seine erste öffentlich zugängliche Wasserstofftankstelle für Pkw und Busse. Im Februar dieses Jahres folgte die fünfte Anlage.

400 Millionen Euro von EU für Wasserstoffprojekte

Im vergangenen Jahr sicherte sich Orlen 1,7 Milliarden Zloty (umgerechnet etwa 400 Millionen Euro) an EU-Fördermitteln für den Ausbau seiner Wasserstoffprojekte. Das Unternehmen plant, bis 2035 eine Produktionskapazität von 900 MW Wasserstoff aufzubauen, größtenteils in Polen. Bis zum Ende dieses Jahrzehnts will Orlen zum regionalen Marktführer im Bereich Wasserstoffinfrastruktur aufsteigen.

az-System besitzt noch kein Wasserstofftransportnetz, erklärte jedoch, dass die EU-Kommission dies angesichts des aktuellen Entwicklungsstands des Wasserstoffmarktes nicht als Hindernis für die Zertifizierung ansehe. Die Zertifizierung bestätigt die Einhaltung der EU-Vorschriften zur Trennung von Transportnetzbetreibern und Energieerzeugung und -vertrieb, im Einklang mit einer positiven Bewertung der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) vom letzten Monat.

Zu den nächsten Schritten gehört die Vorlage eines Zehnjahresplans für den Netzausbau durch Gaz-System und die Einholung einer endgültigen Entscheidung der polnischen Energieregulierungsbehörde (URE). Das Unternehmen hofft außerdem, dass die Zertifizierung „zukünftige Betreiber in die Lage versetzen wird, Wasserstoffnetze zu planen, zu finanzieren und zu bauen, was für das rasante Wachstum dieses Sektors in Europa entscheidend ist“.

Montag, 20.04.2026, 10:44 Uhr
Martin Klingsporn

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.