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Eine extrem große Unsicherheit des CO2-Marktes sieht Marcus Ferdinand, Chief Analyst Officer beim norwegischen Datendienstleister Veyt.
Es seien vor allem politische Impulse, die den CO2-Preis aktuell beeinflussen, wie Marcus Ferdinant erklärt. Zuletzt hatte Bundeskanzler Friedrich Merz eine Überarbeitung oder Verschiebung des europäischen CO2-Handelssystems ins Spiel gebracht, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu erhöhen (wir berichteten).
Aus Sicht von Ferdinand überbewertet der Markt allerdings die jüngsten politischen Aussagen. Der Analyst erklärt: „Die Unsicherheit treibt den Preis nach unten. Wir brauchen eine rationalere Politikdebatte, um den Markt nach vorne zu bringen.“ Die Versuche von Industrie-Stakeholdern, den Emissionshandel zu verwässern, seien nicht vereinbar mit dem Klimaziel für 2040. Fundamental sei der aktuelle Preis nicht gerechtfertigt. „Der Markt ist extrem eng und eigentlich bullish“, sagte Ferdinand. Allerdings habe zurzeit das kurzfristige bearishe Sentiment die Oberhand.
Freitag, 13.02.2026, 11:39 Uhr
Silvia Rausch-Becker
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