E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Stromnetz - Geologie zwingt Südlink zu neuer Trasse
Südlink muss auf einem Teilstück umgeplant werden. Quelle: Shot Fotografie
Stromnetz

Geologie zwingt Südlink zu neuer Trasse

Bei Bad Friedrichshall im Norden Baden-Württembergs muss Transnet BW die Südlink-Trasse neu planen. Die Kabel sollen künftig näher an der Oberfläche verlaufen.
Beim Bau von Südlink ändert Transnet BW die Trassenführung im Raum Bad Friedrichshall im Landkreis Heilbronn. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur sollen die Stromkabel auf einer Länge von 3,3 Kilometern künftig nicht wie vorgesehen in rund 200 Metern Tiefe durch das dortige Salzbergwerk verlaufen. Stattdessen plant der Stuttgarter Übertragungsnetzbetreiber, sie außerhalb des Bergwerks in etwa zwei Metern Tiefe unter der Erdoberfläche zu verlegen.

Grund für die Umplanung sind neue Erkenntnisse über die geologischen Verhältnisse (wir berichteten). Laut Agentur sehen die Planer in dem betroffenen Abschnitt ein mögliches Risiko durch wasserführende Schichten. Gemeinsam mit der Südwestdeutsche Salzwerke AG, die das Bergwerk in Bad Friedrichshall-Kochendorf betreibt, habe Transnet BW deshalb einen alternativen Lösungsweg entwickelt. Tennet und Transnet BW betonen in einer gemeinsamen Stellungnahme vom 29. September, dass solche Anpassungen bei Infrastrukturprojekten dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich seien.

Netzbetreiber widersprechen einem Baustopp

Der betroffene Abschnitt bei Bad Friedrichshall liegt im Verantwortungsbereich von Transnet BW. Die beiden Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Transnet BW treten bei der Einordnung gemeinsam auf, da beide Unternehmen die Vorhabenträger von Südlink sind.

In einer gemeinsamen Stellungnahme betonen sie, dass die Arbeiten auf den übrigen Südlink-Baustellen weiterlaufen. Lediglich auf rund drei Kilometern im Bergwerksabschnitt bei Bad Friedrichshall-Kochendorf seien Anpassungen der technischen Planung erforderlich. Die für Ende 2028 geplante Inbetriebnahme stellen sie daher aus heutiger Sicht nicht infrage.

Auch größere Auswirkungen auf die Projektkosten erwarten die Netzbetreiber derzeit nicht. Nach Angaben von Tennet und Transnet BW seien mögliche zusätzliche Aufwendungen begrenzt und durch die im Projekt vorgesehene Risikovorsorge abgedeckt. So rechnet Transnet BW für seinen Anteil am Vorhaben weiterhin mit Kosten von rund 8 Milliarden Euro. 

Südlink verbindet Norden und Süden

Südlink ist eine rund 700 Kilometer langes Gleichstrom-Erdkabelrpojekt, das Norddeutschland mit Bayern und Baden-Württemberg verbinden soll. Das Erdkabelprojekt umfasst zwei Verbindungen mit zusammen 4.000 MW Übertragungsleistung und wird von Tennet und Transnet BW realisiert.

Die Verbindung soll vor allem Strom aus den windreichen Regionen Norddeutschlands in die Verbrauchszentren im Süden transportieren. Ende 2028 soll Südlink vollständig in Betrieb gehen. (ds)

Dienstag, 29.09.2026, 19:07 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > Stromnetz - Geologie zwingt Südlink zu neuer Trasse
Südlink muss auf einem Teilstück umgeplant werden. Quelle: Shot Fotografie
Stromnetz
Geologie zwingt Südlink zu neuer Trasse
Bei Bad Friedrichshall im Norden Baden-Württembergs muss Transnet BW die Südlink-Trasse neu planen. Die Kabel sollen künftig näher an der Oberfläche verlaufen.
Beim Bau von Südlink ändert Transnet BW die Trassenführung im Raum Bad Friedrichshall im Landkreis Heilbronn. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur sollen die Stromkabel auf einer Länge von 3,3 Kilometern künftig nicht wie vorgesehen in rund 200 Metern Tiefe durch das dortige Salzbergwerk verlaufen. Stattdessen plant der Stuttgarter Übertragungsnetzbetreiber, sie außerhalb des Bergwerks in etwa zwei Metern Tiefe unter der Erdoberfläche zu verlegen.

Grund für die Umplanung sind neue Erkenntnisse über die geologischen Verhältnisse (wir berichteten). Laut Agentur sehen die Planer in dem betroffenen Abschnitt ein mögliches Risiko durch wasserführende Schichten. Gemeinsam mit der Südwestdeutsche Salzwerke AG, die das Bergwerk in Bad Friedrichshall-Kochendorf betreibt, habe Transnet BW deshalb einen alternativen Lösungsweg entwickelt. Tennet und Transnet BW betonen in einer gemeinsamen Stellungnahme vom 29. September, dass solche Anpassungen bei Infrastrukturprojekten dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich seien.

Netzbetreiber widersprechen einem Baustopp

Der betroffene Abschnitt bei Bad Friedrichshall liegt im Verantwortungsbereich von Transnet BW. Die beiden Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Transnet BW treten bei der Einordnung gemeinsam auf, da beide Unternehmen die Vorhabenträger von Südlink sind.

In einer gemeinsamen Stellungnahme betonen sie, dass die Arbeiten auf den übrigen Südlink-Baustellen weiterlaufen. Lediglich auf rund drei Kilometern im Bergwerksabschnitt bei Bad Friedrichshall-Kochendorf seien Anpassungen der technischen Planung erforderlich. Die für Ende 2028 geplante Inbetriebnahme stellen sie daher aus heutiger Sicht nicht infrage.

Auch größere Auswirkungen auf die Projektkosten erwarten die Netzbetreiber derzeit nicht. Nach Angaben von Tennet und Transnet BW seien mögliche zusätzliche Aufwendungen begrenzt und durch die im Projekt vorgesehene Risikovorsorge abgedeckt. So rechnet Transnet BW für seinen Anteil am Vorhaben weiterhin mit Kosten von rund 8 Milliarden Euro. 

Südlink verbindet Norden und Süden

Südlink ist eine rund 700 Kilometer langes Gleichstrom-Erdkabelrpojekt, das Norddeutschland mit Bayern und Baden-Württemberg verbinden soll. Das Erdkabelprojekt umfasst zwei Verbindungen mit zusammen 4.000 MW Übertragungsleistung und wird von Tennet und Transnet BW realisiert.

Die Verbindung soll vor allem Strom aus den windreichen Regionen Norddeutschlands in die Verbrauchszentren im Süden transportieren. Ende 2028 soll Südlink vollständig in Betrieb gehen. (ds)

Dienstag, 29.09.2026, 19:07 Uhr
Davina Spohn

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.