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Energie & Management > Stromnetz - Eifel-Windpark kann als Sekundärreserve zum Einsatz kommen
Quelle: Shutterstock / Christian Schwier
Stromnetz

Eifel-Windpark kann als Sekundärreserve zum Einsatz kommen

Ein elf Jahre alter Windpark in der Eifel hat das Zeug, als Sekundärreserve im Falle von Netzschwankungen zu unterstützen. Das ist sonst Aufgabe von Gasturbinen oder Pumpspeichern.
Fünf ältere Windenergieanlagen in der Eifel zählen nun offiziell zur Sekundärreserve und können somit zum Ausgleich von Netzschwankungen beitragen. MVV Trading GmbH und „re:cap global investors ag“ (Recap) haben die so genannte Präqualifizierung für den Windpark Kürrenberg im rheinland-pfälzischen Mayen erhalten.

Der regionale Übertragungsnetzbetreiber kann nun im Bedarfsfall auf die Stromproduktion des 15,25-MW-Parks zugreifen. Die Sekundärreserve muss binnen fünf Minuten die erste Reservestufe ablösen können. Dauert eine Netzschwankung länger als 15 Minuten, greifen andere Maßnahmen und Einrichtungen der Tertiärreserve. In der Vergangenheit stellten in der Regel Pumpspeicherkraftwerke, Gasturbinen, Biogasanlagen oder BHKWs Leistung zur Verfügung, weil sie gut regelbar und vollautomatisch schaltbar sind.

Für Recap, ein Beratungsunternehmen für institutionelle Investoren im Erneuerbaren-Bereich, ist die gemeinsame Initiative Teil innovativer Vermarktungs- und Flexibilisierungskonzepte von Erneuerbaren-Kraftwerken. „Wir erschließen zusätzliche Erlöspotenziale und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Netzstabilität“, so Adrian Renfer, Recaps Head of Energy Markets Optimisation.

Für MVV Trading, die Handelstochter des Mannheimer Energieunternehmens MVV Energie AG, zeigt die Integration des Windparks in die Sekundärreserve, „dass erneuerbare Energien nicht nur nachhaltig Strom erzeugen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Systemsicherheit leisten können“, so Sarah Jungbauer, Leiterin Green Solutions bei MVV Trading.

Der Windpark Kürrenberg ging 2015 ans Netz. Er besteht aus fünf Enercon-Anlagen vom Typ E-101 mit je 3,05 MW Leistung. Der Ortsteil Kürrenberg liegt westlich von Mayen. Die rheinland-pfälzische Große kreisangehörige Stadt ist Sitz der Verbandsgemeinde Vordereifel im Landkreis Mayen-Koblenz.

Dienstag, 23.06.2026, 17:16 Uhr
Volker Stephan
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Eifel-Windpark kann als Sekundärreserve zum Einsatz kommen
Ein elf Jahre alter Windpark in der Eifel hat das Zeug, als Sekundärreserve im Falle von Netzschwankungen zu unterstützen. Das ist sonst Aufgabe von Gasturbinen oder Pumpspeichern.
Fünf ältere Windenergieanlagen in der Eifel zählen nun offiziell zur Sekundärreserve und können somit zum Ausgleich von Netzschwankungen beitragen. MVV Trading GmbH und „re:cap global investors ag“ (Recap) haben die so genannte Präqualifizierung für den Windpark Kürrenberg im rheinland-pfälzischen Mayen erhalten.

Der regionale Übertragungsnetzbetreiber kann nun im Bedarfsfall auf die Stromproduktion des 15,25-MW-Parks zugreifen. Die Sekundärreserve muss binnen fünf Minuten die erste Reservestufe ablösen können. Dauert eine Netzschwankung länger als 15 Minuten, greifen andere Maßnahmen und Einrichtungen der Tertiärreserve. In der Vergangenheit stellten in der Regel Pumpspeicherkraftwerke, Gasturbinen, Biogasanlagen oder BHKWs Leistung zur Verfügung, weil sie gut regelbar und vollautomatisch schaltbar sind.

Für Recap, ein Beratungsunternehmen für institutionelle Investoren im Erneuerbaren-Bereich, ist die gemeinsame Initiative Teil innovativer Vermarktungs- und Flexibilisierungskonzepte von Erneuerbaren-Kraftwerken. „Wir erschließen zusätzliche Erlöspotenziale und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Netzstabilität“, so Adrian Renfer, Recaps Head of Energy Markets Optimisation.

Für MVV Trading, die Handelstochter des Mannheimer Energieunternehmens MVV Energie AG, zeigt die Integration des Windparks in die Sekundärreserve, „dass erneuerbare Energien nicht nur nachhaltig Strom erzeugen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Systemsicherheit leisten können“, so Sarah Jungbauer, Leiterin Green Solutions bei MVV Trading.

Der Windpark Kürrenberg ging 2015 ans Netz. Er besteht aus fünf Enercon-Anlagen vom Typ E-101 mit je 3,05 MW Leistung. Der Ortsteil Kürrenberg liegt westlich von Mayen. Die rheinland-pfälzische Große kreisangehörige Stadt ist Sitz der Verbandsgemeinde Vordereifel im Landkreis Mayen-Koblenz.

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