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Enerige & Management > Bilanz - Bosch strebt CO2-Neutralität an
Bild: Bosch
BILANZ:
Bosch strebt CO2-Neutralität an
Der Automobilzulieferer und Energietechnikhersteller Bosch will ab 2020 weltweit CO2-neutral sein. Das gab das Unternehmen bei der Vorstellung seiner Bilanz bekannt.
 
Die Umsetzung der Klimaneutralität soll in zwei Stufen erfolgen: Damit die über 400 Bosch-Standorte weltweit ab 2020 keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen, will man zunächst mehr Ökostrom zukaufen und die verbleibenden CO2-Emissionen kompensieren. Dabei investiert das Unternehmen nach seinen Plänen in Umweltprojekte, die die soziale und ökologische Entwicklung unterstützen und die nach strengen Standards zertifiziert sind.
 
In einem zweiten Schritt will Bosch in den Jahren bis 2030 den Anteil an regenerativen Energien erhöhen, sowohl bei der Eigenversorgung als auch beim Zukauf. Dazu will man etwa weltweit langfristige Lieferverträge mit neuen Wind- und Solarparks schließen, die sich dann auch ohne staatliche Förderung rechnen können.
 
Außerdem wird Bosch 1 Mrd. Euro in die Steigerung der Energieeffizienz der Standorte investieren. Angepeilt werden bis 2030 zusätzliche Energieeinsparungen in Höhe von 1,7 Mrd. kWh pro Jahr. Im Gegenzug will man die Kompensationsmaßnahmen für die CO2-Emissionen zurückfahren.
 
Durch den Zukauf von Ökostrom und CO2-Kompensationen entstehen dem Unternehmen bis 2030 Mehrkosten von 1 Mrd. Euro. Außerdem investiert Bosch im gleichen Zeitraum nochmals rund 1 Mrd. Euro in die Steigerung der Energieeffizienz. Dem rechnet das Unternehmen eingesparte Energiekosten von ebenfalls 1 Mrd. Euro entgegen, so dass der finanzielle Aufwand für die CO2-Neutralität bis zum Jahr 2030 rund 1 Mrd. Euro betragen soll.
 
„Klimaschutz ist machbar und mit der nötigen Konsequenz schnell umsetzbar“, betonte Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, auf der Bilanzpressekonferenz. „Unsere Investitionen nützen nicht nur uns bei Bosch, sie nützen der gesamten Menschheit.“
 
Die Unternehmensbilanz im Detail
 
Die Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2018 ihren Umsatz auf einen neuen Höchstwert von 78,5 Mrd. Euro steigern. Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (operatives Ebit) betrug 5,5 Mrd. Euro nach 5,3 Mrd. Euro im Vorjahr. Für das laufende Jahr erwartet Bosch eine nur verhaltene wirtschaftliche Entwicklung, man rechnet aber trotzdem mit einem Umsatz leicht über Vorjahresniveau.
 
Zum guten Geschäftsverlauf haben 2018 alle Unternehmensbereiche von Bosch beigetragen. Der Umsatz im größten Bereich Mobility Solutions stieg um 3,5 % auf 47,6 Mrd. Euro. Consumer Goods war mit 17,8 Mrd. Euro Umsatz der zweitgrößte Bereich. Er legte wechselkursbereinigt um nur 0,7 % zu. Im Unternehmensbereich Industrial Technology stiegen die Erlöse auf 7,4 Mrd. Euro, ein Zuwachs von 8,8 %.
 
Der kleinste Bereich bei Bosch ist Energy and Building Technology. Hier legte der Umsatz um 2,4 % auf 5,6 Mrd. Euro zu. Wechselkursbereinigt ist das ein Wachstum von 5,1 %.
 

Armin Müller
Redakteur
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Freitag, 10.05.2019, 13:41 Uhr

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