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Bild: EEX
BILANZ:
Deutscher Strom-Terminhandel drückt EEX-Ergebnis
Die kommende Preiszonenaufspaltung hat Spuren in der Bilanz der Leipziger Börse hinterlassen. Dennoch sieht EEX-Chef Peter Reitz eine stabile Entwicklung und erwartet ein Rekordjahr.
 
Die EEX-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse von 225,3 Mio. Euro erwirtschaftet. Damit gab der Wert im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2016 um rund 4 % nach. Wie die Leipziger Börse mitteilte, verringerte sich der Jahresüberschuss von 57,7 auf 53,9 Mio. Euro.

"Angesichts des schwierigen regulatorischen Umfeldes und des damit verbundenen deutlichen Rückgangs der Transaktionserlöse am Strom-Terminmarkt sind wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden", erklärte EEX-Finanzvorständin Iris Weidinger bei der Vorlage der Finanzzahlen.

Vor genau einem Jahr hatte die Leipziger Börse angesichts der kommenden Aufspaltung der deutsch-österreichischen Strompreiszone einen neuen Termin-Kontrakt (Phelix-DE Future) aufgesetzt, der alleine für das deutsche Marktgebiet gültig ist. Die Preiszonenteilung hatte den Angaben nach die Marktteilnehmer verunsichert, in der Folge gingen die Umsätze bei den Strom-Terminkontrakten zurück. "In kürzester Zeit und enger Absprache mit unseren Marktteilnehmern haben wir mit dem Phelix-DE Future ein Produkt eingeführt, das dieser Entwicklung Rechnung trägt und das Vertrauen in den Markt zurückgebracht hat", sagte Peter Reitz, Vorstandsvorsitzender der EEX.

Wachstum außer im Strom-Terminmarkt

Im Strom-Terminhandel brachen die Transaktionserlöse im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 27 % auf 63,6 Mio. Euro ein, das Handelsvolumen rutschte von 3,9 auf 3,2 Mrd. MWh ab. Positiv entwickelten sich dagegen die kurzfristigen Strommärkte: Im Spothandel der Epex Spot nahmen die Transaktionserlöse um 3 % auf 67,7 Mio. Euro zu und erreichten damit einen neuen Rekordwert.

Im Bereich Erdgas stiegen die Transaktionserlöse der Gashandelsplattform Pegas im vergangenen Jahr um 15 % auf 38,8 Mio. Euro. Vor allem das Spotmarkt-Volumen kletterte mit einem Plus von 24 % deutlich auf 827,7 Mio. MWh. Am Terminmarkt, der Ende des Jahres 2017 auf die Handelsplattform T7 überführt wurde, konnten die Handelsvolumina um 6 % auf 1,1Mrd. MWh ausgebaut werden.

Beim Geschäftsbereich Umweltprodukte, der auch den Handel mit europäischen Emissionsrechten abdeckt, verbuchte die Leipziger Börse Transaktionserlöse von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr 0,5 Mio. Euro). Das Volumen am Frachtmarkt nahm um 8 % auf 473 149 Kontrakte zu, die Transaktionserlöse an den Agrarmärkten stiegen um 17 % auf 0,4 Mio. Euro.

Nach dem Rekordjahr 2016 sieht das EEX-Management beim Geschäftsjahr 2017 insgesamt eine stabile Entwicklung. Die eingeleitete Diversifizierungsstrategie auf verschiedene Märkte sei erfolgreich verlaufen, heißt es aus Leipzig. "Wir werden unseren Wachstumskurs weiter fortsetzen. Die Handelsvolumina in unseren Märkten entwickelten sich im ersten Quartal 2018 vor allem an den Märkten für Erdgas und Emissionsrechte positiv. Am Strom-Terminmarkt konnten wir unseren Marktanteil in den größten Märkten Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und den Niederlanden im Vergleich zum Gesamtjahr 2017 steigern. Wir erwarten, dass 2018 wieder ein Rekordjahr für die EEX Group wird", zeigte sich Reitz optimistisch.
 

Andreas Kögler
Redakteur und CvD von E&M powernews
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Mittwoch, 25.04.2018, 13:05 Uhr

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