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Energie & Management > Geothermie - Einbrecher beschädigen Kabel in Holzkirchens Geothermiewerk
Es gab einen Einbruch in der Geothermieanlage. Quelle: Gemeindewerke Holzkirchen
Geothermie

Einbrecher beschädigen Kabel in Holzkirchens Geothermiewerk

Die Geothermieanlage im bayerischen Holzkirchen hat ungebeten Besuch bekommen. Eindringlinge durchschnitten einen Zaun und beschädigten Stromkabel.
Für negative Schlagzeilen im Zusammenhang mit der Geothermieanlage in Holzkirchen sorgen für gewöhnlich defekte Pumpen. Das ist wegen der teuren Reparaturen unschön genug. Kaum hat dieses technische Problem sich seit 2025 beruhigt, kommt Ungemach von außen. Eindringlinge haben am Mittsommer-Wochenende ihrem Zerstörungstrieb freien Lauf gelassen.

Wie die Polizeiinspektion der oberbayerischen Marktgemeinde auf Anfrage dieser Redaktion mitteilt, beschädigten bislang unbekannte Täter in der Nacht auf den 20. Juni mehrere Stromkabel auf dem Gelände. Zuvor hatten sie ein Loch in einen Metallzaun geschnitten, um auf den Bereich der Anlage zu gelangen.

Laut Angaben der Polizei hat eine Überwachungskamera auf dem Areal insgesamt drei Unbekannte in der fraglichen Zeit festgehalten. Keine Erkenntnisse gibt es darüber, wie lange die mutmaßlichen Einbrecher sich auf dem Gelände aufhalten konnten. Der Einbruch fiel erst am 21. Juni auf, als ein Spaziergänger das Loch im Zaun entdeckte.

Die Geothermieanlage selbst sei in ihrem Betrieb nicht beeinträchtigt gewesen, so die Polizei weiter. Die Stromkabel wiesen Schäden an der Ummantelung auf. Den Schaden beziffern die Ordnungshüter auf etwa 1.000 Euro.

Deutlich teurer schlugen in der Vergangenheit andere Vorfälle zu Buche. Seitdem die Anlage 2018 in Betrieb ging, gab es neun Ausfälle der Tiefenpumpe. Jede Reparatur kostet laut Medienberichten etwa 350.000 Euro, an einem Tag ohne Stromproduktion entgehen den Gemeindewerken etwa 15.000 Euro Einnahmen aus der EEG-Vergütung.

Bei einem Großprojekt, das Holzkirchen sich rund 40 Millionen Euro kosten ließ, sind regelmäßige Instandhaltungskosten und Einnahmeausfälle Gift. Denn die hohe Kreditsumme will bedient werden. Die Marktgemeinde ist bisher eingesprungen, wenn die kommunalen Gemeindewerke und deren Tochter Geothermie Holzkirchen GmbH den nächsten Pumpenwechsel nicht stemmen konnten. So betrachtet, sorgt eine fehlerfreie Geothermie-Produktion über bald ein Jahr, wie zuletzt, für Aufatmen. Einbrecher können den Beteiligten da gestohlen bleiben.

Dienstag, 23.06.2026, 16:37 Uhr
Volker Stephan
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Es gab einen Einbruch in der Geothermieanlage. Quelle: Gemeindewerke Holzkirchen
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Einbrecher beschädigen Kabel in Holzkirchens Geothermiewerk
Die Geothermieanlage im bayerischen Holzkirchen hat ungebeten Besuch bekommen. Eindringlinge durchschnitten einen Zaun und beschädigten Stromkabel.
Für negative Schlagzeilen im Zusammenhang mit der Geothermieanlage in Holzkirchen sorgen für gewöhnlich defekte Pumpen. Das ist wegen der teuren Reparaturen unschön genug. Kaum hat dieses technische Problem sich seit 2025 beruhigt, kommt Ungemach von außen. Eindringlinge haben am Mittsommer-Wochenende ihrem Zerstörungstrieb freien Lauf gelassen.

Wie die Polizeiinspektion der oberbayerischen Marktgemeinde auf Anfrage dieser Redaktion mitteilt, beschädigten bislang unbekannte Täter in der Nacht auf den 20. Juni mehrere Stromkabel auf dem Gelände. Zuvor hatten sie ein Loch in einen Metallzaun geschnitten, um auf den Bereich der Anlage zu gelangen.

Laut Angaben der Polizei hat eine Überwachungskamera auf dem Areal insgesamt drei Unbekannte in der fraglichen Zeit festgehalten. Keine Erkenntnisse gibt es darüber, wie lange die mutmaßlichen Einbrecher sich auf dem Gelände aufhalten konnten. Der Einbruch fiel erst am 21. Juni auf, als ein Spaziergänger das Loch im Zaun entdeckte.

Die Geothermieanlage selbst sei in ihrem Betrieb nicht beeinträchtigt gewesen, so die Polizei weiter. Die Stromkabel wiesen Schäden an der Ummantelung auf. Den Schaden beziffern die Ordnungshüter auf etwa 1.000 Euro.

Deutlich teurer schlugen in der Vergangenheit andere Vorfälle zu Buche. Seitdem die Anlage 2018 in Betrieb ging, gab es neun Ausfälle der Tiefenpumpe. Jede Reparatur kostet laut Medienberichten etwa 350.000 Euro, an einem Tag ohne Stromproduktion entgehen den Gemeindewerken etwa 15.000 Euro Einnahmen aus der EEG-Vergütung.

Bei einem Großprojekt, das Holzkirchen sich rund 40 Millionen Euro kosten ließ, sind regelmäßige Instandhaltungskosten und Einnahmeausfälle Gift. Denn die hohe Kreditsumme will bedient werden. Die Marktgemeinde ist bisher eingesprungen, wenn die kommunalen Gemeindewerke und deren Tochter Geothermie Holzkirchen GmbH den nächsten Pumpenwechsel nicht stemmen konnten. So betrachtet, sorgt eine fehlerfreie Geothermie-Produktion über bald ein Jahr, wie zuletzt, für Aufatmen. Einbrecher können den Beteiligten da gestohlen bleiben.

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