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Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Ladestation soll Autobahnpolizei schnell einsatzbereit machen
Innenminister Strobl mit Beamtinnen und Beamten der Autobahnpolizei. Quelle: ADS-TEC
Elektrofahrzeuge

Ladestation soll Autobahnpolizei schnell einsatzbereit machen

Am Autobahnpolizeirevier Pforzheim startet ein Pilotprojekt zum batteriegestützten Schnellladen von Elektrofahrzeugen. Getestet wird ein System mit integriertem Speicher.
Wie die Beamten selbst, müssen auch ihre Fahrzeuge einsatzbereit sein, wenn sie gebraucht werden. Mit den hohen Anforderungen an Mensch und Maschine im täglichen Dienst sind lange Ladezeiten unvereinbar. Deshalb erprobt die baden-württembergische Polizei am Autobahnpolizeirevier Pforzheim ein neues Schnellladesystem.

Es ist batteriegestützt und kommt vom Hersteller ADS-Tec Energy aus dem rund 70 Kilometer entfernten Nürtingen. Ziel des Pilotprojekts ist es, Einsatzfahrzeuge nicht nur schnell laden zu können, sondern dies auch an Standorten mit begrenzter Netzanschlussleistung zu gewährleisten.

Das Ladesystem mit der Bezeichnung „Charge Post“ hat eine integrierte Batteriekapazität von 201 kWh und ermöglicht Ladeleistungen bis zu 300 kW oder, wenn zwei Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden müssen, bis zu zweimal 150 kW. Eine Ladezeit von gerade einmal 5 Minuten soll eine Reichweite von rund 100 km ermöglichen.

Der Speicher selbst benötigt wenig Platz. Das Datenblatt weist eine Grundfläche von gerade einmal 2 Quadratmetern für die Anlage aus. Als Netzeingangsspannung sind 400 Volt angegeben, als Netzeingangsleistung 22 bis 87 kW. Der Hersteller verspricht damit, dass die Ladeeinrichtung also ohne zeit- und kostenintensiven Netzausbau auch an Standorten mit begrenzter Netzanschlussleistung hohe Ladeleistung ermöglicht. Was den Netzanschluss überlasten würde, wird von der Batterie gepuffert. Gleichzeitig könne die Ladestation bidirektional genutzt werden – zum Kappen von Lastspitzen oder zur einfachen Rückspeisung ins Netz.

Ladestation ist bidirektional ausgelegt

Die Verkehrspolizeiinspektion Pforzheim ist laut Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) für einen der am stärksten frequentierten Autobahnabschnitte Deutschlands zuständig. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Verfügbarkeit der Einsatzfahrzeuge. Lange Ladezeiten gelten deshalb als ebenso wenig praktikabel wie aufwendige Umbauten der Netzinfrastruktur.

Mit Blick auf das Projekt sprach Strobl bei dessen Vorstellung von einem weiteren Schritt zur Modernisierung der Polizei. Damit werde der seit rund 15 Jahren verfolgte Weg der Elektromobilität bei der Polizei konsequent fortgesetzt. Von den etwa 5.400 Fahrzeugen der Polizei Baden-Württemberg seien derzeit rund 630 elektrisch angetrieben, was einem Anteil von etwa zwölf Prozent entspreche. Die Verkehrspolizeiinspektion Pforzheim solle die Ladesäule und die eingesetzten Elektrofahrzeuge nun im täglichen Betrieb erproben.

Thomas Speidel sieht in der Ladeinfrastruktur einen Teil der kritischen Infrastruktur, insbesondere dort, wo Einsatzfahrzeuge rund um die Uhr verfügbar sein müssten. „Unsere Systeme werden in Deutschland entwickelt und gefertigt und erfüllen hohe Anforderungen an Cyber-Security, Betriebssicherheit und Resilienz“, so der CEO von ADS-Tec Energy.

Das Schnellladesystem ist nach Angaben des Herstellers auf den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen ausgelegt. Die Systemarchitektur kombiniere den lokalen Batteriespeicher mit einer intelligenten Steuerung, um einen stabilen Betrieb auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen zu ermöglichen.

Dienstag, 3.02.2026, 15:03 Uhr
Fritz Wilhelm
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Am Autobahnpolizeirevier Pforzheim startet ein Pilotprojekt zum batteriegestützten Schnellladen von Elektrofahrzeugen. Getestet wird ein System mit integriertem Speicher.
Wie die Beamten selbst, müssen auch ihre Fahrzeuge einsatzbereit sein, wenn sie gebraucht werden. Mit den hohen Anforderungen an Mensch und Maschine im täglichen Dienst sind lange Ladezeiten unvereinbar. Deshalb erprobt die baden-württembergische Polizei am Autobahnpolizeirevier Pforzheim ein neues Schnellladesystem.

Es ist batteriegestützt und kommt vom Hersteller ADS-Tec Energy aus dem rund 70 Kilometer entfernten Nürtingen. Ziel des Pilotprojekts ist es, Einsatzfahrzeuge nicht nur schnell laden zu können, sondern dies auch an Standorten mit begrenzter Netzanschlussleistung zu gewährleisten.

Das Ladesystem mit der Bezeichnung „Charge Post“ hat eine integrierte Batteriekapazität von 201 kWh und ermöglicht Ladeleistungen bis zu 300 kW oder, wenn zwei Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden müssen, bis zu zweimal 150 kW. Eine Ladezeit von gerade einmal 5 Minuten soll eine Reichweite von rund 100 km ermöglichen.

Der Speicher selbst benötigt wenig Platz. Das Datenblatt weist eine Grundfläche von gerade einmal 2 Quadratmetern für die Anlage aus. Als Netzeingangsspannung sind 400 Volt angegeben, als Netzeingangsleistung 22 bis 87 kW. Der Hersteller verspricht damit, dass die Ladeeinrichtung also ohne zeit- und kostenintensiven Netzausbau auch an Standorten mit begrenzter Netzanschlussleistung hohe Ladeleistung ermöglicht. Was den Netzanschluss überlasten würde, wird von der Batterie gepuffert. Gleichzeitig könne die Ladestation bidirektional genutzt werden – zum Kappen von Lastspitzen oder zur einfachen Rückspeisung ins Netz.

Ladestation ist bidirektional ausgelegt

Die Verkehrspolizeiinspektion Pforzheim ist laut Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) für einen der am stärksten frequentierten Autobahnabschnitte Deutschlands zuständig. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Verfügbarkeit der Einsatzfahrzeuge. Lange Ladezeiten gelten deshalb als ebenso wenig praktikabel wie aufwendige Umbauten der Netzinfrastruktur.

Mit Blick auf das Projekt sprach Strobl bei dessen Vorstellung von einem weiteren Schritt zur Modernisierung der Polizei. Damit werde der seit rund 15 Jahren verfolgte Weg der Elektromobilität bei der Polizei konsequent fortgesetzt. Von den etwa 5.400 Fahrzeugen der Polizei Baden-Württemberg seien derzeit rund 630 elektrisch angetrieben, was einem Anteil von etwa zwölf Prozent entspreche. Die Verkehrspolizeiinspektion Pforzheim solle die Ladesäule und die eingesetzten Elektrofahrzeuge nun im täglichen Betrieb erproben.

Thomas Speidel sieht in der Ladeinfrastruktur einen Teil der kritischen Infrastruktur, insbesondere dort, wo Einsatzfahrzeuge rund um die Uhr verfügbar sein müssten. „Unsere Systeme werden in Deutschland entwickelt und gefertigt und erfüllen hohe Anforderungen an Cyber-Security, Betriebssicherheit und Resilienz“, so der CEO von ADS-Tec Energy.

Das Schnellladesystem ist nach Angaben des Herstellers auf den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen ausgelegt. Die Systemarchitektur kombiniere den lokalen Batteriespeicher mit einer intelligenten Steuerung, um einen stabilen Betrieb auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen zu ermöglichen.

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