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Seit dem Start der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) wurden laut Bundesregierung 3.893 Projekte bewilligt. Die meisten Zuschüsse gingen an kommunal geprägte Unternehmen.
Seit dem Start der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) im September 2022 hat die Bundesregierung nach eigenen Angaben rund 373,4 Milliarden Euro ausgezahlt. Mit dem Förderprogramm unterstützt der Bund den Neubau sowie die Dekarbonisierung bestehender Wärmenetze. Die Zahlen gehen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag hervor.
Nach Angaben der Bundesregierung wurden bis zum Stichtag 22. Juni 2026 insgesamt 3.893 Förderanträge bewilligt. Im Jahr 2022 erhielten 83 Vorhaben eine Zusage. 2023 stieg die Zahl auf 832, 2024 auf 1.202 und 2025 auf 958 Bewilligungen. Bis zum 22. Juni 2026 kamen weitere 818 Förderzusagen hinzu.
Stadtwerke bekamen Zuschlag
Den größten Anteil der bewilligten Anträge entfällt laut Bundesregierung auf Unternehmen mit kommunaler Beteiligung. Diese erhielten 1.623 Bewilligungen. Weitere 1.330 Förderzusagen gingen an Unternehmen ohne kommunale Beteiligung. Kommunale Gebietskörperschaften wie Städte, Gemeinden und Landkreise erhielten 342 Bewilligungen. Zudem wurden 192 Genossenschaften, 136 kommunale Eigenbetriebe und 25 Vereine gefördert.
Die Bundesregierung verweist darauf, dass die BEW Investitionen in klimafreundliche Wärmeversorgung anstoßen soll. Im Fokus stehen sowohl neue Wärmenetze als auch die schrittweise Umstellung bestehender Netze auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme. Ziel ist es, den Einsatz fossiler Energieträger in der leitungsgebundenen Wärmeversorgung zu reduzieren und den Wärmesektor als einen der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen schrittweise zu dekarbonisieren.
Hintergrund BEW
Die BEW richtet sich vor allem an Energieversorger, Stadtwerke, kommunale Unternehmen sowie weitere Betreiber von Wärmenetzen. Gefördert werden unter anderem Machbarkeitsstudien, Transformationspläne und Investitionen in Erzeugungsanlagen sowie in die Netzinfrastruktur. Die Förderung soll den Umbau der Fern- und Nahwärmeversorgung zu beschleunigen und die Klimaschutzziele im Gebäudesektor unterstützen.
Unterstützt werden beispielsweise Großwärmepumpen, Solarthermieanlagen, Geothermie, Wärmespeicher oder Anlagen zur Nutzung industrieller Abwärme. Auch der Aus- und Umbau von Wärmenetzen kann bezuschusst werden, sofern die Projekte die Anforderungen der Förderrichtlinie erfüllen.
Ein zentrales Ziel des Programms besteht darin, den Anteil erneuerbarer Energien und unvermeidbarer Abwärme in Wärmenetzen deutlich zu erhöhen. Die Förderung soll Investitionen erleichtern, die aufgrund hoher Anfangskosten häufig wirtschaftlich nur schwer umzusetzen wären. Gleichzeitig soll sie den Betreibern Planungssicherheit für langfristige Transformationsprojekte geben. (sh)
Donnerstag, 16.07.2026, 14:18 Uhr
Susanne Harmsen
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