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Enerige & Management > Klimaschutz - Klimawandel auf "Augenhöhe" mit Corona
Bild: Fotolia, Nicole Effinger
KLIMASCHUTZ:
Klimawandel auf "Augenhöhe" mit Corona
Trotz Corona-Pandemie ist der Klimaschutz nicht aus dem Bewusstsein der Menschen gerückt. Dies ergibt eine aktuelle Umfrage des Pariser Meinungsforschungsinstituts Ipsos.
 
69 % der Deutschen, die an einer Umfrage von Ipsos teilgenommen haben, erachten den Klimawandel als ebenso ernste Krise wie die derzeit grassierende Corona-Pandemie. Nur jedem vierten Bundesbürger würde die Ausbreitung des Coronavirus auf lange Sicht größere Sorgen bereiten als die Klimakrise, resümieren die Meinungsforscher. 
 
71 % der Menschen weltweit sehen die Covid-19-Pandemie als ebenso ernst an wie den Klimawandel. Zum Vergrößern bitte auf Grafik klicken.
Bild: Ipsos


Weltweit betrachtet zeige sich, dass mit 71 % ein noch größerer Anteil der Befragten die vom Coronavirus ausgehende Gefahr als ebenbürtig zu der des Klimawandels einstuft. Diese Einschätzung nimmt, so das Fazit von Ipsos, bei stark von der Pandemie betroffenen Ländern zu − wie China (87 %), Frankreich (76 %), Spanien (73 %) und Italien (72 %).

Eine Ausnahme bildet Australien: Dort stufen mit 59 % der Befragten relativ wenige Menschen die Coronakrise als ebenso ernst ein wie den Klimawandel. Das Meinungsforschungsinstitut begründet dies mit den verheerenden Buschfeuern am Jahresanfang, die bei den Australiern den Klimaschutz stärker in den Fokus gerückt haben. 

Erholung der Wirtschaft nicht auf Kosten des Klimas

„Während sich die Wirtschaft nach Covid-19 erholt, ist es wichtig, dass bei behördlichen Maßnahme der Klimawandel in den Vordergrund gestellt wird“ − dieser Aussage stimmt mit 57 % die Mehrheit der Deutschen zu. Weltweit fordern dies sogar zwei Drittel aller Befragten (65 %), besonders häufig jedoch in Indien (81 %), China und Mexiko (je 80 %).

Nur jeder dritte Deutsche (36 %) würde umweltschädliche Maßnahmen der Regierung zur Regenerierung der Wirtschaft nach Corona befürworten, stellt Ipsos fest. Etwas mehr als die Hälfte (55 %) der deutschen Bevölkerung lehne dies ab. Lediglich China und Frankreich nennen die Marktforscher als Länder, in denen klimaschädliche Maßnahmen zum Wohle der Wirtschaft noch unbeliebter sind als in Deutschland.

Zur Datenbasis der Meinungsforscher: Ipsos führte die Befragung vom 16. bis 19. April unter 28.029 Personen in 14 Ländern durch. Unter anderem für Deutschland bezeichnen sie die Umfrage als repräsentativ. 
 

Davina Spohn
Redakteurin
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Donnerstag, 23.04.2020, 11:39 Uhr

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