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Bild: Minerva Studio, Fotolia
STUDIEN:
Wärmeverbrauch in Mehrfamilienhäusern steigt erneut
Der Endenergieverbrauch der Heizungen in deutschen Mehrfamilienhäusern ist im zweiten Jahr in Folge gestiegen.
 
Die Steigerung in den Mehrfamilienhäusern sei über alle Energieträger – Erdgas, Erdöl und Fernwärme – hinweg erfolgt, teilte der Energiedienstleister Techem bei Vorlage der Studie „Energiekennwerte 2018“ mit. Am Höchsten habe der Anstieg bei Heizöl mit rund 2,1 % gegenüber dem Vorjahr gelegen, 1,8 % seien es beim Erdgas und 1,7 % bei der Fernwärme gewesen. „Der Gesamtanstieg der letzten beiden Jahre beträgt etwas mehr als 5 %“, so Techem weiter.

Der Energieverbrauch betrug im Jahr 2017 an Erdgas und Heizöl etwa 141 kWh pro Quadratmeter, bei der Fernwärme waren es rund 114 kWh pro Quadratmeter. Höhere Verbräuche für Heizöl und Erdgas gab es zuletzt 2011, für Fernwärme 2009. Die Studie zeigt aber auch, dass sich der erhöhte Verbrauch nicht bei den Ausgaben der Verbraucher bemerkbar gemacht hat. Denn im vergangenen Jahr sind die Brennstoff- und Endenergiepreise für Raumheizwärme erneut gesunken. Die Preise für Erdgas gingen 2017 um 5,4 % zurück, die Kosten für Fernwärme um 1,4 % und für Heizöl um 1,9 %.

Wenig Veränderung in den vergangenen 10 Jahren

Unterm Strich hat sich der Verbrauch wenig verändert die vergangenen Jahre. Nach dem die Einflüsse unterschiedlich kalter Heizperioden herausgerechnet wurden, kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass der Gesamtwärmeverbrauch in Mehrfamilienhäusern nur um 3,5 % unter dem von vor 10 Jahren liege.

Techem fordert in diesem Zusammenhang die Politik zu verstärktem Handeln auf: Dazu gehöre es, den Einsatz „geringinvestiver Maßnahmen“ zu verbessern, für ein besseres Anlagenmonitoring im Gebäudesektor zu sorgen, das große Potenzial von Contracting weiter auszubauen und stärker auf Quartierslösungen zu setzen, so das Unternehmen.

Für die 19. Auflage der Studie hat Techem anonymisierte Daten aus Verbrauchsabrechnungen von rund 1,5 Mio. Wohnungen in 124 000 Mehrfamilienhäusern erhoben. Durch ihre Verteilung über das gesamte Bundesgebiet und ihre breit gefächerte Eigentümer- und Bewohnerstruktur „liefert die Analyse einen zuverlässigen Blick auf den Gesamtbestand deutscher Mehrfamilienhäuser“.

Die Studie „Energiekennwerte 2018   “ kann auf der Internetseite des Unternehmens heruntergeladen werden.
 

Stefan Sagmeister
Chefredakteur
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Donnerstag, 06.12.2018, 16:39 Uhr

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