E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Unternehmen - Abo Energy kann saniert werden
Quelle: Fotolia / ldprod
Unternehmen

Abo Energy kann saniert werden

Abo Energy hat ein Sanierungsgutachten erhalten. Nach Abschreibungen und Umsatzverschiebungen steuert der Projektierer auf einen hohen Verlust zu. 
Der Projektierer Abo Energy hat den ersten Entwurf eines Sanierungsgutachtens erhalten. Einer Mitteilung des Unternehmens zufolge kommen die Gutachter zu dem Schluss, dass das Unternehmen sanierungsfähig ist. Voraussetzung ist aber der Abschluss einer tragfähigen Sanierungsfinanzierung mit den Finanzierungspartnern. Abo Energy hatte Anfang des Jahres mit Gläubigern „wesentlicher Finanzierungen“ eine Stillhaltevereinbarung geschlossen, um Zeit für ein Sanierungskonzept zu gewinnen (wir berichteten). 

Aufgrund der Ergebnisse des Entwurfs muss das Unternehmen zudem seine Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2026 weiter nach unten anpassen. Demnach kann Abo Energy in diesem Jahr kein positives Konzernergebnis erzielen. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Unternehmen allerdings auf operativer Ebene (Ebitda) wieder in die Gewinnzone zurückkehren zu können, teilte Abo Energy in einer Ad-hoc-Meldung vom 13. Mai mit. Zudem hat die Gesellschaft bekanntgegeben, dass aufgrund des Geschäftsverlaufs im Jahr 2026 nunmehr ein Verlust der Hälfte des Grundkapitals besteht. Die Gesellschaft wird daher „unverzüglich eine außerordentliche Hauptversammlung“ einberufen.

Nach Korrekturen an der Ergebnisprognose im November 2025 und Januar 2026 erwartet der Erneuerbaren-Projektierer für das Geschäftsjahr 2025 erstmals in der Unternehmensgeschichte einen hohen Jahresverlust (wir berichteten). Das Unternehmen wird das vergangene Geschäftsjahr wohl mit einem Minus von 170 Millionen Euro abschließen. Laut dem Unternehmen lagen die Ursachen der Prognoseanpassung unter anderem in einem besonders herausfordernden nationalen und internationalen Marktumfeld. So kam es beispielsweise bei den Wind-an-Land-Auktionen in Deutschland im Geschäftsjahr 2025 zu Überzeichnungen und deutlich reduzierten Einspeisevergütungen.

Projektpipeline für Neuaufstellung vorhanden

Die Geschäftsleitung hat nach eigener Auskunft bereits ein Transformations- und Effizienzprogramm gestartet. Ein Beratungsunternehmen unterstützt bei der Analyse und Umsetzung. Geschäftsführer Alexander Reinicke hatte in der Mitteilung vom Januar erklärt: „Wir haben bereits zahlreiche Maßnahmen identifiziert und teilweise auch umgesetzt, um unsere Kosten an das veränderte Marktumfeld anzupassen – dazu gehört aller Voraussicht nach auch ein entsprechender Personalabbau.“ Für die operative Steuerung des Sanierungsprozesses hat das Unternehmen Hübner Management eingebunden.

Ungeachtet der angespannten Lage verweist das Management auf die Projektpipeline. Diese umfasst nach Unternehmensangaben Wind-, Solar- und Batterieprojekte mit einer Gesamtleistung von 30.000 MW. Ein
erheblicher Teil entfällt auf Deutschland und Frankreich. Diese Projektbasis soll nach Abschluss der Sanierung die Grundlage für eine Rückkehr zu stabilen Ergebnissen liefern. 

Die Abo Energy GmbH & Co. KGaA ist ein deutsches Energieunternehmen mit Sitz in Wiesbaden. Es ist tätig in der Entwicklung, Planung, Errichtung und im Betrieb von Anlagen der erneuerbaren Energien. Das Unternehmen realisiert Wind- und Solarparks sowie Batterie- und Wasserstoffprojekte und deckt alle Projektphasen von der Standortanalyse über Genehmigung und Bau bis zur Betriebsführung und zum Service ab. Es ist nach eigenen Angaben in rund 16 Ländern aktiv und beschäftigt derzeit 1.400 Mitarbeitende. Die Umsatzerlöse beliefen sich 2024 auf 446 Millionen Euro. 

Mittwoch, 13.05.2026, 14:23 Uhr
Heidi Roider
Energie & Management > Unternehmen - Abo Energy kann saniert werden
Quelle: Fotolia / ldprod
Unternehmen
Abo Energy kann saniert werden
Abo Energy hat ein Sanierungsgutachten erhalten. Nach Abschreibungen und Umsatzverschiebungen steuert der Projektierer auf einen hohen Verlust zu. 
Der Projektierer Abo Energy hat den ersten Entwurf eines Sanierungsgutachtens erhalten. Einer Mitteilung des Unternehmens zufolge kommen die Gutachter zu dem Schluss, dass das Unternehmen sanierungsfähig ist. Voraussetzung ist aber der Abschluss einer tragfähigen Sanierungsfinanzierung mit den Finanzierungspartnern. Abo Energy hatte Anfang des Jahres mit Gläubigern „wesentlicher Finanzierungen“ eine Stillhaltevereinbarung geschlossen, um Zeit für ein Sanierungskonzept zu gewinnen (wir berichteten). 

Aufgrund der Ergebnisse des Entwurfs muss das Unternehmen zudem seine Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2026 weiter nach unten anpassen. Demnach kann Abo Energy in diesem Jahr kein positives Konzernergebnis erzielen. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Unternehmen allerdings auf operativer Ebene (Ebitda) wieder in die Gewinnzone zurückkehren zu können, teilte Abo Energy in einer Ad-hoc-Meldung vom 13. Mai mit. Zudem hat die Gesellschaft bekanntgegeben, dass aufgrund des Geschäftsverlaufs im Jahr 2026 nunmehr ein Verlust der Hälfte des Grundkapitals besteht. Die Gesellschaft wird daher „unverzüglich eine außerordentliche Hauptversammlung“ einberufen.

Nach Korrekturen an der Ergebnisprognose im November 2025 und Januar 2026 erwartet der Erneuerbaren-Projektierer für das Geschäftsjahr 2025 erstmals in der Unternehmensgeschichte einen hohen Jahresverlust (wir berichteten). Das Unternehmen wird das vergangene Geschäftsjahr wohl mit einem Minus von 170 Millionen Euro abschließen. Laut dem Unternehmen lagen die Ursachen der Prognoseanpassung unter anderem in einem besonders herausfordernden nationalen und internationalen Marktumfeld. So kam es beispielsweise bei den Wind-an-Land-Auktionen in Deutschland im Geschäftsjahr 2025 zu Überzeichnungen und deutlich reduzierten Einspeisevergütungen.

Projektpipeline für Neuaufstellung vorhanden

Die Geschäftsleitung hat nach eigener Auskunft bereits ein Transformations- und Effizienzprogramm gestartet. Ein Beratungsunternehmen unterstützt bei der Analyse und Umsetzung. Geschäftsführer Alexander Reinicke hatte in der Mitteilung vom Januar erklärt: „Wir haben bereits zahlreiche Maßnahmen identifiziert und teilweise auch umgesetzt, um unsere Kosten an das veränderte Marktumfeld anzupassen – dazu gehört aller Voraussicht nach auch ein entsprechender Personalabbau.“ Für die operative Steuerung des Sanierungsprozesses hat das Unternehmen Hübner Management eingebunden.

Ungeachtet der angespannten Lage verweist das Management auf die Projektpipeline. Diese umfasst nach Unternehmensangaben Wind-, Solar- und Batterieprojekte mit einer Gesamtleistung von 30.000 MW. Ein
erheblicher Teil entfällt auf Deutschland und Frankreich. Diese Projektbasis soll nach Abschluss der Sanierung die Grundlage für eine Rückkehr zu stabilen Ergebnissen liefern. 

Die Abo Energy GmbH & Co. KGaA ist ein deutsches Energieunternehmen mit Sitz in Wiesbaden. Es ist tätig in der Entwicklung, Planung, Errichtung und im Betrieb von Anlagen der erneuerbaren Energien. Das Unternehmen realisiert Wind- und Solarparks sowie Batterie- und Wasserstoffprojekte und deckt alle Projektphasen von der Standortanalyse über Genehmigung und Bau bis zur Betriebsführung und zum Service ab. Es ist nach eigenen Angaben in rund 16 Ländern aktiv und beschäftigt derzeit 1.400 Mitarbeitende. Die Umsatzerlöse beliefen sich 2024 auf 446 Millionen Euro. 

Mittwoch, 13.05.2026, 14:23 Uhr
Heidi Roider

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.