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Enerige & Management > Photovoltaik - VBEW sieht Informationsbedarf bei Prosumern
Bild: Fotolia, Robert Kneschke
PHOTOVOLTAIK:
VBEW sieht Informationsbedarf bei Prosumern
Private Stromeinspeiser und der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) möchte beim Anlagenbetrieb mit Informationen und neutraler Beratung unterstützen. 
 
Die Zahl der Haushalte und Gewerbe, die ihren Strom selbst erzeugen und verbrauchen, der sogenannten Prosumer, ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Laut einer Studie des Branchenverbandes Smart Energy Europe entfielen in Deutschland Ende 2019 von 3.000 MW installierter PV-Leistung aus Photovoltaikanlagen mit weniger als 500 kW zwei Drittel auf private Haushalte und Gewerbe (wir berichteten). 

Allein in Bayern sind mittlerweile über 600.000 Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Wie der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (VBEW) in einer Mitteilung vom 1. März bekannt gibt, werden diese oft von Privatpersonen betrieben, "die ansonsten mit der Energiewirtschaft keine Berührungspunkte haben" und dennoch "große Verantwortung für die Stromversorgung in ganz Bayern" tragen.

Diesen privaten Anlagenbetreibern möchte der VBEW mit seriösen Informationen und neutraler Beratung zur Seite stehen. Derzeit baut der Verband hierzu an einer internetgestützten Informationsplattform. Darin sollen die wichtigsten Themen rund um den Betrieb einer Stromerzeugungsanlage abgehandelt werden. Eine erste Version ist bereits im Internetauftritt des VBEW   abrufbar. Detlef Fischer, VBEW-Geschäftsführer, sieht es als "eine der größten Herausforderungen der Energiewende" an, die Zusammenarbeit zwischen den Profis aus der Energiewirtschaft und den an der Energiewende aktiv beteiligten Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten. 

Informationsbedarf sieht der Verband vor allem aufgrund des Alters der privat betriebenen Anlagen. So würden viele Anlagen aus der EEG-Umlage fallen, die Betreiber müssten den produzierten Strom dann selbst auf dem Markt verkaufen. Zudem müssten die Anlagen aufgrund ihres Alters häufiger gewartet werden. Dazu kommt: Neu- und Altanlagen würden mit smarten Messsystemen ausgerüstet, um die eingespeiste Strommenge für den Strommarkt anforderungsgerecht bilanzieren zu können. Über ein Energiemanagementsystem müssten immer komplexere Anlagenkonfigurationen mit Batteriespeicher, Wärmepumpen und Ladeeinrichtungen für E-Autos möglichst netzdienlich miteinander verbunden werden. Die verkaufte Strommenge müsste letztlich auch noch versteuert werden. Laut VBEW entstünden "Fragen über Fragen, die viele Anlagenbetreiber ratlos dastehen lassen". Fischer ist überzeugt: "Wenn wir über kurz oder lang die privaten Anlagenbetreiber als Akteure der Energiewende nicht verlieren wollen, müssen wir unabhängig von all den staatlichen Förderungsprogrammen diesen Personenkreis sachkundiger machen und dafür anbieterneutrale Inforationen bereitstellen."
 

Davina Spohn
Redakteurin
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Montag, 01.03.2021, 11:37 Uhr

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