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Bild: JiSign, Fotolia
STUDIEN:
Anleger investieren mehr in Erneuerbare
Der Anteil Erneuerbarer-Energie-Infrastruktur an institutionellen Portfolios hat sich seit 2016 nahezu verdoppelt, so eine Studie von Aquila Capital.
 
Bei institutionellen Investoren ist der durchschnittliche Portfolioanteil Erneuerbarer-Energie-Infrastruktur von 2 % im Jahr 2016 auf 3,6 % gestiegen. Das zeigt eine Umfrage des auf alternative Anlagen spezialisierten Investment-Managers Aquila Capital. Wie das Unternehmen mitteilt, halte inzwischen mehr als jeder neunte befragte Anleger (12 %) weltweit zwischen 10 % und 15 % seiner Assets im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Umfrage wurde im Juli und August 2018 unter 103 institutionellen Investoren weltweit durchgeführt.

75 % der befragten Anleger gaben an, dass sie die Perspektive einer auf erneuerbaren Energien basierenden Infrastruktur positiv bewerten. Das entspreche einem Anstieg um 9 Prozentpunkten gegenüber 2016. Sie erwarten, dass es bis 2021 den stärksten Anstieg bei On- und Offshore-Windanlagen sowie der Solarthermie geben wird.

Nach den Gründen für ihre Investitionen in regenerative Energiequellen gefragt, gaben 55 % an, dass der langfristig positive und stabile Cashflow maßgebend sei. An zweiter Stelle stehen die Möglichkeit geografischer Diversifikation (35 %) sowie eine geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen (ebenfalls 35 %). Inflationsabsicherung (33 %) und die Einhaltung ethischer Standards (30 %) folgten erst auf den Plätzen danach.

Als die größte Herausforderung bezeichneten 63 % der befragten institutionellen Anleger regulatorische Risiken. Diese beeinflussten ihre Entscheidung für Investitionen in Erneuerbare-Energie-Infrastruktur. Als weitere Herausforderungen wurden von 37 % politische Risiken, das Auslaufen staatlicher Subventionen und die Entwicklung der Strompreise genannt.

„Investoren haben in den letzten Jahren ihren Portfolioanteil an Erneuerbarer-Energie-Infrastruktur stetig erhöht. Angesichts der positiven Einschätzung in unserer Umfrage, gehen wir davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Im Kontext wachsender Befürchtungen einer globalen Finanzmarktkorrektur bleiben Investitionen in Erneuerbare Energien, bei denen Anleger auf mehr als nur ethische Motive setzen, weiter überaus attraktiv“, sagte Susanne Wermter, Head of Investment Management Energy & Infrastructure bei Aquila Capital.
 

Jonas Rosenberger
Redakteur
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Mittwoch, 20.02.2019, 12:56 Uhr

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