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Bild: JiSign, Fotolia
STUDIEN:
Breite Rückendeckung für die Energiewende
Überraschendes Ergebnis einer KfW-Bank-Studie: 92 % der Deutschen stehen hinter der Energiewende und jeder sechste Haushalt plant, ein Elektroauto zu kaufen.
 
Für das sogenannte KfW-Energiewendebarometer wurden 3700 Haushalte befragt. Dabei halten 54 % der Befragten die Energiewende für sehr wichtig, 38 % nennen sie wichtig. Während es dabei keine Unterschiede zwischen Nord- und Süddeutschland gibt, fallen die Zustimmungswerte in Ostdeutschland etwas geringer aus.

Ein weiteres Ergebnis ist, dass 23 % Energiewendetechnologien bereits nutzen und sich somit aktiv beteiligen. „Der Rückhalt für die Energiewende in der Bevölkerung ist hoch. Das ist ermutigend“, sagt dazu Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender der KfW-Bankengruppe. Er bezeichnet Klimawandel und Ressourcenschutz als Aufgabe für Generationen.

Der Süden nutzt PV mehr als der Norden

Die Beteiligung an der Energiewende durch Photovoltaik oder Solarthermie ist nach der Studie auf dem Land sehr viel größer als in den Städten. Deutlich vorne bei den Bundesländern liegen Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.
In fast allen Haushalten wird bewusst darauf geachtet, Energie einzusparen, etwa durch die Absenkung der Raumtemperatur oder Einschränkungen beim Autofahren.

Auch bei der Anschaffung von Haushaltsgeräten berücksichtigt nahezu jeder die Energieeffizienzklassen. Überraschend: Mehr als ein Drittel der deutschen Haushalte nutzen einen Ökostromtarif oder planen, einen solchen abzuschließen.

Weiter lässt das Energiewendebarometer eine hohe Dynamik im Bereich der Elektromobilität erwarten. Während heute nur 2 % der Haushalte elektrisch unterwegs sind, planen 16 % den Kauf eines solchen Fahrzeugs. Die größten Probleme sehen die Bürger hier noch in der lückenhaften Ladeinfrastruktur und der geringen Reichweite. Erst danach folgt der hohe Kaufpreis als Grund, nicht auf ein Stromauto umzusteigen.

Datensicherheit bei Smart-Home ist großes Thema

Darüber hinaus befasst sich das Energiewendebarometer mit Smart-Home-Anwendungen, die derzeit nur von 11 % der Haushalte genutzt werden. Vor allem Bedenken im Bereich Datensicherheit und Fehleranfälligkeit halten viele von der Nutzung dieser Haustechnik-Fernsteuerung ab. Hohe Installationskosten spielen ebenfalls eine Rolle. Immerhin 86 % wissen mittlerweile, worum es beim Thema Smart Home geht.

Auch die Gebäudesanierung ist Bestandteil der Studie. Danach leben fast 40 % der Haushalte in einem Gebäude, das in den letzten 15 Jahren nicht energetisch saniert wurde. Wenn bis 2050 ein CO2-neutraler Gebäudebestand erreicht werden soll, sei eine Verdoppelung der Maßnahmen erforderlich, heißt es.
 

Günter Drewnitzky
© 2018 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 23.08.2018, 15:02 Uhr

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