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Enerige & Management > Beteiligung - Thüringer Versorger bündeln Krisen-Kräfte
Bild: fizkes / Shutterstock.com
BETEILIGUNG:
Thüringer Versorger bündeln Krisen-Kräfte
Vier Energieversorger haben eine Vereinbarung zur langfristigen Zusammenarbeit im Krisenfall unterzeichnet.
 
Die Eisenacher Versorgungs-Betriebe, die Energieversorgung Inselsberg, die Ohra Energie und die Werra Energie arbeiten im Notfall- und Krisenmanagement intensiv zusammen. Dazu haben die vier Unternehmen Ende Februar eine Kooperationsvereinigung geschlossen, teilten sie nun mit.

Die Zusammenarbeit bietet sich an, da die Netzgebiete der Versorger aus Thüringen aneinandergrenzen. Die Entscheidungshoheit über die eigenen Energienetze verbleibe aber immer beim jeweiligen Unternehmen, heißt es weiter.

Die Zusammenarbeit erstreckt sich von der gegenseitigen Unterstützung mit Personal über die Nutzung von technischen Geräten und Ausrüstungen „bis hin zu regelmäßigen Treffen und Workshops zum gegenseitigen Austausch“, so der Tenor der gemeinsamen Mitteilung. Zwischen den Unternehmen bestünden bereits Sicherheitskonzepte, die zusätzliche Kooperation regelt nun auch die gegenseitige Hilfe in Ausnahmesituationen.

Unternehmen arbeiten schon lange informell zusammen

„Wir haben beschlossen, uns im Falle von Engpässen mit Personal über unsere Bereitschaftsdienste gegenseitig zu unterstützen, um eine schnelle Wiederherstellung der Energieversorgung zu erreichen“, so Hans Ulrich Nager, Geschäftsführer der Werra Energie GmbH. Im Notfall werde zudem mit Material, Betriebsmitteln, Werkzeugen, Fahrzeugen und technischen Spezialgeräten ausgeholfen.

Die Unternehmen weisen darauf hin, dass eine informelle Zusammenarbeit schon lange untereinander bestehe. So habe man sich beispielsweise mit Beginn der Corona-Pandemie intensiv in Sachen Infektions- und Arbeitsschutz abgestimmt. „Mit dem Vertrag haben wir nun schriftlich festgehalten, was bislang gute Praxis zwischen Nachbarn in der Kommunalwirtschaft war“, wird Christiane Dörte Sperling, Geschäftsführerin der Eisenacher Versorgungs-Betriebe, zitiert.

Die Versorger wollen dadurch gemeinsam noch professioneller werden: Sei es mittels Durchführung von Weiterbildungen und Krisenstabsübungen oder „die gemeinschaftliche Beschaffung und Nutzung von mobilen technischen Anlagen und Ausrüstungen für unsere Krisenräume“.
 

Stefan Sagmeister
Chefredakteur
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Freitag, 05.03.2021, 15:49 Uhr

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