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Enerige & Management > Strom - Prysmian baut Kabelsysteme für Dolwin 4 und Borwin 4
Prysmian-Kabel für das Südostlink-Projekt werden im Regensburger Hafen gelagert. Quelle: E&M / Günter Drewnitzky
STROM:
Prysmian baut Kabelsysteme für Dolwin 4 und Borwin 4
Die Amprion Offshore GmbH hat die Aufträge für den Bau von 1.000 Kilometern HGÜ-See- und Landkabel vergeben
 
Seit Frühjahr 2021 hatte die Amprion Offshore GmbH mit dem Vergabeprozess für die Lieferung und Installation der Kabelsysteme für die Offshore-Netzanbindungssysteme Dolwin 4 und Borwin 4 begonnen, nun ist die Entscheidung gefallen: Der italienische Kabelhersteller Prysmian Powerlink S.r.l erhält den Auftrag für den Bau der rund 1.000 Kilometer HGÜ-Kabel über eine Gesamtsumme von mehr als 800 Mio. Euro einschließlich optionaler Beauftragungsbestandteile, wie Amprion mitteilte.

Prysmian habe in der Vergangenheit gezeigt, dass man über das nötige Know-how verfüge und sich außerdem im Vergabeprozess durch Flexibilität, großes Engagement und wettbewerbsfähige Konditionen ausgezeichnet, hieß es in der Mitteilung weiter. Auch habe Prysmian zugesagt, die Kabel für Borwin 4 im Rahmen der beschleunigten Szenarien der Bundesregierung bereits 2028 und damit ein Jahr früher als geplant installieren zu können.

Mögliche Synergieeffekte

Prsymian verfüge darüber hinaus über ein Spezialschiff für die Seekabelverlegung, wodurch das Risiko entfalle, dass wesentliche Logistik nicht verfügbar sei. Auch könnten sich Synergieffekte dadurch ergeben, dass das Unternehmen auch Kabel für die Gleichstromverbindung A-Nord installiert. Dolwin 4 und Borwin 4 werden über eine Strecke von rund 100 Kilometern mit A-Nord gebündelt

Amprion nutzt für die weitgehend parallel verlaufenden Offshore-Netzanbindungssysteme Dolwin 4 und Borwin 4 die Technik der Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ), mit deren Hilfe sich große Energiemengen über große Entfernungen verlustarm transportieren lassen. Dolwin 4 und Borwin 4 sollen nach derzeitiger Gesetzeslage 2028 und 2029 in Betrieb gehen.

Von den Nordsee-Windparks aus sollen die Kabel zunächst 60 beziehungsweise 125 Kilometer auf See verlaufen, die Insel Norderney unterqueren und im Bereich Hilgenriedersiel die Küste erreichen. Von dort aus sollen sie noch rund 155 Kilometer als Erdkabel in Richtung der Umspannanlage Hanekenfähr in Lingen (Ems) führen, wo Amprion sie an sein Übertragungsnetz anschließen will.
 
Der geplante Verlauf der Netzanbindungssystem
Quelle: Amprion offshore

 
 

Katia Meyer-Tien
Redakteurin
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Freitag, 16.09.2022, 13:17 Uhr

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