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Enerige & Management > IT - Verbände bieten Plattform für Digitalcheck
Bild: itestroorig / Fotolia
IT:
Verbände bieten Plattform für Digitalcheck
Unternehmen aus der Energiewirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz können künftig den eigenen Grad der Digitalisierung im internationalen Vergleich ermitteln.
 
Zusammen mit der Beratungsgesellschaft A.T. Kearney und dem Innovationsnetzwerk „IMProve Academy“ hat der BDEW eine Online-Plattform mit der Bezeichnung „Digital@EVU“ entwickelt. Mit deren Hilfe sollen Energieversorgungsunternehmen eine Positionsbestimmung vornehmen können und gleichzeitig konkrete Verbesserungsvorschläge angezeigt bekommen. Im vergangenen Jahr hatten nach Angaben des BDEW insgesamt 80 Energieversorger hierzulande von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Nun wurde das Instrument zu einem internationalen Vergleich unter dem Namen „Digital@Utility“ weiterentwickelt, der nun über Oesterreichs Energie und dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen auch der Branche in den Nachbarländern zur Verfügung steht. Um weitere Regionen, wie Frankreich oder Osteuropa kümmern sich laut einer Mitteilung des BDEW die Berater von A.T. Kearney.

Analyse für Deutschland bereits zum dritten Mal vorgelegt

„Das Tool liefert wichtige Impulse für die Digitalisierung in der Energiewirtschaft - die Internationalisierung ist hierfür eine wichtige Weiterentwicklung“, sagt Stefan Kapferer, der Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW. Michael Frank, Direktor des VSE betont, gerade für mittlere und kleinere Unternehmen stelle sich die Frage, wo sie bei der Digitalisierung im Vergleich zu anderen Unternehmen stehen und wo noch Handlungsbedarf bestehe.

Das Online-Tool eigne sich jedoch für Energieversorger aller Größenklassen, heißt es in der BDEW-Mitteilung. Es enthalte sowohl qualitative als auch quantitative Fragen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Abschließend erfolge eine individuelle Auswertung der Stärken und Schwächen der Teilnehmer, die letztlich in konkrete Verbesserungsvorschläge münden.

Im Jahr 2018 hatten BDEW, A.T. Kearney und die Improve Academy zum dritten Mal ihren Digitalcheck durchgeführt und die Ergebnisse im Frühjahr 2019 vorgelegt. Die Kernaussage: Die deutsche Energiewirtschaft hat die Möglichkeiten der Digitalisierung noch nicht ausgeschöpft.

„Die interessanten Ergebnisse des Barometers und der spannenden Diskussionen mit einer Vielzahl von Energie- und Wasserversorgern in den Jahren 2018 und 2019 haben klar gezeigt, was schon alles im Bereich Digitalisierung passiert – aber auch deutlich gemacht, dass noch viel zu tun ist, um die Pozentiale für die Kunden, die Unternehmen und die Mitarbeiter zu nutzen und die ambitionierten Ziele mit konkretem Tun zu verwirklichen“, so Horst Dringenberg, Partner bei A.T. Kearney.
Eine Teilnahme an Digital@Utility   ist interessierten Unternehmen ab sofort bis zum 27. September 2019 möglich.

Der Digitalcheck des BDEW mit dem Titel „Digital@EVU2019 - Wo steht die deutsche Energiewirtschaft?“    steht auf der Internetseite des BDEW zum Download zur Verfügung.
 

Fritz Wilhelm
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Dienstag, 27.08.2019, 16:18 Uhr

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