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Energie & Management > Photovoltaik - Netzanschluss der EnBW-Solarparks kann sich bis 2022 ziehen
Bild: Fotolia.com, itestro
Photovoltaik

Netzanschluss der EnBW-Solarparks kann sich bis 2022 ziehen

Der badische Energiekonzern EnBW will mit seinen neuen Solarparks in Brandenburg noch 2021 ans Netz. Der vollständige Betrieb könnte sich aber auch bis ins nächste Jahr verzögern.
EnBW badet weiter in der brandenburgischen Sonne. Inzwischen haben die Bauarbeiten für die beiden im Dezember angekündigten 150-MW-Solarparks begonnen. Das ursprüngliche Ziel, die förderfreien Parks in Alttrebbin und Gottesgabe noch im Jahr 2021 ans Netz zu bringen, wird der Energiekonzern aus dem Badischen womöglich verfehlen.

Wie eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, sei zumindest der teilweise Netzanschluss für die Anlagen im Landkreis Märkisch-Oderland weiter vorgesehen und realistisch. Vom Verlauf der Bauarbeiten sei es allerdings abhängig, ob bis Jahresende bereits die kompletten 300 MW Leistung zur Verfügung stehen.

700.000 Solarmodule sind auch hinter dem Rücken aktiv

So vermuten Fachleute, im Erdreich des Parks Gottesgabe auf Bodendenkmäler zu stoßen. Bisher seien an beiden Standorten aber lediglich „tonnenweise Kampfmittel“ und über 100 Hufeisen ans Tageslicht gekommen, so EnBW-Projektleiter Philipp Herrmann.

In die Arbeiten bindet EnBW mehr als 40 Unternehmen ein, viele aus der Region auch für Wege- und Leitungsbau oder die ökologische Begleitung. Die Technik für die Erzeugungsanlagen stammt von Schletter Solar (Unterkonstruktion), Longi Solar (Module) und Siemens (Zentralwechselrichter). Die insgesamt 700.000 Solarmodule können auch indirektes Licht auf ihrer Rückseite in Strom umwandeln. EnBW selbst baut Umspannwerke, um die Solarparks ans Netz anzubinden.

Der Energiekonzern kann mit Alttrebbin und Gottesgabe rechnerisch etwa 90.000 Haushalte mit Ökostrom versorgen und damit den Ausstoß von jährlich rund 200.000 Tonnen CO2 verhindern. Zuvor hatte EnBW in Brandenburg bereits den mit 187 Megawatt größten deutschen Solarpark Weesow-Willmersdorf (Landkreis Barnim) in Betrieb genommen. Den Strom handelt EnBW an der Börse oder vertreibt ihn direkt, auch mittels langfristiger Stromabnahmeverträge (PPA).

Über ein PPA hatte EnBW zuletzt einen Abnehmer für prognostizierte 830 Mio. kWh Solarstrom gefunden. Diese Strommenge will der Konzern über 15 Jahre an den Bremer Projektentwickler Energiekontor liefern. Die Ökoenergie entsteht in einem Solarpark im Osten Rostocks, der im Frühjahr 2022 den Betrieb aufnehmen soll.

Donnerstag, 18.03.2021, 14:31 Uhr
Volker Stephan
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Netzanschluss der EnBW-Solarparks kann sich bis 2022 ziehen
Der badische Energiekonzern EnBW will mit seinen neuen Solarparks in Brandenburg noch 2021 ans Netz. Der vollständige Betrieb könnte sich aber auch bis ins nächste Jahr verzögern.
EnBW badet weiter in der brandenburgischen Sonne. Inzwischen haben die Bauarbeiten für die beiden im Dezember angekündigten 150-MW-Solarparks begonnen. Das ursprüngliche Ziel, die förderfreien Parks in Alttrebbin und Gottesgabe noch im Jahr 2021 ans Netz zu bringen, wird der Energiekonzern aus dem Badischen womöglich verfehlen.

Wie eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, sei zumindest der teilweise Netzanschluss für die Anlagen im Landkreis Märkisch-Oderland weiter vorgesehen und realistisch. Vom Verlauf der Bauarbeiten sei es allerdings abhängig, ob bis Jahresende bereits die kompletten 300 MW Leistung zur Verfügung stehen.

700.000 Solarmodule sind auch hinter dem Rücken aktiv

So vermuten Fachleute, im Erdreich des Parks Gottesgabe auf Bodendenkmäler zu stoßen. Bisher seien an beiden Standorten aber lediglich „tonnenweise Kampfmittel“ und über 100 Hufeisen ans Tageslicht gekommen, so EnBW-Projektleiter Philipp Herrmann.

In die Arbeiten bindet EnBW mehr als 40 Unternehmen ein, viele aus der Region auch für Wege- und Leitungsbau oder die ökologische Begleitung. Die Technik für die Erzeugungsanlagen stammt von Schletter Solar (Unterkonstruktion), Longi Solar (Module) und Siemens (Zentralwechselrichter). Die insgesamt 700.000 Solarmodule können auch indirektes Licht auf ihrer Rückseite in Strom umwandeln. EnBW selbst baut Umspannwerke, um die Solarparks ans Netz anzubinden.

Der Energiekonzern kann mit Alttrebbin und Gottesgabe rechnerisch etwa 90.000 Haushalte mit Ökostrom versorgen und damit den Ausstoß von jährlich rund 200.000 Tonnen CO2 verhindern. Zuvor hatte EnBW in Brandenburg bereits den mit 187 Megawatt größten deutschen Solarpark Weesow-Willmersdorf (Landkreis Barnim) in Betrieb genommen. Den Strom handelt EnBW an der Börse oder vertreibt ihn direkt, auch mittels langfristiger Stromabnahmeverträge (PPA).

Über ein PPA hatte EnBW zuletzt einen Abnehmer für prognostizierte 830 Mio. kWh Solarstrom gefunden. Diese Strommenge will der Konzern über 15 Jahre an den Bremer Projektentwickler Energiekontor liefern. Die Ökoenergie entsteht in einem Solarpark im Osten Rostocks, der im Frühjahr 2022 den Betrieb aufnehmen soll.

Donnerstag, 18.03.2021, 14:31 Uhr
Volker Stephan

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