Windpark "Bürgerwind Am Rohrholz". Quelle: GP Joule
Die Energiewende-Sparte von GP Joule erhält eine neue Eigentümerstruktur. Dabei verschieben sich Zuständigkeiten zwischen Holding und Wärmegeschäft.
Der Projektentwickler und Energiedienstleister GP Joule aus Reußenköge in Schleswig-Holstein stellt seine Gesellschafterstruktur neu auf. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom 24. Juni bekannt gibt, hält seit diesem Jahr Alexander Lehmann die Mehrheit an der GP Joule Holding. Lehmann ist geschäftsführender Gesellschafter der Minol-Zenner-Gruppe.
Diese bietet Mess- und Energiedienstleistungen an und war bereits seit 2020 an der Holding beteiligt.
Laut GP Joule stehen mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), dem Netzpaket und einer Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wichtige Entscheidungen für die weitere Ausgestaltung der Energiewende bevor. Die neue Gesellschafterstruktur soll das Unternehmen darauf vorbereiten und den Fokus auf die Geschäftsfelder Projektentwicklung, Anlagenbau sowie Betrieb und Services schärfen.
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Die beiden Gesellschafter der GP Joule Holding (von links) Alexander Lehmann und Ove Petersen Quelle: GP Joule |
Für das operative Geschäft ändert sich zunächst wenig. Ove Petersen bleibt Gesellschafter der Holding und führt das Unternehmen weiterhin als Chief Executive Officer. Gemeinsam mit Finanzchef Torben Menke bildet er künftig die Geschäftsführung. Petersen erklärte, Lehmann kenne das Unternehmen seit Jahren und könne zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten sowie Synergien mit der Minol-Zenner-Gruppe erschließen.
Mitgründer konzentriert sich auf WärmesparteEine weitere Veränderung betrifft Mitgründer Heinrich Gärtner. Der bisherige Technikvorstand verlässt den Gesellschafterkreis der Holding und konzentriert sich künftig auf die GP Joule Wärme GmbH & Co. KG. Dort hält er nun die Mehrheit der Anteile. Nach Angaben des Unternehmens bleibt die Wärmesparte jedoch Teil der GP-Joule-Gruppe. Um dies zu unterstreichen, beteiligt sich die Holding als Gesellschafterin an der Gesellschaft.
Gärtner begründete den Schritt mit der Bedeutung der Wärmewende für das gesamte Energiesystem. Seinen Fokus wolle er künftig noch stärker auf den Ausbau einer nachhaltigen, sicheren und wirtschaftlichen Wärmeversorgung richten.
GP Joule sieht in der neuen Struktur die Grundlage, um sein Geschäftsmodell entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette fortzuführen. Das Unternehmen entwickelt, baut und betreibt Solar- und Windparks, Wärmenetze, Batteriespeicher, Wasserstoffanlagen sowie Ladeinfrastruktur. Künftig wolle man Produkte und Dienstleistungen noch stärker auf die Bedürfnisse von Kommunen und Unternehmen ausrichten. Dabei setzt GP Joule insbesondere auf Projekte in der Nähe von Erzeugungsanlagen oder direkt bei den Verbrauchern.
Nach Darstellung von Petersen sollen Kunden dadurch unabhängiger von politischen und regulatorischen Veränderungen werden. Ziel sei es, Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Energie stärker miteinander zu verzahnen und eine stabile Energieversorgung zu ermöglichen.
Mittwoch, 24.06.2026, 14:59 Uhr
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