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Enerige & Management > Wasserstoff - Stadtwerke erproben dezentrale Wasserstofferzeugung
Quelle: Shutterstock/petrmalinak
WASSERSTOFF:
Stadtwerke erproben dezentrale Wasserstofferzeugung
Ein vorrangig von Stadtwerken getriebenes Konsortium erforscht im Projekt H2-Grid die dezentrale Erzeugung von grünem Wasserstoff.
 
H2-Grid ist ein Teilprojekt der vom Land Baden-Wüttemberg geförderten „Hy-FIVE Modellregion Grüner Wasserstoff“ in der Region Mittlere Alb − Donau. Neben den Kommunalunternehmen Stadtwerke Tübingen, Rottenburg (Neckar) und Mössingen sowie "FairEnergie" und "FairNetz" Reutlingen sind die Hochschulen Reutlingen, Rottenburg und Ulm sowie die Sülzle-Gruppe beteiligt.

Im Fokus des Projekts „H2-Grid“ steht laut einer Mitteilung der Tübinger Stadtwerke der Aufbau dezentraler Wasserstoff-Produktionsanlagen in Kommunen, Wohnquartieren, an Industriestandorten und in Haushalten, die einen positiven Effekt auf die Versorgungsnetze bewirken (Netzdienlichkeit). Geplant ist der Bau von Elektrolyseuren unterschiedlicher Größe, aus denen Wasserstoff für die unmittelbare lokale Nutzung gewonnen wird.

Der Ansatz ist dabei technologieoffen. Alle im Projekt geplanten Versuche, Wasserstoff in unterschiedlichen Sektoren sowie aus bestehenden oder neuen Technologien und Infrastrukturen einzusetzen, sollen sich vorrangig an der Frage orientieren: Was ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll?

Der Projektansatz sieht vor, den an den verschiedenen Elektrolyseur-Standorten produzierten Wasserstoff nicht zu verstromen, sondern ihn direkt an Abnehmer in der Modellregion zu vertreiben. Denkbar sind beispielsweise Wasserstoffzüge und -tankstellen sowie weitere Abnehmer aus dem Mobilitätssektor und der Industrie.

Innovationskraft beweist das Projekt durch eine optimierte Betriebsführung. Diese trägt positiv zur Netzdienlichkeit vorrangig im Stromnetz bei, indem sie sicherstellt, dass mithilfe von präzisen Prognosen die Verfügbarkeit von Grünstrom mit dem Wasserstoffbedarf sektorübergreifend korreliert. Das sorgt auch für eine effiziente Nutzung der Versorgungsnetze – ebenfalls eine wichtige Voraussetzung für eine ökologisch und ökonomisch ausgerichtete und optimierte Wasserstoff-Infrastruktur.

Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen: „Die am Projekt „H2-Grid“ beteiligten Versorger, Universitäten und Industriepartner bringen ihre Netzwerke mit ein – eine ausgezeichnete Basis, um neue Strukturen aufzubauen. Indem viele Stadtwerke beteiligt sind, hat das Projekt ein großes Potential für die gesamte Region.“
 

Peter Koller
Redakteur
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Mittwoch, 29.09.2021, 13:16 Uhr

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