Die Energie- und Wärmewendegesellschaft Lahr (EWWL) ist gegründet. Quelle: Stadt Lahr
Die Wärmewende am Westrand des Schwarzwalds nimmt Konturen an. Drei Partner haben für die Vorhaben in Lahr nun eine gemeinsame Gesellschaft gegründet, der weitere folgen sollen.
Nach zwei Jahren Vorbereitung hat die Energie- und Wärmewendegesellschaft Lahr GmbH (EWWL) nun die Arbeit aufgenommen. In ihr kooperieren die Stadt Lahr, E-Werk Mittelbaden und Badenova Wärmeplus.
Ziel der neuen Unternehmung ist es, die Wärme-Projekte im baden-württembergischen Lahr von der Erzeugung, über die Verteilung und die Speicherung von Wärme und Strom zu realisieren. Die EWWL startet dabei laut einer Mitteilung der Partner zunächst mit einer Verwaltungsgesellschaft, an der die Kommune mit 51 Prozent die Mehrheit hält. Die beiden anderen Partner, jeweils mehrheitlich kommunale Versorger, verfügen jeweils über 24,5 Prozent.
In der Verwaltungsgesellschaft soll die übergeordnete Geschäftsführung angesiedelt sein, mit dem zentralen Management für Finanzen und Personal. Zugleich soll sie die auf unterer Ebene zu gründenden Projektgesellschaften in den Bereichen industrielle Abwärme, Photovoltaik, Windkraft, Biomasse, Geothermie oder Solarthermie strategisch planen. Die konkreten Projekte sollen für weitere Interessierte offen sein, zum Beispiel für Bürgerenergiegesellschaften oder über Bürgerbeteiligung als Anlageobjekte.
Nächstes Ziel der Partner ist es, in der EWWL als erste Projektgesellschaft eine Wärmenetzgesellschaft ins Leben zu rufen. Aufgabe wird es dann sein, für das Wärmenetz in der Großen Kreisstadt einen Transformationsplan zu erstellen.
Für die Kommune hat die Zusammenarbeit in der EWWL laut Oberbürgermeister Markus Ibert (parteilos) Vorbildcharakter. Lahr wolle mit der gemeinsamen Gesellschaft die ausgegebenen Klimaziele erreichen und bis 2040 zur klimaneutralen Kommune werden. Die Kooperation mit dem regionalen Stromversorger E-Werk Mittelbaden aus Lahr und der Badenova-Tochter Wärmeplus, in der 2001 die Stadtwerke Lahr aufgegangen waren, besteht seit den 1980er-Jahren.
Dienstag, 2.06.2026, 11:57 Uhr
Volker Stephan
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