E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Finanzierung - KfW Ipex unterstützt Netzumbau von Thyssengas
Quelle: Fotolia / nmann77
Finanzierung

KfW Ipex unterstützt Netzumbau von Thyssengas

Für den Umbau des Gasnetzes stehen Thyssengas Millionen Euro als Kreditlinie zur Verfügung. Damit soll auch die Wasserstoffinfrastruktur wachsen.
Die KfW Ipex-Bank stellt dem Fernleitungsnetzbetreiber mit Sitz in Dortmund eine Kreditlinie über 130 Millionen Euro bereit. Nach Angaben der Bank soll das Unternehmen damit in die Versorgungssicherheit und den schrittweisen Umbau seines Netzes für den Wasserstofftransport investieren. Die KfW Ipex-Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine rechtlich selbstständige Tochter der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und finanziert vor allem internationale Investitions- und Exportvorhaben.

Thyssengas betreibt ein rund 4.400 Kilometer langes Fernleitungsnetz, das vor allem durch Nordrhein-Westfalen und zum Teil durch Niedersachsen führt. Das Unternehmen transportiert darüber jährlich rund 6 Milliarden Kubikmeter Erdgas und Biogas zu Stadtwerken, Industrieanlagen und Kraftwerken. Einen Teil dieser Infrastruktur will Thyssengas künftig für den Wasserstofftransport nutzen.

1.100 Kilometer für das Wasserstoff-Kernnetz

Nach Angaben der KfW Ipex-Bank werden mehr als 12 Prozent des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes auf Thyssengas entfallen. Der Netzbetreiber selbst nennt auf seiner Internetseite 35 Umstellungs- und Neubauprojekte mit zusammen rund 1.100 Leitungskilometern. Thyssengas will dafür vorhandene Erdgasleitungen auf Wasserstoff umstellen und zusätzliche Leitungen bauen.

Das deutschlandweite Wasserstoff-Kernnetz soll bis zum Jahr 2032 insgesamt 9.040 Kilometer umfassen (wir berichteten). Rund 60 Prozent davon sollen aus umgestellten Gasleitungen bestehen, rund 40 Prozent aus Neubauten. Die Netzbetreiber wollen die Leitungen schrittweise in Betrieb nehmen. Für die zeitkritischsten Thyssengas-Projekte laufen seit der Genehmigung des Kernnetzes durch die Bundesnetzagentur im Oktober 2024 die notwendigen Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Netz liegt an wichtigen Importwegen

Mit Blick auf die Versorgungssicherheit verweist die KfW Ipex-Bank auf die Lage und die bestehenden Verbindungen des Thyssengas-Netzes. Es verfügt über Übergabepunkte zu Belgien und den Niederlanden sowie über Anbindungen an Leitungen aus der norwegischen Nordsee. Hinzu kommen Verbindungen zu Speicheranlagen in Deutschland.

Als mögliche Lieferwege für Wasserstoff nennt die KfW Ipex-Bank insbesondere Pipelines aus den Niederlanden und Norwegen. Hinzu kommen Lieferungen auf dem Seeweg über Rotterdam sowie perspektivisch über norddeutsche Terminals für Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) nach einer Umrüstung auf Wasserstoff. Für Thyssengas ist dabei vor allem Nordrhein-Westfalen relevant. Dort sind viele Industrieunternehmen mit hohem CO2-Ausstoß ansässig, die künftig teilweise Wasserstoff einsetzen sollen. (ds)

Freitag, 14.08.2026, 15:08 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > Finanzierung - KfW Ipex unterstützt Netzumbau von Thyssengas
Quelle: Fotolia / nmann77
Finanzierung
KfW Ipex unterstützt Netzumbau von Thyssengas
Für den Umbau des Gasnetzes stehen Thyssengas Millionen Euro als Kreditlinie zur Verfügung. Damit soll auch die Wasserstoffinfrastruktur wachsen.
Die KfW Ipex-Bank stellt dem Fernleitungsnetzbetreiber mit Sitz in Dortmund eine Kreditlinie über 130 Millionen Euro bereit. Nach Angaben der Bank soll das Unternehmen damit in die Versorgungssicherheit und den schrittweisen Umbau seines Netzes für den Wasserstofftransport investieren. Die KfW Ipex-Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine rechtlich selbstständige Tochter der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und finanziert vor allem internationale Investitions- und Exportvorhaben.

Thyssengas betreibt ein rund 4.400 Kilometer langes Fernleitungsnetz, das vor allem durch Nordrhein-Westfalen und zum Teil durch Niedersachsen führt. Das Unternehmen transportiert darüber jährlich rund 6 Milliarden Kubikmeter Erdgas und Biogas zu Stadtwerken, Industrieanlagen und Kraftwerken. Einen Teil dieser Infrastruktur will Thyssengas künftig für den Wasserstofftransport nutzen.

1.100 Kilometer für das Wasserstoff-Kernnetz

Nach Angaben der KfW Ipex-Bank werden mehr als 12 Prozent des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes auf Thyssengas entfallen. Der Netzbetreiber selbst nennt auf seiner Internetseite 35 Umstellungs- und Neubauprojekte mit zusammen rund 1.100 Leitungskilometern. Thyssengas will dafür vorhandene Erdgasleitungen auf Wasserstoff umstellen und zusätzliche Leitungen bauen.

Das deutschlandweite Wasserstoff-Kernnetz soll bis zum Jahr 2032 insgesamt 9.040 Kilometer umfassen (wir berichteten). Rund 60 Prozent davon sollen aus umgestellten Gasleitungen bestehen, rund 40 Prozent aus Neubauten. Die Netzbetreiber wollen die Leitungen schrittweise in Betrieb nehmen. Für die zeitkritischsten Thyssengas-Projekte laufen seit der Genehmigung des Kernnetzes durch die Bundesnetzagentur im Oktober 2024 die notwendigen Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Netz liegt an wichtigen Importwegen

Mit Blick auf die Versorgungssicherheit verweist die KfW Ipex-Bank auf die Lage und die bestehenden Verbindungen des Thyssengas-Netzes. Es verfügt über Übergabepunkte zu Belgien und den Niederlanden sowie über Anbindungen an Leitungen aus der norwegischen Nordsee. Hinzu kommen Verbindungen zu Speicheranlagen in Deutschland.

Als mögliche Lieferwege für Wasserstoff nennt die KfW Ipex-Bank insbesondere Pipelines aus den Niederlanden und Norwegen. Hinzu kommen Lieferungen auf dem Seeweg über Rotterdam sowie perspektivisch über norddeutsche Terminals für Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) nach einer Umrüstung auf Wasserstoff. Für Thyssengas ist dabei vor allem Nordrhein-Westfalen relevant. Dort sind viele Industrieunternehmen mit hohem CO2-Ausstoß ansässig, die künftig teilweise Wasserstoff einsetzen sollen. (ds)

Freitag, 14.08.2026, 15:08 Uhr
Davina Spohn

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.