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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Intelligente Temperaturregelung bei E-Autos ist gefragt
Bild: babimu / Fotolia
ELEKTROFAHRZEUGE:
Intelligente Temperaturregelung bei E-Autos ist gefragt
Mit dem Energieverbrauch von E-Fahrzeugen beschäftigt sich ein Forschungsvorhaben, an dem neben der Hochschule Esslingen acht weitere deutsche und französische Partner beteiligt sind.
 
In dem Projekt stellen sich die Wissenschaftler die Frage, wie sich die Energie in den E-Mobilen effektiver einsetzen und intelligenter nutzen lässt, teilt die Uni Esslingen mit. Ziel sei es, mit einem sogenannten „Innovativen Thermo-Management-System“ den Energieverbrauch um 10 % zu senken. Das Projekt hat einen Gesamtumfang von rund 4 Mio. Euro, wovon die Hälfte von den beteiligten Unternehmen bereitgestellt wird.

Eines der großen Projektthemen ist die Frage, wie sich das Wageninnere so intelligent und vorausschauend heizen oder kühlen lässt, dass so wenig Energie wie möglich verbraucht wird. Dabei soll etwa der Energiefluss für Heizung und Klimaanlage vorausschauend gelenkt werden. Weiter soll eine thermische Konditionierung der Batterien dafür sorgen, dass dem Fahrer unter dem Strich mehr Reichweite zur Verfügung steht. 

Als weitere Herausforderung hat sich das Konsortium die Aufgabe gestellt, mit dem Projekt auch für temperaturempfindliches Ladegut ein Wohlfühlklima zu schaffen. Das macht das System gerade für elektrische Lieferfahrzeuge im Großstadtverkehr interessant, mit denen beispielsweise Lebensmittel und Getränke transportiert werden. 

Die Aufgabe der Hochschule Esslingen besteht darin, die Funktionalität und Leistung der Module und das Thermomanagement in einem Testaufbau zu vermessen sowie die Ergebnisse mit den Simulationsergebnissen zu vergleichen. Damit sollen die gemeinsamen Entwicklungen der Projektpartner bestätigt werden.

Projektleiter Prof. Walter Czarnetzki von der Hochschule Esslingen: „Für uns als Wissenschaftler an der Hochschule Esslingen ist es wichtig, dass wir unser theoretisches Wissen durch den Vergleich von Simulationen mit realen Messwerten vertiefen. Gleichzeitig können wir anwendungsorientiert bei der Weiterentwicklung des Thermomanagements von Elektrofahrzeugen als Partner der Industrie mitwirken.“

Das Projektkonsortium besteht auf deutscher Seite aus dem Institut für nachhaltige Energietechnik und Mobilität (INEM) der Hochschule Esslingen sowie dem Ernst-Mach-Institut (EMI) in Freiburg, eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft. Zudem gehören Unternehmen wie das Ingenieurbüro „GreenIng“ in Leutenbach bei Stuttgart und die Thermoexperten von „TheSys“ aus Kirchentellinsfurt in der Nähe von Tübingen dazu. Auf französischer Seite besteht das Konglomerat aus drei Instituten der ingenieurtechnischen Hochschule Insa in Lyon, dem Gussspezialisten „SJI“ sowie der Ingenieurfirma „SEGULA“.

Das Projekt läuft noch bis Ende 2023 und wird in Frankreich vom Mobilitätscluster „CARA“ der Region Auvergne-Rhone-Alpes, in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
 

Günter Drewnitzky
© 2020 Energie & Management GmbH
Montag, 18.05.2020, 13:57 Uhr

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