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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Crashtest: E-Autos so sicher wie Verbrenner
Bild: JiSIGN / Fotolia
ELEKTROFAHRZEUGE:
Crashtest: E-Autos so sicher wie Verbrenner
In punkto Sicherheit stehen Elektroautos vergleichbaren Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb in nichts nach. Dies haben Crashtests der Dekra-Unfallforschung ergeben.
 
In Kooperation mit der Verkehrsunfallforschung der Universitätsmedizin Göttingen simulierten die Wissenschaftler bei den Tests mit einem Renault Zoe und drei Nissan Leaf den seitlichen und frontalen Baumaufprall, der hohe Anforderungen an die Sicherheitstechnik stellt. Die Geschwindigkeiten lagen mit 60 bis 84 Kilometer pro Stunde weit über denen, die bei Standard-Crashtests üblich sind, teilte das Prüfunternehmen mit.

„Die Schadenbilder aus den Crashtests sind vergleichbar mit denen an konventionell angetriebenen Fahrzeugen“, so Dekra-Unfallforscher Markus Egelhaaf. „Das Hochvoltsystem der Elektrofahrzeuge wurde jeweils beim Crash zuverlässig abgeschaltet. Und trotz massiver Deformation der Antriebsbatterie kam es in keinem Fall zu einem Brand.“ Die großen Hersteller von Serien-Elektrofahrzeugen haben es dem Experten zufolge verstanden, mindestens das gleiche Sicherheitsniveau zu erreichen, das man von Verbrennern kennt.
 
Einen seitlichen Baumaufprall mit hoher Geschwindigkeit
simulierten Forscher von Dekra und Uni Göttingen
Bild: Dekra

„Unsere Versuche bestätigen, dass es keinerlei Grund gibt, sich im Elektrofahrzeug weniger sicher zu fühlen als im konventionell angetriebenen PKW“, betonte Egelhaaf.

Im Anschluss an die Crashtests wurde im Rahmen des Forschungsprojektes untersucht, mit welchen Verfahren die Rettungskräfte die Insassen am besten aus den Wracks herausholen können. Falls Teile der Antriebsbatterie doch in Brand geraten, könnte auch eine neuartige Löschlanze helfen, die von der Feuerwehr direkt in das Akkugehäuse eingeschlagen wird. „Damit finden die Löscharbeiten sozusagen innerhalb der Batterie statt, um die Ausbreitung des Feuers auf weitere Batteriezellen zu stoppen“, erklärt der Dekra-Unfallforscher.

Insgesamt, so das erste Fazit, können die Rettungsarbeiten mit den Mitteln der Feuerwehr ebenso schnell wie bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen durchgeführt werden. Auch für Ersthelfer bestehe keine erhöhte Gefahr.
 

Günter Drewnitzky
© 2020 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 12.03.2020, 09:59 Uhr

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