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Energie & Management > Wirtschaft - Deutscher Solarmodul-Hersteller in Schieflage
Quelle: Pixabay / Steve Buissinne
Wirtschaft

Deutscher Solarmodul-Hersteller in Schieflage

Der Solarmodulhersteller Soluxtec hat Insolvenz angemeldet. Das deutsche Unternehmen will sich neu aufstellen.
„Soluxtec glänzt auf der Intersolar.“ Bald zwei Jahre ist es her, dass das Bitburger Unternehmen sich so überschwänglich äußerte. Es ist der Titel einer Pressemitteilung vom Sommer 2024 – der jüngsten, die sich auf der Website des Solarmodul-Herstellers findet. Die bis dato letzte Mitteilung verschickte eine Wirtschaftsprüfer- und Rechtsanwaltskanzlei vor einigen Tagen: „Soluxtec strebt Neuausrichtung durch Insolvenz an“, heißt es darin.

Nach 15 Jahren am Markt hat der Modulhersteller - einer der wenigen, der in Deutschland produziert - am 29. April einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Jakob Joeres, Rechtsanwalt bei der Trierer Prüfungs- und Beratungsgesellschaft DHPG, ist vom Amtsgericht Bitburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Gemeinsame Aufgabe mit der Soluxtec-Geschäftsführung sei nun, „den fortlaufenden Geschäftsbetrieb zu stabilisieren“, teilt Joeres mit. Gesucht: ein Investor. 

„Gespräche mit möglichen Investoren sind bereits aufgenommen, die hoffentlich zeitnah zu einem guten Abschluss gebracht werden“, wird Firmenchef Tim Leukert der Mitteilung der Kanzlei zitiert. Ziel sei der Erhalt aller Arbeitsplätze und das unveränderte Beliefern der Kunden mit Solarmodulen. 70 Mitarbeitende stehen in Lohn und Brot. Standorte hat das Unternehmen in Bitburg und in Föhren nordöstlich von Trier, produziert wird dem Vernehmen nach nur noch Föhren. Die Verwaltung von Soluxtec sitzt jenseits der Grenze in Wasserbillig im Großherzogtum Luxemburg.

Warum auch der Insolvenzverwalter zuversichtlich ist

Der vorläufige Insolvenzverwalter weist auf die Preisschlacht auf dem Modulmarkt hin: „Trotz steigender Nachfrage ist der Markt von einem hohen internationalen Wettbewerb und damit verbundenen sinkenden Modulpreisen geprägt.“ Joeres gibt sich aber zuversichtlich, was Solarmodule made in Germany angeht: „Die Branche hat eine bedeutende Rolle in der nachhaltigen Energiezukunft des Landes.“ Und in der Tat: Das Auslaufen chinesischer Staatssubventionen für Exportmodule könnte den europäischen Markt stabilisieren helfen. Noch kommen mindestens 85 Prozent der Module für Deutschland aus China.

Soluxtec produziert nach eigene Angaben Module mit besonders hoher Energieeffizienz und Widerstandsfähigkeit gegen lichtinduzierte Degradation (LID) sowie gegen potenzialinduzierte Degradation (PID). „Bei Soluxtec sind wir stolz auf unser Erbe der überlegenen deutschen Ingenieurskunst“, schreibt das Unternehmen.

Die Ingenieurskunst bescherte in den Jahren 2022 und 2023 noch schwarze Zahlen. 2023 stand ein Rohergebnis von 9,1 Millionen Euro und ein Jahresüberschuss von rund 219.000 Euro zu Buche. Im Jahr davor waren es 12 Millionen und 276.000 Euro. Für die Jahre 2024 und 2025 finden sich keine Jahresabschlüsse von Soluxtec im Bundesanzeiger.

Montag, 4.05.2026, 17:34 Uhr
Manfred Fischer
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Deutscher Solarmodul-Hersteller in Schieflage
Der Solarmodulhersteller Soluxtec hat Insolvenz angemeldet. Das deutsche Unternehmen will sich neu aufstellen.
„Soluxtec glänzt auf der Intersolar.“ Bald zwei Jahre ist es her, dass das Bitburger Unternehmen sich so überschwänglich äußerte. Es ist der Titel einer Pressemitteilung vom Sommer 2024 – der jüngsten, die sich auf der Website des Solarmodul-Herstellers findet. Die bis dato letzte Mitteilung verschickte eine Wirtschaftsprüfer- und Rechtsanwaltskanzlei vor einigen Tagen: „Soluxtec strebt Neuausrichtung durch Insolvenz an“, heißt es darin.

Nach 15 Jahren am Markt hat der Modulhersteller - einer der wenigen, der in Deutschland produziert - am 29. April einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Jakob Joeres, Rechtsanwalt bei der Trierer Prüfungs- und Beratungsgesellschaft DHPG, ist vom Amtsgericht Bitburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Gemeinsame Aufgabe mit der Soluxtec-Geschäftsführung sei nun, „den fortlaufenden Geschäftsbetrieb zu stabilisieren“, teilt Joeres mit. Gesucht: ein Investor. 

„Gespräche mit möglichen Investoren sind bereits aufgenommen, die hoffentlich zeitnah zu einem guten Abschluss gebracht werden“, wird Firmenchef Tim Leukert der Mitteilung der Kanzlei zitiert. Ziel sei der Erhalt aller Arbeitsplätze und das unveränderte Beliefern der Kunden mit Solarmodulen. 70 Mitarbeitende stehen in Lohn und Brot. Standorte hat das Unternehmen in Bitburg und in Föhren nordöstlich von Trier, produziert wird dem Vernehmen nach nur noch Föhren. Die Verwaltung von Soluxtec sitzt jenseits der Grenze in Wasserbillig im Großherzogtum Luxemburg.

Warum auch der Insolvenzverwalter zuversichtlich ist

Der vorläufige Insolvenzverwalter weist auf die Preisschlacht auf dem Modulmarkt hin: „Trotz steigender Nachfrage ist der Markt von einem hohen internationalen Wettbewerb und damit verbundenen sinkenden Modulpreisen geprägt.“ Joeres gibt sich aber zuversichtlich, was Solarmodule made in Germany angeht: „Die Branche hat eine bedeutende Rolle in der nachhaltigen Energiezukunft des Landes.“ Und in der Tat: Das Auslaufen chinesischer Staatssubventionen für Exportmodule könnte den europäischen Markt stabilisieren helfen. Noch kommen mindestens 85 Prozent der Module für Deutschland aus China.

Soluxtec produziert nach eigene Angaben Module mit besonders hoher Energieeffizienz und Widerstandsfähigkeit gegen lichtinduzierte Degradation (LID) sowie gegen potenzialinduzierte Degradation (PID). „Bei Soluxtec sind wir stolz auf unser Erbe der überlegenen deutschen Ingenieurskunst“, schreibt das Unternehmen.

Die Ingenieurskunst bescherte in den Jahren 2022 und 2023 noch schwarze Zahlen. 2023 stand ein Rohergebnis von 9,1 Millionen Euro und ein Jahresüberschuss von rund 219.000 Euro zu Buche. Im Jahr davor waren es 12 Millionen und 276.000 Euro. Für die Jahre 2024 und 2025 finden sich keine Jahresabschlüsse von Soluxtec im Bundesanzeiger.

Montag, 4.05.2026, 17:34 Uhr
Manfred Fischer

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