Intelligentes Messsystem. Quelle: Katia Meyer-Tien
Die Stadtwerke Tübingen, der Softwarespezialist Zählerfreunde und das Stadtwerke-Netzwerk Trianel starten ein gemeinsames Pilotprojekt für intelligentes Energiemanagement.
Die Energiewende verlagert sich zunehmend in die Haushalte. Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Batteriespeicher und Elektrofahrzeuge werden für immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher zum Bestandteil ihres Energiesystems. Gleichzeitig gewinnen dynamische Stromtarife und intelligente Messsysteme an Bedeutung. Damit wachsen die Möglichkeiten zur Optimierung des Eigenverbrauchs und zur Nutzung von Flexibilitäten – aber auch die Anforderungen an Transparenz und Bedienbarkeit.
Vor diesem Hintergrund haben die Stadtwerke Tübingen, die Zählerfreunde und das Trianel Digital Lab ein Pilotprojekt für intelligentes Energiemanagement gestartet. Ziel ist es, zu untersuchen, wie kommunale Energieversorger ihre Kunden künftig besser dabei unterstützen können, Energieflüsse zu verstehen, flexible Verbraucher zu steuern und dezentrale Erzeugung effizient in den Alltag zu integrieren.
„Die nächste Phase der Energiewende entscheidet sich nicht allein beim Ausbau erneuerbarer Energien, sondern auch daran, wie intelligent wir Verbrauch und Erzeugung miteinander verbinden“, erklärte dazu Arbnor Maliqi, Abteilungsleiter Beschaffung und Statistik bei den Stadtwerken Tübingen, in einer Mitteilung der am Vorhaben beteiligten Unternehmen.
Die Aufgaben im Trio verteilen sich demnach so:
- Die Tübinger Stadtwerke verfolgen das Ziel, bisher getrennte Energiedienstleistungen stärker zusammenzuführen. Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Wallboxen, Batteriespeicher und Stromtarife sollen künftig nicht mehr als einzelne Produkte betrachtet werden, sondern als Bestandteile eines integrierten Energie-Ökosystems.
- Zählerfreunde wiederum bringt Erfahrungen bei der Entwicklung digitaler Energiemanagementlösungen ein: Die Plattform verknüpft Energiedaten, flexible Tarife und dezentrale Anlagen in einer zentralen Anwendung, die Energieversorger unter eigener Marke anbieten können.
- Das Trianel Digital Lab ergänzt das Projekt um seine Expertise in der Konzeption und Umsetzung von Innovationsvorhaben im kommunalen Umfeld. Dabei werden Kundenanforderungen, technologische Umsetzung und wirtschaftliche Tragfähigkeit gemeinsam bewertet.
Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt sollen nicht auf Tübingen beschränkt bleiben. Über das Netzwerk von Trianel können die Ergebnisse weiteren Stadtwerken zur Verfügung gestellt und zu übertragbaren Lösungsansätzen weiterentwickelt werden.
Schließlich adressiert das Vorhaben zwei zentrale Fragestellungen der gesamten Branche: Wie lassen sich Home Energy Management-Systeme (HEMS) mit erkennbarem Kundennutzen gestalten? Und wie können diese Lösungen effizient in bestehende Prozesse und IT-Systeme kommunaler Energieversorger integriert werden?
Dienstag, 2.06.2026, 13:43 Uhr
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