Quelle: Theben Smart Energy
Theben Smart Energy hat ein zertifiziertes Mehrwertmodul für sein Smart Meter Gateway vorgestellt, das ohne Hardware-Tausch den Netzanschlusspunkt steuerungsfähig machen soll.
Theben Smart Energy hat die Einsatzmöglichkeiten seiner Smart-Meter-Gateway-Plattform „Conexa“ erweitert. Nach Angaben des Unternehmens können bereits installierte Geräte ab sofort im Feld um ein zertifiziertes Mehrwertmodul ergänzt werden. Dadurch werde der jeweilige Netzanschlusspunkt steuerungsfähig im Sinne von § 14 a EnWG und § 9 EEG, ohne dass ein Austausch der vorhandenen Hardware erforderlich sei. Das Modul werde aufgesteckt. Zusätzlicher Platzbedarf entsteht laut Theben nicht.
Das Mehrwertmodul mit der Bezeichnung „Flex“ sei inzwischen zertifiziert und regulatorisch für den Einsatz zur Steuerung freigegeben, heißt es in einer Mitteilung. Theben betont, dass sich Steuerungsfunktionen damit sehr einfach umsetzen ließen, da bestehende Installationen weiter genutzt werden könnten. Ein Ausbau und eine Neuinstallation sowie längere Stillstandszeiten könnten dadurch vermieden werden.
„Die Möglichkeit, Steuerungsfunktionen nachträglich und zertifiziert im Feld nachzurüsten, ist ein entscheidender Vorteil für den Rollout intelligenter Messsysteme“, erklärt Productmanager Tamino Lasta.
Der modulare Aufbau der Conexa-Plattform ermögliche es laut Theben, Steuerfunktionen gezielt dort zu aktivieren, wo sie benötigt würden. Bestehende Systeme müssten nicht ersetzt werden. Damit unterstütze das Unternehmen nach eigener Einschätzung die schrittweise Digitalisierung und Skalierung von Steuerungs- und Kommunikationsinfrastrukturen.
In einem gemeinsamen Projekt mit dem Messstellenbetreiber Metrify (ehemals MSB Enpal) sei der Nachrüstansatz bereits praktisch umgesetzt worden. Nun sollen im Feld installierte Conexa-Geräte schrittweise mit dem zertifizierten Mehrwertmodul ausgestattet werden, um sie auf künftige Steuerungsanforderungen vorzubereiten.
„Für uns als Messstellenbetreiber ist die Nachrüstfähigkeit ein entscheidender Faktor“, sagt Wim Drozak. „Durch das zertifizierte Nachstecken im Feld können wir bestehende Installationen gezielt erweitern, ohne funktionierende Systeme auszutauschen“, so der Geschäftsführer bei Metrify.
Dienstag, 3.02.2026, 16:07 Uhr
Fritz Wilhelm
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